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FußballEhemaliger Chemnitzer Mittelfeldregisseur Joachim Müller wird 70

Stand: 15. Juli 2022, 08:00 Uhr

Joachim Müller war einer der prägenden Spieler beim FC Karl-Marx-Stadt und stets seinem Klub treu. Am 15. Juli feiert der ehemalige Mittelfeldregisseur seinen 70. Geburtstag.

Joachim Müller im Oktober 2019 zu Gast beim Drittliga-Punktspiel zwischen dem Chemnitzer FC und dem 1. FC Magdeburg. (Archiv) Bildrechte: IMAGO / Christian Schroedter

Er war über viele Jahre hinweg eine der prägenden Persönlichkeiten beim FC Karl-Marx-Stadt: Joachim Müller. Am 15. Juli feiert der Mittelfeldregisseur, der als Spieler stets seinem Verein treu blieb, seinen 70. Geburtstag. Und das in aller Bescheidenheit.

Wie der Jubilar "Sport im Osten" kurz sagte, werden bei der Feier die Familie und einige Weggefährten dabei sein. Müller ist gesundheitlich schwer angeschlagen und leidet unter Parkinson. "Wegen der Krankheit konnte ich zuletzt nur noch selten Spiele des CFC besuchen", bedauerte Müller.   

Weit über 400 Spiele für den FCK

Leipzig, Dresden, Magdeburg, Berlin - ein Wechsel zu einem "großen" Klub kam für Joachim Müller nie in Frage. Der gebürtige Zwickauer begann bei der TSG Rodewisch, bevor er 1967 zum FC Karl-Marx-Stadt wechselt und bis 1986 insgesamt 418 Pflichtspiele für die "Himmelblauen" absolvierte. Davon 340 Begegnungen in der Oberliga, in denen er 54 Tore beisteuerte. Zudem bestritt Müller fünf Partien für die A-Nationalmannschaft der DDR.    

Wismut-Spieler Lutz Wendler muss Joachim Müller ziehen lassen. Szene aus dem FDGB-Pokalspiel zwischen dem FC Karl-Marx-Stadt und Aue im Oktober 1982, das der FCK mit 4:2 n.V. gewann. (Archiv) Bildrechte: Frank Kruczynski

Trainer in Chemnitz und in der Schweiz

Nach seiner aktiven Zeit wendete sich Müller dem Trainergeschäft zu. Bis 1993 betreute er den Nachwuchs des FCK bzw. dessen Nachfolgeverein Chemnitzer FC. Zwei seiner Schützlinge waren unter anderem Michael Ballack und Rico Steinmann. Danach heuerte Müller Ende November 2000 für sieben Monate als Coach beim VFB Chemnitz an und schaffte den Klassenerhalt in der Oberliga.

Im Oktober 2002 zog es ihn wieder auf die Trainerbank des CFC zurück. Dank seiner Arbeit bewahrte er die Chemnitzer vor dem Abstieg in die vierte Liga, überwarf sich aber mit Rico Steinmann, der mittlerweile im Management des sächsischen Vereins arbeitete.

Müller musste nach der Saison gehen und fand 2004 eine neue Aufgabe in der Schweiz beim Erstligisten FC Will 1900. Mit den Eidgenossen wurde er Schweizer Cupsieger, vor dem Abstieg konnte er das Team aber nicht bewahren. Im Dezember 2005 war Müller erneut in der Heimat angekommen und stand bis April 2007 an der Seitenlinie der "Himmelblauen".

Initiator des Eastside Fußballcamps

Nachhaltig bleibt Joachim Müllers Engagement für Fußballferienlager. 1996 gründete er das Eastside Fußballcamp, in dem er und seine Mitstreiter Spielern die Möglichkeit geben, ihren Sport auszuleben und ihre Qualitäten zu beweisen. 2021 gab Müller den Staffelstab an seinen Nachfolger Thomas Wels weiter.

jmd

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sachsenspiegel | 15. Juli 2022 | 19:00 Uhr

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