Fußball | Regionalliga Nordost Ergebniskrise und Personalsorgen: Lok Leipzig empfängt TeBe mit gemischten Gefühlen

10. Spieltag

Seit nunmehr vier Partien wartet der 1. FC Lok Leipzig auf seinen nächsten Regionalliga-Dreier. Vor allem die verletzungsgebeutelte Abwehr und die mangelhafte Chancenverwertung bereiten den Blau-Gelben Sorgen. Vor heimischer Kulisse gegen Tennis Borussia Berlin (Freitag, 19 Uhr im Livestream auf sport-im-osten.de und in der SpiO-App) ruhen die Hoffnungen deshalb auch auf einem Rückkehrer.

Trainer Almedin Civa, Lok Leipzig
Bildrechte: imago images/Picture Point

Premiere im Bruno-Plache-Stadion. Noch nie zuvor duellierten sich der 1. FC Lok Leipzig und Tennis Borussia Berlin in einem Pflichtspiel. Am Freitag ist es unter Flutlicht nun soweit. Auch wenn der Vorjahresmeister gegen den Aufsteiger auf dem Papier der Favorit ist – unterschätzen darf man den Gegner nicht.

Civa: "Keine dummen Tore kassieren"

"Wenn man sieht, wer alles auf dem Platz steht, sind sie für mich kein Aufsteiger", warnte Lok-Trainer Almedin Civa. Mit Markus Zschiesche verfügt TeBe über einen "jungen und ehrgeizigen Trainer, der die Regionalliga in- und auswendig kennt. Wir müssen unser Spiel machen, keine dummen Tore kassieren und unsere Chancen nutzen", erklärte der 48-Jährige, der von 1991 bis 1996 selbst als Spieler für TeBe auflief.

Mangelhafte Chancenverwertung

Wohl wahr. In den vergangenen Auftritten ging der Matchplan nur unzureichend auf. Nach gutem Saisonstart warten die Probstheidaer mittlerweile seit vier Spielen auf das nächste Erfolgserlebnis in der Regionalliga. Drei Unentschieden in Folge und eine herbe 0:5-Klatsche gegen Altglienicke haben die Anfangseuphorie erst einmal zum Erliegen gebracht. Auch am vergangenen Sonntag mühte man sich im Landespokal gegen Sachsenligist Dresden Laubegast lange, ehe ein knapper 1:0-Sieg auf der Anzeigetafel stand. "Einsatz und Wille war da", unterstrich Civa, nur die Chancenverwertung bereitet Sorge.  

Almedin Civa Trainer und Sportlicher Leiter Lok Leipzig
Lok-Trainer Almedin Civa hatte zuletzt weniger zum Lachen. Bildrechte: imago images/opokupix

Boayke: "Tore schießen und für die Mannschaft kämpfen" 

Dagegen Abhilfe soll auch ein Flügelflitzer schaffen. Mit Neuzugang Gabriel Boakye weiß die "Loksche" einen pfeilschnellen Angreifer auf der rechten Außenbahn, der sein Können in dieser Saison schon aufblitzen ließ. "Ich kenne ihn bereits ein paar Jahre. Er kann im 1:1 seine Geschwindigkeit ausnutzen. Wenn er erst einmal durchkommt, ist es schwierig ihn aufzuhalten", lobte Civa den 22-jährigen Kanadier mit ghanaischen Wurzeln. Boakye selbst fühlt sich in seiner neuen fußballerischen Heimat pudelwohl, will nun "mehr Tore schießen, Vorlagen geben und für die Mannschaft kämpfen."  

Gabriel Boakye (19, Lok) und Tobias Francisco (31, Luckenwalde)
Neuzugang Gabriel Boakye im Duell mit Luckenwaldes Tobas Francisco. (Archiv) Bildrechte: Picture Point

Berger, Eglseder und Salewski fehlen – Mehmedovic vor Comeback

Jüngst zu kämpfen hatte auch der Defensivverbund der Blau-Gelben – und zwar mit Personalsorgen. Nach den Verletzungen von Robert Berger (Innenbandriss) und Mike Eglseder (Trümmerbruch im rechten Fuß) fällt nun auch Maik Salewski (Gelbsperre) aus. So ruhen die Hoffnungen auf Damir Mehmedovic, der nach seiner Oberschenkelzerrung vor seinem Comeback steht. Er hat 17 Tage gefehlt und nun das Abschlusstraining mitgemacht, erklärte Civa. Umso wichtiger, dass er am Freitag wieder auf dem Feld steht, damit "nicht alles zusammenbricht."

jsc

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. Oktober 2020 | 16:30 Uhr

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