Fußball | Regionalliga Lok Leipzig vor Premiere im "Zoschke"

11. Spieltag

Noch nie in seiner langen Geschichte ist der 1. FC Lok Leipzig beim SV Lichtenberg 47 angetreten - das wird sich am Sonntag (13:30 Uhr, MDR-Livestream) ändern. Für Lok-Coach Almedin Civa wird es eine Reise in die Vergangenheit.

Matthias Steinborn 7, Lok beim Kopfball
Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

In der Vorsaison war das Duell SV Lichtenberg gegen Lok Leipzig in der Howoge-Arena "Hans Zoschke" nach dem Corona-bedingten Saisonabbruch ausgefallen, nun darf die "Loksche" endlich auch nach Lichtenberg dampfen (in Leipzig hatte es in der Hinrunde ein 2:2 gegeben). Da die Berliner bis zum Aufstieg in die Regionalliga vor gut einem Jahr nur unterklassig spielten, kam es in den Vorjahren zu keinen Aufeinandertreffen.

Lichtenberg mit guter Mischung aus Jung und Erfahren

Sehr gut in Lichtenberg kennt sich dagegen Almedin Civa aus. Der Lok-Trainer - viele Jahre u.a. beim SV Babelsberg und bei diversen Berliner Vereinen aktiv - war bereits als Spieler zu Gast im "Zoschke" und dann auch später als Coach. Von "Sport im Osten" angesprochen auf die 47er-Heimstätte, die nach einem NS-Widerstandskämpfer benannt ist, sprudelt es regelrecht heraus aus dem 48-Jährigen. "Das ist ein sehr schönes, altes Stadion, da kommt bei mir richtig Nostalgie auf", erzählt Civa.

Almedin Civa - SV Babelsberg
Almedin Civa in seiner letzten Saison als Spieler des SV Babelsberg. Bildrechte: imago sportfotodienst

Auch einige Lichtenberger Spieler kennt der gebürtige Bosnier gut. Mit Mittelfeldmann David Hollwitz spielte Civa in Babelsberg in seiner letzten Saison als Kicker 2011/2012 noch zusammen, dazu trainierte er später u.a. Nils Fiegen und Jonas Schmidt. "Lichtenberg hat eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern", erklärt der Leipziger Übungsleiter. Außerdem sei das Team ein eingeschworener Haufen, der nur schwer zu knacken sei.

Salewski nach Sperre zurück

Aber auch seine Jungs haben sich nach dem desaströsen 0:5 bei Altglienicke wieder gefangen und schossen zuletzt ihrerseits Tennis Borussia Berlin mit 4:0 ab. Bei zuvor acht niederlagenlosen Spielen müssen man seinem Team auch mal solch eine Leistung wie gegen Altglienicke zugestehen, erklärt Civa, da habe sie einfach einen miserablen Tag gehabt.

Gegen Lichtenberg stehen ihm bis auf die diversen Langzeitverletzten alle Spieler zur Verfügung. Zudem kehrt Maik Salewski nach Gelbsperre zurück, womit sich die Personalsituation etwas entspannt.

cdi

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ein Stadion aus der Luft
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ein Mann im Gespräch
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 25. Oktober 2020 | 15:30 Uhr

4 Kommentare

Lok vor 5 Wochen

Mittlerweile wird es sich zum Glück auch hier weitestgehend rumgesprochen haben, dass der Kollege Hannchen nur ein chemischer Troll ist.

Zum Bericht, ja Lichtenberg hatten wir auswärts noch nie, im Zoschke hatten wir allerdings schon ein Pflichtspiel, wenn auch noch als VfB Leipzig.

Hannchen vor 5 Wochen

Schon irgendwie deprimierend das wir als erfolgreichste und beliebteste Mannschaft des DDR-Fußballs nun bei solchen Gegnern, gegen die früher maximal Schämie spielen musste, antreten werden. Alles andere als ein überzeugender 5:0 Auswärtssieg wäre daher eine Enttäuschung. FUSSBALL-LEIPZIG-LOK !

Chili Palmer vor 5 Wochen

Ähm. Als unsere beispiellose Historie durch den VfB weitergeschrieben wurde, waren wir schon mal dort. Ich verlinke hier nichts, aber die relativ simple Recherchearbeit wurde im Lok-Forum bereits geleistet...