Ryan Malone (11, Lok)
Bildrechte: imago/Picture Point

Fußball | Regionalliga Lok Leipzig scheitert an effektiver VSG Altglienicke

30. Spieltag

Am 30. Spieltag der Regionalliga Nordost hat der 1. FC Lok Leipzig eine bittere Niederlage einstecken müssen. Nach neun ungeschlagenen Partien vor heimischer Kulisse gab es für das Lisiewicz-Team eine 1:3 (1:1)-Niederlage gegen die VSG Altglienicke. Dabei zeigten die Sachsen vor allem im ersten Abschnitt ihr spielerisches Potenzial, verpassten aber ihre Führung weiter auszubauen. Die Gäste aus Berlin zeigten sich dagegen brutal effektiv.

Ryan Malone (11, Lok)
Bildrechte: imago/Picture Point

Steinborn bringt Lok in Führung

Zum Gründonnerstag musste Lok-Teamchef Björn Joppe auf die beiden an Grippe erkrankten Spieler Benjamin Kirsten und Nicky Adler verzichten. Für Stamm-Goalie Kirsten rutschte das 20-jährige Talent Lukas Wenzel zwischen die Pfosten. Auf dem Rasen ging es im „Bruno“ in den ersten Spielminuten eher ruhig zu. Lok Leipzig versuchte das Spiel zu kontrollieren und drückte die Gäste aus Berlin in ihre Hälfte. So richtig gefährlich wurde es vor dem Kasten von Dan Twardzik jedoch selten. Lediglich Sascha Pfeffer mit einem Freistoß aus 20 Metern und David Urban mit einem Kopfball scheiterten an der eigenen Abschlussgenauigkeit (11./15.). Erst nach einer halben Stunde war Schluss mit der spielerischen Magerkost. Nach einem schönen Seitenwechsel von Maximilian Pommer auf Matthias Steinborn nahm der Stürmer den Ball leichtfüßig mit und vollendete aus gut 15 Metern zur 1:0-Führung (31.). Diese hielt jedoch nicht lange. Die Gäste aus Altglienicke bekamen nach einem Foul von Robert Zickert an Christian Skoda einen Elfmeter zugesprochen. Der Gefoulte trat selbst an und schob humorlos zum schmeichelhaften 1:1 ein (41.). Das war zugleich die erste und einzige Chance der Gäste in der ersten Halbzeit.

Leipzig, 03.10.2018, Bruno-Plache-Stadion, Fußball, Herren, Regionalliga Nordost, 11. Spieltag , 1. FC Lokomotive Leipzig - Berliner AK 07 1:1 (1:0) , Im Bild: Mattias Steinborn (7, Lok)
Ganz wichtiger Mann bei Lok. Matthias Steinborn war auch heute wieder erfolgreich und traf zum 1:0 (31.)(Archiv) . Bildrechte: imago/Picture Point

Effektiv, effektiver, Altglienicke

Benjamin Förster
der Ex CFC-Spieler Benjamin Förster nutzte gleich zu Beginn der zweiten halbzeit eine Unachtsamkeit in der Lok-Abwehr und brachte seine Kicker auf die Siegerstraße (47.) (Archiv). Bildrechte: imago/Björn Draws

Und die Gäste aus blieben weiterhin erschreckend effektiv. Gleich mit dem ersten Angriff der zweiten Hälfte auf das Gehäuse von Lok-Keeper Wenzel gab es das überraschende 1:2 durch Benjamin Förster, der den Schlussmann mit seinem Kopfball-Lupfer keine Chance ließ (47.). Ab diesem Zeitpunkt zogen sich die Berliner zurück und überließen Lok fast das ganze Spielfeld. So richtig wussten die Sachsen aber nichts mit ihrer neu gewonnen Freiheit anzufangen und scheiterten oft an zu ungenauen Pass-Passagen und dem dicht gestaffelten Altglinicke-Bollwerk. Und es kam noch schlimmer für die Hausherren. Mit ihrer dritten Chance machte die VSG ihr drittes Tor. Dieses Mal nutzte Igli Cami einen Abwehrfehler der Sachsen aus und erhöhte den Rückstand des FCL auf 1:3 (70.).  Damit war der Deckelt drauf. Lok konnte sich nicht noch einmal aufrappeln und kassierte nach zuletzt neun erfolgreichen Heimauftritten die erste Niederlage.

Das sagten die Trainer

Andreas Zimmermann (Altglienicke): "So paradox kann Fußball sein. Wir haben zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Ich habe mein Jungs gesagt, dass wir Lok wenigstens einmal schocken müssen. In der 2. Halbzeit machen wir dann direkt das 2:1. Alles in allem machen wir aus 3,5 Chancen drei Tore."

Björn Joppe (Leipzig): "Das ist das erste Spiel, wo die Niedrlage wirklich wehtut. Wir hatten eine gute erste Halbzeit. Wir hätten aber höher führen müssen. Das 1:2 darf so natürlich nicht passieren. Das hat uns richtig aus dem Tritt gebracht. Es tut einfach weh weil wir nicht unbedingt die schlechtere Mansnchaft waren. Ab morgen konzentrieren wir uns nur noch auf das Sachsenpokal-Halbfinale gegen Chemnitz."

tw & as

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 20. April 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. April 2019, 22:48 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

4 Kommentare

19.04.2019 20:33 Micha Abg 4

@chemieschwein
Hast du eigentlich ne schule besucht?

18.04.2019 23:26 Kalle 3

Einer vermasselten Generalprobe folgt eine gelungene Premiere...so heißt das Sprichwort und hoffentlich auch die Realität am Mittwoch beim Pokalspiel.

Ansonsten hat man heute ein "Vorbereitungsspiel" auf die neue Saison verloren, mehr nicht.

Super wie die Zuschauer trotzdem ihre Mannschaft , nicht ausgepfiffen sondern, mit Beifall verabschiedet haben. Respekt!

18.04.2019 23:06 Chemieschwein 2

Was für eine Leistung. Kein Dampf mehr im Klo. Verlieren werdet ihr in Chemnitz!!!! Ihr könnt unseren Chemikern nicht das Wasser reichen und nä Saison nehmt euch in acht wenn Luckenwalde aufsteigt!

18.04.2019 21:50 Beobachter 1

Zu Hause gegen die Abstiegskandidaten Bautzen 0:0 und Altglienicke 1:3. Das sieht stark nach Wettbewerbsverzerrung aus! Die Wettquoten wären hier mal sehr interessant.