Fußball | Regionalliga Lok Leipzig reicht Lizenzunterlagen für 3. Liga ein

Auch wenn der Aufstieg nicht nur punktetechnisch schwer zu realisieren scheint, hat der 1. FC Lok Leipzig die Lizenzunterlagen für die 3. Liga eingereicht. Geschäftsführer Martin Mieth begründete die Entscheidung als einen "wichtigen Schritt zur Orientierung Richtung Profifußball".

Eckfahne Lok Leipzig
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Trotz der Ungewissheit über die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Regionalliga Nordost hat der 1. FC Lok Leipzig die Lizenzunterlagen für die 3. Liga eingereicht. Wie die Probstheidaer am Dienstag (2. März) bekanntgaben, wurden am Montag die notwendigen Dokumente beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) abgegeben. Der DFB hat den fristgerechten Eingang der Unterlagen "sowohl für den wirtschaftlichen als auch den technisch-organisatoren Teil" bestätigt.

"Die Beantragung der Lizenz für die 3. Liga für die Saison 2021/2022 ist ein wichtiger Schritt zur weiteren Orientierung Richtung Profifußball. Das waren sehr intensive Tage in den letzten Wochen für alle Beteiligten", erklärte Lok-Geschäftsführer Martin Mieth. Erste Nachfragen und Bescheide über etwaige Auflagen werden im Laufe der nächsten beiden Monate erwartet.

Djamal Ziane, Spieler des 1. FC Lokomotive Leipzig, sitzt enttäuscht am Pfosten eines Fußballtors.
In der vergangenen Saison schrammt Lok nur haarscharf am Aufstieg vorbei. Bildrechte: PICTURE POINT/S. Sonntag

Vorbereitung auf den "Tag X"

Lok Leipzig hatte erst in der vergangenen Saison den Aufstieg in die 3. Liga um Haaresbreite verpasst. In den Relegationsspielen gegen den SC Verl trennte man sich jeweils Unentschieden (2:2 / 1:1) und musste den Traum vom Aufstieg nur aufgrund der Auswärtstorregel begraben.

Thomas Löwe
Lok-Präsident Thomas Löwe Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

"Wir haben seit dem Absturz 2004 in Liga 11, gemeinsam einen langen, oft steinigen Weg zurückgelegt und unseren Verein stetig weiterentwickeln können. Jetzt ist es wichtig, dass wir in allen Bereichen unseres Vereins die Voraussetzungen dafür schaffen, wieder in eine deutsche Profiliga einzuziehen. Auf diesen Tag X wollen wir uns, wieder alle gemeinsam, vorbereiten und genau deshalb ist dieses Lizensierungsverfahren so wichtig", wird Lok-Präsident Thomas Löwe in der Vereinsmitteilung zitiert.

Aufstiegsplatz in weiter Ferne

In der laufenden Spielzeit genießt der Tabellenerste in der Regionalliga Nordost ein direktes Aufstiegsrecht. Aktuell thront Viktoria Berlin mit 33 Punkten und acht Zählern Vorsprung auf den Tabellenzweiten Altglienicke an der Spitze. Lok Leipzig reiht sich mit 19 Punkten auf Rang sechs ein. Wann die Regionalliga, die ihren Spielbetrieb seit November letzten Jahres aufgrund der Corona-Pandemie aussetzen muss, fortgesetzt wird, ist noch unklar. Geplant ist, die unterbrochene Hinrunde bis spätestens Juni zu beenden. Die Durchführung des kompletten Spielbetriebs mit Hin- und Rückrunde schloss der Nordostdeutsche Fußballverband aus.

Auch der FC Carl Zeiss Jena hatte Ende Februar die Lizenz für die 3. Liga beantragt. Daneben planen auch Fast-Aufsteiger Viktoria Berlin und die VSG Altglienicke die Lizenzunterlagen einzureichen. Der Chemnitzer FC hat sich bereits vor Wochen dagegen entschieden.

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jsc/pm

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Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Sportblock | 02. März 2021 | 12:40 Uhr

39 Kommentare

Hannchen vor 5 Wochen

Reisender, was soll das ? Es gibt durchaus eine Win-Win-Situation auch auf den Rängen, wenn beide von der Zusammenarbeit partizipieren. Warum soll man sich nicht unter uns Fans austauschen ? Krachti redet doch auch mit den RB-Verantwortlichen, da soll das neben dem Platz nicht funktionieren ? Das ist ewiggestrig !!!

Reisender vor 5 Wochen

Tja , wo sind denn da die vielen Versprechen hin, als man von „ Nachwuchs und die Talente aus dem Beitrittsgebiet entwickeln, damit sie nicht in den Westen gehen“ gefaselt hat?
Und falls Lok wirklich Ambitionen ( und vielleicht das nötige Kleingeld hätte) anmeldet, höher zu spielen, wären die ausgebildeten Spieler weg. Tolle win-win Situation.
Außerdem gibst doch noch International, Liefering , Salzburg und NY. Wozu brauch man dann noch einen 1.FC Lok? Markranstädt wäre doch auch frei🤭
@ Hannchen, verarschen kann ich mich selber, da brauch ich Dich nicht dazu.
So, und jetzt warte ich noch auf die Antwort vom Feldspieler.

Hannchen vor 5 Wochen

RB kann von Lok auch viel lernen. Man kann beispielsweise gemeinsame Fanabende durchführen und sich auf Ultraebene austauschen. Oder gemeinsame Fanfeste feiern. LOK in Liga 3, wir sind gern dabei !