Fußball | Regionalliga Bischofswerda-Trainer Erik Schmidt: "Wir haben einen Standortnachteil"

Wir blicken auf die neue Regionalliga-Saison voraus und sprechen mit den Trainern der mitteldeutschen Mannschaften. Erik Schmidt vom Bischofswerdaer FV macht den Anfang.

Trainer Erik Schmidt vom Bischofswerdaer FV 08 lächelt.
Mit einer kurzen Unterbrechung im vergangenen Herbst ist Erik Schmidt seit 2013 Cheftrainer des Bischofswerdaer FV. Bildrechte: imago/Björn Draws

Herr Schmidt, wie geht es Ihnen und der Mannschaft?

Uns geht es allen, was das Coronavirus angeht, gut. Ich persönlich habe damit keine Berührung gehabt.

Wie läuft die Vorbereitung auf die neue Saison? Was ist besonders an der diesjährigen Vorbereitung?

Man konnte es nicht planen. Wir haben im Juni schon wieder angefangen, trainieren schon wieder eine ganze Weile. Dann mussten wir Woche für Woche entscheiden, wie wir es machen. Auch der Transfermarkt ist ein völlig anderer. Das ändert natürlich die Strategie.

Stichwort Transfermarkt: Sie haben einige Abgänge, aber auch einige Zugänge zu verzeichnen. Wie kam es dazu?

Dominic Meinel ist der einzige Spieler, der schon länger als zwei Jahre hier ist. Alle anderen haben wir tauschen müssen, tauschen wollen. Wir hätten auch gern ein paar Spieler behalten, aber wenn man seinen Lebensmittelpunkt in eine andere Stadt verlegt, wird es für uns als Amateurverein schwierig. Der Kader ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig, wir suchen weiterhin.

Oliver Genausch (Nordhausen) gegen Sören Eismann (Jena)
Routinier Oliver Genausch - hier noch im Trikot von Wacker Nordhausen - ist ein Hoffnungsträger beim BFV. Bildrechte: imago images / Karina Hessland

Wir gucken jetzt nach mehr Oliver Genauschs.

BFV-Cheftrainer Erik Schmidt im MDR-Interview.

Wen suchen Sie denn?

Wir haben ja jetzt einige junge Spieler, aber auch Jungs, die uns sofort weiterhelfen. Wie Oliver Genausch, der uns mit seiner Erfahrung helfen kann. Wir gucken jetzt nach mehr Oliver Genauschs.

Sie waren in der letzten Saison abgeschlagen. Hat Sie die Corona-Pandemie - sarkastisch formuliert - gerettet?

Was die Regionalliga angeht, auf jeden Fall. Das wäre schwer bis unmöglich geworden. Das wird dieses Jahr auch nicht einfacher. Aber wir sind uns der Sache jetzt bewusster. Freiwillig untergehen werden wir nicht, wir müssen aber auch sehr realistisch rangehen. Am Ende gibt es hier einen Standortnachteil. Wir sind ein bisschen Außenseiter.

Am 15. August startet die neue Saison. Glauben Sie an einen Start mit Zuschauern?

Ich denke, das hängt davon ab, was in den nächsten Tagen passiert. Es wäre angemessen, zumindest einen Teil wieder zuzulassen.

---
mze

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 15. August 2020 | 16:30 Uhr

1 Kommentar

Inge P. vor 6 Wochen

Jedes Jahr länger in der NOFV Regionalliga ist ein Geschenk und Erfolg. Es gibt genügend Ostvereine, welche gerne da wären wo der BFV 08 gerade ist. Trotz der verdammt schlechten Ausgangssituation. Alle Achtung was in BIW auf die Beine gestellt wird. Nicht nur bei den Männern, sondern auch in den anderen Altersklassen bzw. nicht zu vergessen die Frauen. Also weiter so Schiebock!
... und die Oberlausitzer Dickschädel lasst sie quirlen!