Uwe Bauch und Andreas Georgi (Chemnitzer FC)
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Fußball | Regionalliga Siemon rät Bauch und Georgi zum Rücktritt

Uwe Bauch und Andreas Georgi dürfen wieder den VIP-Bereich des Chemnitzer FC betreten. Nach dem überraschenden Gerichtsurteil sieht Insolvenzverwalter Klaus Siemon ein erfolgreiches Insolvenzverfahren gefährdet. Er rät Bauch und Georgi dringend zum Rücktritt.

Uwe Bauch und Andreas Georgi (Chemnitzer FC)
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Nach dem Urteil des Chemnitzer Landgerichtes spitzt sich die Lage beim Chemnitzer FC weiter zu. Der Richter hatte dem Einspruch des Aufsichtsratsvorsitzenden Uwe Bauch und des Vorstandsvorsitzenden Andreas Georgi teilweise stattgegeben. Demnach dürften sich beide u.a. wieder im VIP-Bereich aufhalten. Insolvenzverwalter Klaus Siemon sieht mit diesem Urteil das Insolvenzverfahren gefährdet. Er hatte Bauch und Georgi im Juli Hausverbot erteilt, weil beide im operativen Geschäft nicht mit ihm an einem Strang gezogen hätten.

Klaus Siemon 4 min
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Di 18.09.2018 17:22Uhr 04:16 min

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Ich empfehle den beiden Herren Bauch und Georgi dringend, von ihren Ämtern zurück zu treten, denn eine Schließung des Spiel- und Geschäftsbetriebes ist nicht ausgeschlossen.

Klaus Siemon

Siemon: CFC mit Bauch und Georgi nicht sanierungsfähig

Zur neuen Entwicklung sagte Siemon: "Im VIP-Bereich werden 2,5 Millionen Euro Einnahmen verantwortet. Wir waren auf einem guten Weg. Es bleibt jetzt abzuwarten, wie die Gläubiger die Sachlage bewerten. Ich empfehle den beiden Herren Bauch und Georgi dringend, von ihren Ämtern zurück zu treten, denn eine Schließung des Spiel- und Geschäftsbetriebes ist nicht ausgeschlossen. Mit Bauch und Georgi ist der Chemnitzer FC nicht sanierungsfähig, aber auch das müssen die Gläubiger jetzt bewerten", sagte Siemon "Sport im Osten". Offenbar sieht der Insolvenzverwalter keine Grundlage für eine Zusammenarbeit mit Bauch und Georgi. Genaue Details nannte Siemon nicht.

Im Bild v.l.: Sportdirektor Thomas Sobotzik ( Chemnitzer FC), Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Klaus Siemon auf der Tribüne.
V.l. Sportdirektor Thomas Sobotzik ( Chemnitzer FC), Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Klaus Siemon Bildrechte: imago/Picture Point LE

Entscheidend sei nun, wie sich die Gläubiger auf der Versammlung am 26. September verhalten. Einige hätten sich laut Siemon bereits am vergangenen Wochenende mit Ministerpräsident Michael Kretschmer unterhalten. Es gehe um eine Ausgliederung. "Ich muss mit den Gläubigern reden, es könnte jetzt sein, dass sie unter diesen neuen Umständen nicht bereit sind, dieses Risiko zu tragen." Gegen das Urteil des Landgerichtes will Siemon alle Rechtsmittel ergreifen. "Aber das wird Wochen dauern und am 26. ist bereits die Gläubigerversammlung."

Georgi: "Es geht nicht um Personen"

Vorstandschef Andreas Georgi wollte sich zu den Rücktrittsforderungen von Siemon nicht äußern. Dem MDR sagte er: "Wir, Uwe Bauch und ich, wollen keine mediale Auseinandersetzung. Es geht um den Verein, den Chemnitzer FC, nicht um Personen."

Andreas Georgi Vorstandsvorsitzender CFC
Andreas Georgi, Vorstandsvorsitzender des CFC Bildrechte: IMAGO

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 18. September 2018 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. September 2018, 17:37 Uhr

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73 Kommentare

20.09.2018 12:41 Chemiker 73

@71 lunatic, hast vollkommen recht, konnte aber Unwahrheiten nicht so stehen lassen.
Übrigens sehr gute Beiträge @69 und 71

20.09.2018 12:14 Chili Palmer 72

Hui, wie ordnet man renitentes Geschreibsel aus dem Unterholz?
@C******r: Anpackende Klientel gibt es auch anderswo. Aber wenn du eure Aufbauarbeit als Montranz glorifizierst, muss der guten Ordnung halber darauf hingewiesen werden, welche Umstände diesen Weg eben auch begleitet haben. Ob du es glaubst oder nicht spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Falls du Zahlen erfahren möchtest, stöber die Geschäftsberichte aus der betreffenden Zeit durch oder lass es und glaube weiterhin, was dir beliebt.
Edit: Meintest du mit bundesweiter Aufmerksamkeit den Galaauftritt von Fräulein Scharf? Klarer Punktsieg für blaugelb....;-)

@lunatic: Du hast recht und von meiner Seite beende ich das Unterthema hiermit.

