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Fans im Bruno-Plache-Stadion von Lok Leipzig Bildrechte: IMAGO/Picture Point

Fußball | RegionalligaBerufung erfolgreich: Lok Leipzig kann mit Heimfans ins Derby gegen Chemie

Stand: 02. Oktober 2022, 18:02 Uhr

Der 1. FC Lok Leipzig kann doch mit Zuschauern das wichtige Stadt-Duell gegen die BSG Chemie Leipzig im Oktober bestreiten. Der Fußball-Regionalligist ging erfolgreich gegen ein NOFV-Urteil in Berufung.

Fußball-Regionalligist 1. FC Lok Leipzig hat erfolgreich Berufung gegen ein Urteil des NOFV eingelegt und kann im Ortsderby gegen die BSG Chemie Leipzig doch vor Zuschauern antreten. Das gab der Klub aus Probstheida am Sonntag bekannt.

Der Vorverkauf für die Begegnung am 16. Oktober (16:00 Uhr) beginnt bereits am Sonntagabend (02.10.2022) um 18:00 Uhr. Im Sachsenpokal zuletzt hatte sich Lok bei Chemie im Elfmeterschießen durchsetzen können.

Das Verbandsgericht hatte den Verein nach Vorkommnissen beim Stadtduell am 7. Mai bei der BSG Chemie Leipzig bestraft. Der Klub muss nun eine Geldstrafe von 8.000 statt 7.000 Euro bezahlen, davon können 2.600 für eine noch zu installierende hochauflösende Videoüberwachungsanlage im Bruno-Plache-Stadion verwendet werden. Diese ist ab der 3. Liga ohnehin Pflicht.

Die mit Urteil des NOFV-Sportgerichts vom 10.01.2022 verhängte Bewährungszeit wird bis zum 30.06.2023 verlängert. Darüber hinaus wird der 1. FC Lok die Stelle eines Beauftragten für Fans, Vielfalt und Toleranz schaffen und bis zum 30.06.2023 besetzen.

"War ein hartes Stück Arbeit"

Lok-Geschäftsführer Martin Mieth sagte: "Ich freue mich, dass unsere Berufung gegen das Urteil des Sportgerichts erfolgreich war und das Verbandsgericht unserer Argumentation gefolgt ist. Es war ein hartes Stück Arbeit, die sich jedoch gelohnt hat. Wir werden nun die Umsetzung der Auflagen weiter forcieren. Es liegt nun an uns allen, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Der Verein steht über allem, danach müssen wir alle handeln." Ohne Zuschauereinnahmen aus dem Spiel des Jahres wären den Blau-Gelben bis zu 100.000 Euro entgangen.

Auch Chemie droht Geisterspiel gegen Lok

Die Geldstrafe für Chemie betrug 8.000 Euro. Die Leutzscher kamen ansonsten mit Bewährung davon: Ihnen droht bei einem "schwerwiegenden Wiederholungsfall" bis zum 30. Juni 2023 ein Geister-Heimspiel gegen Lok. Auch die BSG kündigte an, das Urteil anfechten zu wollen.

Bei der Partie im Mai hatten Lok-Anhänger mit Leuchtraketen für eine Spielunterbrechung von fast 17 Minuten gesorgt. Fans der Grün-Weißen leisteten sich körperliche Auseinandersetzungen mit der Polizei, mehrere Personen waren dabei verletzt worden.

red

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 02. Oktober 2022 | 21:45 Uhr