Fußball | Regionalliga "Festtag": Lok Leipzig und VfB Leipzig machen Fusion perfekt

Die Fusion des 1. FC Lokomotive Leipzig und des VfB Leipzig ist am Donnerstagabend (07.10.2021) auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung perfekt gemacht worden.

Eckfahne mit dem Wappen des 1. FC Lokomotive Leipzig
Lok Leipzig und der VfB Leipzig stehen kurz vor einer Fusion. (Themenbild) Bildrechte: dpa

Der Zusammenschluss zwischen Lok Leipzig und dem VfB Leipzig war schon lange geplant, nun wurde die Vereinigung auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beider Vereine auf der Haupttribüne des Bruno-Plache-Stadions perfekt gemacht.

Präsident Löwe: "Ein Festtag für uns"

"Es ist für uns ein Festtag", so Präsident Thomas Löwe zum MDR, "wir repräsentieren jetzt 128 Jahre Leipziger, deutsche und internationale Fußballgeschichte." Man lebe jetzt nicht mehr in der Tradition des VfB Leipzig, sondern sei der "erste deutsche Fußball-Meister".

Lok Leipzig bekommt einen Meisterstern

Durch die Fusion kommt es zum "Lückenschluss unserer Vereinshistorie", wie Geschäftsführer Alexander Voigt schon im Vorfeld erklärt hatte: "Was sowieso immer schon eins war, bekommt nun auch rechtliche Verbindlichkeit." Der Viertligist 1. FC Lok Leipzig würde laut Voigt nach dem erfolgten Zusammenschluss auch einen Meisterstern vom VfB Leipzig, der 1903 den ersten deutschen Meistertitel im Fußball und in den Jahren 1906 und 1913 noch zwei weitere gewonnen hatte, für sein Trikot übernehmen.

Namenszusatz: "Verein für Bewegungsspiele e.V."

Das Gründungsjahr des Vereins wurde auf 1893 verschoben, was den 128. Geburtstag in diesem November bedeutet. Auch der Name wurde geändert. So gibt es künftig den Namenszusatz "Verein für Bewegungsspiele e.V.", um zu zeigen, wo man eigentlich herkomme. Verwendet werden soll die Langfassung "1. FC Lokomotive Leipzig - Verein für Bewegungsspiele e.V." aber nur auf Briefköpfen, im Impressum oder in amtlichen Schreiben.

Stadionansicht mit Haupttribüne.
Blick in die Heimspielstätte des 1. FC Lok - Das Bruno-Plache-Stadion. (Archiv) Bildrechte: imago images/Picture Point

Ereignisreiche Historie

Die beiden Klubs blicken auf eine ereignisreiche Geschichte zurück. Ab 1966 lebte der VfB Leipzig zunächst als 1. FC Lok weiter, ehe nach der Wiedervereinigung wieder der alte Name angenommen wurde. Nach einer Insolvenz des VfB und der Einstellung des Spielbetriebs hatten Fans 2003 dann den 1. FC Lok neu gegründet. Nun wurde das langwierige Insolvenzverfahren des VfB abgeschlossen und der Weg für die Fusion ist frei.

(ten/sid/pm)

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Doch kein Auswärtsdreier für den FC Energie Cottbus in Chemnitz: Lukas Aigner trifft in der Regionalliga-Partie kurz vor Schluss (90.+5) für den Chemnitzer FC.

Mi 20.10.2021 21:08Uhr 00:59 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 07. Oktober 2021 | 21:45 Uhr

30 Kommentare

Hannchen vor 1 Wochen

Lokland hat es gestern Abend ja schon noch bei der Schafkopfrunde im Joseph-Pub mit Chili Palmer prophezeit. Das geht nach hinten lso. Mit VfB Lok Leipzig kann sich keiner identifizieren, entweder man erinnert sich an den VfB ( Tor 1-Zeiten, ach war das herrlich) oder an Lok. ( brav und gehorsam )

Dieser Mischmasch ist irgendwie kontraproduktiv.

Universum vor 1 Wochen

@Chemieschwein: Es hat schon alles seine Richtigkeit. Sonst würde der 1. FC Lok in wenigen Wochen nicht seinen Stern bekommen. Die Fußballwelt freut sich, wenn die Traditionslücke wieder geschlossen wird und in der Regionalliga wieder ein Deutscher Meister spielen wird. Nun auch offiziell.

Universum vor 1 Wochen

Hallo Wahlerfurter, natürlich war der VfB Vorgänger des 1. FC Lok. Nach 1945 wurden sämtliche (!!) Vereine in Deutschland aufgelöst. Auch der FC Bayern oder auch der 1. FC Kaiserslautern. Nur konnten sich diese Vereine später unter gleichem Namen neu gründen. In Leipzig gründeten ehemaligen VfBer die SG Probstheida. Und so war es ganz natürlich, dass 1991 aus dem 1. FC Lok wieder der VfB Leipzig wurde. Da hat der MDR schon richtig recherchiert.