20.09.2018 10:06 lunatic 71

@#66 Dieter Krauße: Dass ein Saisonetat im Vorfeld komplett in Geld vorhanden ist, damit können nur die wenigsten Vereine aufwarten, ganz unabhängig von einer Insolvenz. Richtig ist aber, dass gerade bei einem insolventen Verein der Saisonetat mit Zusagen von Sponsoren und realistischen Einnahmekalkulationen aus Eintrittsgeldern usw. gedeckt sein sollte. Dass auch das nicht der Fall zu sein scheint, macht mir Angst. Gerade aus dem Grund bietet eine GmbH ganz gute Möglichkeiten für potentielle Investoren, hier einzusteigen und in kurzer Zeit die Etatlücke zu schließen. Die sagen dann auch zum großen Teil, wo's lang geht- so isses Geschäft. Muss man nicht mögen, aber viel schlimmer als bis zur Insolvenz kann’s ja für den CFC kaum kommen...

An die FC Sachsen/Chemiker-Streithähne: bitte beim Thema bleiben! Alles andere nervt! Danke!

20.09.2018 09:03 Chemiker 70

@56, @65 Chili Palmer, ein bisschen Pleite vor Insolvenzeröffnung ist gut, sehr witzig. Dass eine Pleite der Grund für eine Insolvenz ist, dürfte Dir entgangen sein.
Sicher hast Du großen Ärger darüber, dass tolle Fans mit viel Einsatz und Leidenschaft Chemie von der 11. Liga wieder nach vorn gebracht haben und Chemie sogar bundesweit für Aufsehen gesorgt hat (siehe DFB-Pokal). Aber da Du ja scheinbar über ein absolutes Insiderwissen verfügst, bitte ich um Information, wann und wie viel Chemie an den FC Sachsen Betriebskosten zahlen sollte. Ich bin gespannt und warte.

19.09.2018 23:18 lunatic 69

Schaut mal zu einem anderen Bundesligisten in der Stadt (2. BL ProA)! - wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb der 1. Mannschaft vor ca. 10 Jahren in eine Kapitalgesellschaft (GmbH) ausgegliedert. Läuft! Für den insolventen CFC ein gangbarer Weg - im übrigen leider mittlerweile völlig normal im Profisport(=Geschäft), wo man ja wieder hinwill. Man darf sich auch nix vormachen. Die Gläubigerversammlung wird über die Zukunft des Vereins entscheiden, und die werden das Sanierungskonzept nur mittragen, wenn dauerhaft professionelle Strukturen sichergestellt sind. Wenn dabei die von den Mitgliedern gewählten Ehrenamtler Bauch und Georgi auf der Strecke bleiben müssen, ist das bedauerlich, aber vielleicht nötig. Das mediale Kasperletheater und die fragwürdigen Methoden des Insolvenzverwalters haben natürlich absolut verheerende Außenwirkung für den Verein, aber da schenken sich beide Seiten wohl nichts, der eine über den mdr, die anderen über tag24... Schlimm!

19.09.2018 21:40 Chemiker 68

Meinte natürlich @65.

19.09.2018 21:37 Chemiker 67

@63 C.P., wenn einem die Argumente ausgehen, wird man halt beleidigend, ist nicht mein Niveau. Von Geschichtsglaettung schwafeln und FC Sachsen und den Witzverein SGLL durcheinander bringen, ganz großes Kino.
Ich kann übrigens auch manche und manches nicht leiden, behalte ich aber für mich.

19.09.2018 21:03 Dieter Krauße 66

Als Außenstehender kann ich die internen Probleme des Vereins nicht beurteilen. Aber was ich sehr verwunderlich finde ist das der Insolvenzverwalter die Pläne der Privatisierung des Vereins öffentlich macht und so die Gläubiger unter Druck setzt dem zuzustimmen. Gleichzeitig wird schon wieder von 2. Und 1. Liga gesprochen. Ein neuer Bus soll auf Kredit gekauft werden. Und dabei ist der Etat für das laufende Spieljahr noch nicht einmal gedeckt. Bei so viel Größenwahn können einem eigentlich nur die richtigen Fans des CFC leidtun die letztendlich auf der Strecke bleiben.

19.09.2018 17:50 Chili Palmer 65

@63 Unfug! Rußchamtz fällt in etwa in die Kategorie Karl-Marx-Stadt, mit der die Fans des Chemnitzer FC langmütiger umgehen können, als mit dem Sermon, welchen du und beispielsweise @C*****schwein hier ablassen.
Da wundert es auch nicht, dass du auf Kosten des FCS oder der SGLL, die ich auch bloß nicht leiden kann, hier infam versuchst, Geschichtsglättung zu betreiben. I.d.S.: Niemend (so doof) wie wir! Ne?

19.09.2018 15:36 Mark 64

Warum bekommt Herr Georgi und Herr Bauch eigentlich keine Sprechzeit in Form eines Interviews im MDR?