Fußball | Regionalliga Nordost Lok Leipzig will Drittliga-Lizenz

Noch ruht der Spielbetrieb in der Regionalliga Nordost. Beim Tabellensechsten Lok Leipzig denkt man aber bereits über die Saison hinaus: Der Verein will die Lizenz für die 3. Liga beantragen.

Kameramann mit Kameraleibchen und Mundschutz 3. Liga beim Spiel Lok Leipzig gegen SC Verl.
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Als Tabellensechster der Fußball-Regionalliga Nordost hat Lok Leipzig schon 14 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Viktoria Berlin. Dennoch wollen die Probstheidaer die Drittliga-Lizenz beantragen.

Mieth: "Optionen offen halten"

Geschäftsführer Martin Mieth Geschäftsführer Lok Leipzig
Mieth: "Immer nach oben orientieren" Bildrechte: imago/Picture Point

"Es ist unsere Pflicht, die Option offen zu halten", erklärte Lok-Geschäftsführer Martin Mieth dem "Sportbuzzer" am Samstag (02.01.2021). "Grundsätzlich wollen wir uns immer nach oben orientieren, neue Visionen entwickeln." Der Antrag soll Anfang März beim Deutschen Fußball-Bund eingereicht werden. Mit dem Lizenzantrag sind Kosten von mehreren Tausend Euro u.a. für Rechtsanwälte und Steuerprüfer verbunden.

Aktuell ruht der Spielbetrieb noch in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Frühestens im Februar soll in der Nordost-Staffel wieder gekickt werden. Beim Nordostdeutschen Fußballverband will am 13. Januar in der Arbeitsgruppe "Fortführung Spielbetrieb" über weitere Schritte beraten. Lok, das in der vergangenen Saison den Drittliga-Aufstieg gegen den SC Verl verpasst hatte, favorisiert wie andere Regionalligisten eine Saisonfortsetzung im Playoff-Modus.

Experte Lindemann: Hoffentlich nicht der grüne Tisch

Fußball-Experte Lutz Lindemann warnt jedoch vor einer möglichen Wettbewerbsverzerrung, wenn es in der Regionalliga im Playoff-Modus weitergeht. Im "Sport-im-Osten"-Talk am Freitag (01.01.2020) sagte der frühere Geschäftsführer bei Carl Zeiss Jena und Sportliche Leister beim Halleschen FC, Ziel sollte sein, dass mindestens zwei Drittel der Saison gespielt seien. "Man sollte so lange Spiele austragen wie möglich. So wäre es gerecht. hoffe nicht, dass sie gar nicht mehr spielen und dass am Ende jemand am grünen Tisch oder durch Playoffs aufsteigt", erklärte Lindemann und fügte hinzu: "Wenn am Ende zwei Drittel gespielt sind, kann man sich einigen. Ich hoffe, dass es im Februar weitergeht." Aktuell sind 13. Von 38. Spieltagen absolviert.

dpa/dh

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 02. Januar 2021 | 19:30 Uhr

18 Kommentare

heRBert vor 47 Wochen

Feldspieler: "Mich stört deine Abwertung der anderen Leipziger Vereine, so wäre immer nur populär, wer gerade Erfolg hat."
Hast du schon mal die Kommentare gelesen, die von manchen Leuten zu RB abgegeben werden? Sinnlos, abwertend, aggressiv, bauernschlau, usw..
Kannst du in jedem Beitrag über RB verfolgen. Anscheinend interessiert die ihr eigener Verein garnicht. RB ist viiieeeel interessanter.

Feldspieler vor 47 Wochen

Ja, seit 2009 hat sich etwas geändert. Na und? Für Fans anderer Vereine hat sich - bezogen auf ihre Vereine - nicht soviel geändert. Sport funktioniert nicht wie Wirtschaft, auch wenn das die RB-Gläubiger Herbst hätten. Wenn Chemiker und Lokfans etwas erfahren haben, dass sich Zeiten ändern und Erfolge vergänglich sind. Das wird auch bei RB nicht anders sein... also meinetwegen kann RB auch zukünftig in einer intergalaktischen Superliga spielen. Es gibt auch andere Entwicklungen im Fußball: die Abkehr vom Kommerz und zwar Europaweit -Schwerpunkt England, wo viele Fans ihren alten Vereine längst den Rücken gekehrt haben - mir Spaß und Freude dabei!

Chili Palmer vor 47 Wochen

Hä, ich steige da nicht durch? Musst du dabei nicht selber lachen? Der Leipziger Fußball ist durch ein extern platziertes Investment nahezu bedeutungslos geworden.