Fußball | Regionalliga Nordost "In Probleme geraten" - Wacker-Präsident Kleofas gesteht finanzielle Schieflage

Wacker Nordhausen ist in finanziellen Schwierigkeiten. Die Spieler des Regionalligisten warten seit zwei Monaten auf ihre Gehälter und Prämien. Womöglich droht den Thüringern sogar die Insolvenz. Zunächst bestätigte Cheftrainer Heiko Scholz dem MDR die Probleme. Am späten Nachmittag gestand dann auch Vereinspräsident Nico Kleofas die Schieflage ein und ließ mitteilen, er sei "rund um die Uhr" damit beschäftigt, "diese Situation zu entschärfen".

Nico Kleofas wütend
FSV-Präsident Nico Kleofas meldete sich am späten Freitagnachmittag zu Wort. Bildrechte: Karina Heßland-Wissel


Wie die "Bild" am Freitag (29. November) zunächst berichtete, warten die Wacker-Profis mittlerweile auf zwei Monatsgehälter und ihre Prämien. Darüber hinaus sei ein Gehalt zuvor bereits verspätet gezahlt worden.

Ein Spieler, der nicht namentlich genannt werden wollte, wurde zitiert: "Wir bekommen keine Begründung und werden uns jetzt zusammensetzen, wie es für uns Spieler weitergeht. Natürlich denkt man auch an das Thema Insolvenz." Wenn drei Gehälter in Folge nicht bezahlt wurden, können Spieler ihre Verträge auflösen.

Kleofas: Problematik offen kommuniziert

Am späten Freitagnachmittag meldete sich dann auch Vereinspräsident Nico Kleofas zu Wort. Es sei kein Geheimnis, dass "wir im November in Probleme geraten sind. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Fakt ist, ich bin rund um die Uhr damit beschäftigt, diese Situation zu entschärfen, um endlich Ruhe in dieses Thema zu bekommen", ließ Kleofas über Wackers Pressestelle übermitteln.

Er erklärte außerdem: "Mit dem Verein, Trainern und Spielern des FSV Wacker 90 Nordhausen habe ich offen über die Problematik kommuniziert. Ich wünsche mir, dass wir uns nun auf das Spiel am Sonntag konzentrieren und hoffe für uns, dass sich die vom Trainer angesprochenen Sorgenfalten zeitnah wieder glätten. Zum einen mit drei Punkten am Sonntag und natürlich dem Erfolg meiner Arbeit."

Trainer Heiko Scholz
Nordhausens Cheftrainer Heiko Scholz. Bildrechte: imago images/Picture Point

Scholz: Sorgenfalten vor Weihnachten

Wacker-Trainer Heiko Scholz hatte dem MDR bereits am Freitagvormittag (29. November) offenbart: "Wir haben ein paar Sorgenfalten. Das ist jetzt nicht einfach, wenn man eine Durststrecke hat. Vor Weihnachten ist das immer blöd, aber da müssen wir durch und den Kopf für Fußball freibekommen." Der Coach erklärte weiter: "Unsere Verantwortlichen arbeiten Tag und Nacht daran und ich gehe davon aus, dass sie das hinbekommen."

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mkö

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. Dezember 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. November 2019, 17:54 Uhr

31 Kommentare

SitBull vor 1 Wochen

Keine Schadenfreude! Wenn es in Thüringen so weiter läuft, verliert man Fans und Talente an andere Vereine. Wünsche mir professionelle Strukturen für Jugendausbildung und Vereine.

Chili Palmer vor 1 Wochen

Puh! Was beobachtest du eigentlich aufmerksam? Die aktuelle RLNO kann es zumindest nicht sein. Das einzige Problem, das Wacker NDH hat, ist Gehälter zahlen und das ist kein sportliches. Wie Lok spielt, lasse ich mir besser von den Trainern unserer jeweiligen Gegner auf den Pressekonferenzen nach dem Spiel erzählen. Wenn du ausdrücken möchtest, dass bspw. Babelsberg aufgrund seines spielerischen Vermögens derzeit zu Unrecht unten steht, dann schreib es auch so. Der BFC (ich nehme mal an, es handelt sich um diesen, denn mit Verweis auf den Zeitstempel deines Beitrages wäre es dann eher vorgestern und nicht gestern gewesen) hat nun lediglich nur davon profitiert, dass in den Küchen der Nordhäuser Spieler umständehalber gerade Bruder Schmalhans Chef ist.

deep purple vor 1 Wochen

Ist doch nichts neues,wenn vollkommen unangemessene gehälter gezahlt werden. Aber nach dem neuen Stadion schreien und dass bei 650 Fans. Gut Mal nach Lichtenberg Etat 250t wie das geht. Ich vermisse euch nicht