Fußball | Corona-Krise SFV-Präsident Hermann Winkler: "Ich mache mir ernsthaft Sorgen"

Angesichts der Corona-Krise forderte SFV-Präsident Hermann Winkler im SpiO-Talk Solidarität mit den kleinen Vereinen - gerade in Ostdeutschland, wo die Wirtschaftskraft nicht so hoch ist.

Hermann Winkler (SFV)
Bildrechte: imago/Max Stein

Der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV), Hermann Winkler, befürchtet angesichts der Corona-Krise einen wirtschaftlichen Kollaps im ostdeutschen Fußball. "Ich mache mir ernsthaft Sorgen", sagte Winkler am Montag im SpiO-Talk. "In Ostdeutschland gibt es keine großen Konzerne, sondern nur den kleinen Versicherungsmakler, der früher selbst gekickt hat. Das sind die, die nach der Krise riesengroße Probleme haben werden", begründete er seine Befürchtungen.

SpiO Talk mit Hermann Winkler 18 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

18:02 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-393834.html

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SpiO Talk mit Hermann Winkler 18 min
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Winkler: "Kein Freund von Geisterspielen"

Ob die Regionalliga-Saison zu Ende gespielt werden kann, wusste Winkler nicht abzuschätzen, machte sich aber für Spiele mit Publikum stark: "Ich bin kein Freund von Geisterspielen." Im Falle eines Saisonabbruchs sieht Winkler mehrere Möglichkeiten, Auf- und Abstiege zu regeln: "Entweder man stockt die Ligen von unten auf oder man regelt Auf- und Abstieg über Playoffs."

Grundsätzlich pflichtete Winkler Bundestrainer Joachim Löw bei, der in der vergangenen Woche zum Umdenken aufgerufen hatte. "Ich wünsche mir eine große Solidaritätsaktion der Bundesliga, die ausstrahlt nach ganz unten", sagte der langjährige CDU-Abgeordnete im Europaparlament, "aber ich befürchte, dass es genauso weiter geht, wenn wir wieder im normalen Trott sind."

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mze

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 23. März 2020 | 17:45 Uhr

1 Kommentar

Himmelblauer Erzgebirgler vor 31 Wochen

Vieleicht sollte man den Vorschlag des Präsidenten von Erzgebirge Aue (Leonhardt) in die Planungen für alle Ligen von den Kreisklassen bis zur Bundesliga betrachten und eventuell durchführen.
Sein Vorschlag: Die bisherigen durchgeführten Spiele und die Tabellenstände werden beibehalten, wennes dann wieder möglich ist die restlichen Spiele nachzuholen und dann im Anschluß mit der Spielsaison 2020/21 beginnen. Am Ende die Saison 2019/20 und 2020/21 zusammen werten (auch bezüglich Auf-und Absteiger). Ich finde dies als sportlich fairste Lösung, zumal Zeit für die restlichen Spiele aus der Saison 2019/20 gegeben wäre.