Fußball | Regionalliga Nordost Carl Zeiss Jena punktet in der Nachspielzeit gegen Lok Leipzig

3. Spieltag

Lange sah es so aus, als würde Carl Zeiss Jena gegen phasenweise souverän aufspielende Gäste aus Leipzig leer ausgehen. Doch dann schlug die Stunde von Vasileios Dedidis, der erstmals in der Regionalliga ein Tor bejubeln durfte.

Drei Fußballer von Lok Leipzig sitzen traurig auf dem Rasen. 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten Sa 29.08.2020 16:30Uhr 02:05 min

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Im Traditionsduell Carl Zeiss Jena gegen den 1. FC Lok Leipzig hat es am Samstag (29.08.2020) keinen Sieger gegeben. Beim 1:1 (0:0) sah es vor 1.256 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld lange so aus, als würde Lok-Mittelfeldmann Paul Schinke zum Spieler des Spiels avancieren. Sein Tor hatte die Sachsen in der 55. Minute in Führung gebracht. Beinahe hätte Schinke sogar auf 2:0 erhöht, doch sein Schuss von links in Robben-Manier klatschte an die Querlatte (80.).

Torschütze Paul Schinke Leipzig jubelt über sein Tor zum 1:0 für Leipzig.
Das 1:0 von Paul Schinke sah lange wie das entscheidende Tor aus. Bildrechte: IMAGO/Christoph Worsch

Chancen auf beiden Seiten

Schon in Halbzeit eins gab es Großchancen auf beiden Seiten. So hätte Sascha Pfeffer schon früher für die Lok-Führung sorgen können, doch sein Lupfer über Jena-Torwart Lukas Sedlak landete auf dem Tornetz (23.). Auf der anderen Seite lief Niclas Fiedler, der nach 19 Minuten für den verletzten Maximilian Oesterhelweg ins Spiel kam, auf Lok-Torwart Jannes Tasche zu, doch dem 22-Jährigen versagten im Eins-gegen-eins die Nerven (32.). Die bis dahin beste Chance zum Ausgleich hatte FCC-Sturmspitze Pasqual Verkamp, der eine punktgenaue Eingabe von links aber kläglich am Tor vorbei setzte (57.).

Dedidis setzt entscheidend nach

Jena ließ sich dadurch nicht verunsichern und steckte bis zum Schluss nicht auf. In der Nachspielzeit schlug dann die Stunde von Vasileios Dedidis, der nach einem Schuss von René Eckardt nachsetzte und souverän zum nicht unverdienten 1:1 einschob (90.+2). Es war sein erster Regionalliga-Treffer. "Ich freue mich über jedes Tor. Ich war vier Wochen verletzt, aber mein Motto ist: Immer weitermachen", sagte er nach Abpfiff.

Theodor Bergmann (Jena) gegen Damir Mehmedovic (Lok Leipzig)
Carl Zeiss Jena und Lok Leipzig haben sich am Samstag 1:1 getrennt. Bildrechte: Karina Hessland-Wissel

Das sagten die Trainer

Dirk Kunert (Jena): "Auch wenn wir in der 92. Minute das 1:1 machen, sind wir enttäuscht. Der Aufwand, den wir als Verein betreiben, steht in keinem Verhältnis zu dem, was wir an Punkten haben. Wir haben heute sehr gut angefangen, waren mutig und frech. Das Gegentor machen wir quasi selbst. Wir hatten genügend Chancen und haben nicht viel zugelassen. Durch das Gegentor haben wir uns aber selbst in Bedrängnis gebracht."

Almedin Civa (Lok Leipzig): "Jena hat am Anfang unheimlich gedrückt und hat den Schwung auch die ersten 20 Minuten mitgenommen, wo wir sehr große Probleme hatten. Was wir dann gut gemacht haben, war, dass Jena keine hundertprozentige Chance bekommen hat, sondern immer nur gefährlich war. Danach haben wir auch besser gespielt. In der zweiten Halbzeit fangen wir gut an und machen auch das Tor. Der Gegner hat dann Chancen gehabt, wo wir Glück hatten. Und dann war es eigentlich vorbei und wir bekommen das Tor."

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Videos aus der Regionalliga

Pressekonferenz des Chemnitzer FC
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Sehen Sie hier die Pressekonferenz von Fußball-Drittligist Chemnitzer FC zum Insolvenzplan. Mit dabei waren Vorstandschefin Romy Polster und der Insolvenzanwalt Oliver Junghaenel.

Mo 26.10.2020 18:03Uhr 30:19 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-insolvenzplan-chemnitzer-fc-pressekonferenz-romy-polster-oliver-junghaenel-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 29. August 2020 | 16:30 Uhr

25 Kommentare

Feldspieler vor 8 Wochen

So ist es! Bei der Loksche sieht man schon die neue Spielidee und na klar, dass klappt alles noch nicht 100%ig. Es fehlen eingespielte Laufwege und Verständnis in der neuen Mannschaft. Verstärkungen werden noch kommen ( müssen). Was Sorge macht, ist die Offensive. Nattermann muss sich steigern! Aber trotzdem, Tendenz beim FCL geht nach oben...💙💛

Erich B. vor 8 Wochen

Mal ein Wort zu Lok: Sie haben dort wie es scheint in der kurzen Sommerpause vieles richtig gemacht. Nach Absturz sieht es nicht aus; ein guter Mittelfeldplatz scheint drin. Das Wort "Blamage" im Blick auf den Pokal-k.o. in Eilenburg sollte gestrichen werden - es war ein (unbedingt nötiges) Vorbereitungsspiel unter Wettkampfbedingungen.

MikeS vor 8 Wochen

Ich weiß nicht, was manche Jena-Anhänger sich so für die Saison gedacht haben. Sofortiger Wiederaufstieg? Oben mitspielen? Die Truppe ist überwiegend sehr jung und dynamisch und hat durchaus Potential. Für einen guten Mitelfeldplatz reicht das in jedem Fall. Alles andere wäre Augenwischerei. Man sollte die Jungs mal 2 Jahre in Ruhe spielen lassen, dann hat man eine vernünftige Qualität für den Blick nach oben. Niemandem, hätte es genützt, jetzt wieder Geld rauszuhauen für ein paar Söldner, die beim Scheitern der Mission wieder abhauen (siehe LOK).Man muss pespektivich schauen, wer aus dieser Truppe in 2 Jahren soweit ist und dann sich gesund verstärken. Aber dann darf man auch kein abgehalfterten EX-Profis kaufen, da muss strategische Qualität her (siehe Union Berlin oder Wismut Aue)!