Germania-Trainer Andreas Petersen nach dem Spiel inmitten seiner Spieler.
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Fußball | Regionalliga Petersen: "War sauber und werde immer sauber bleiben"

Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) ermittelt nach der Regionalliga-Partie zwischen dem SV Babelsberg und Germania Halberstadt wegen einer möglichen Spielmanipulation. Babelsbergs Trainer Almedin Civa hatte bei der Pressekonferenz nach dem Spiel am Freitag behauptet, zwei Spieler seien vor der Begegnung telefonisch zur Manipulation aufgerufen worden, ihnen sei Geld angeboten worden. Im Fokus steht dabei Germanias Sportdirektor Andreas Petersen. Der äußerte sich nun gegenüber dem MDR.

Germania-Trainer Andreas Petersen nach dem Spiel inmitten seiner Spieler.
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Germania-Sportdirektor Andreas Petersen: "Ein Jux"

Stephan Oberholz, Vorsitzender des NOFV-Sportgerichts, habe vom Präsidium den Auftrag erhalten, Ermittlungen in die Wege zu leiten. Es gebe den Anfangsverdacht einer unerlaubten Spielbeeinflussung. Beim Verband sei bereits im Vorfeld der Partie eine entsprechende Anzeige eingegangen. Deshalb sei der Spielbeobachter vor Ort angewiesen worden, Videoaufzeichnungen zu machen.

Halberstadts Sportdirektor Andreas Petersen bestätigte den "Potsdamer Neuesten Nachrichten", dass er u.a. den ehemaligen Germania-Akteur Tom Nattermann kontaktierte. Der Vater von Nationalspieler Nils Petersen sagte der Zeitung: "Man will den Gegner etwas locken, etwas verunsichern. Ein Jux." Dem MDR sagte Petersen am Sonntag: "Ich war 31 Jahre im Fußballgeschäft sauber und werde immer sauber bleiben. Ich werde mit einem Anwalt gegen die Schmutzkampagne des SV Babelsberg vorgehen."

Almedin Civa
Almedin Civa Bildrechte: IMAGO

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 02. Dezember 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 03. Dezember 2018, 22:47 Uhr

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31 Kommentare

04.12.2018 11:27 NullDreier 31

@Ost-Bürger (nehme mal an aus dem tiefsten Osten. Gibt es da eigentlich schon Internet?)

Sie haben anscheinend keine Ahnung von der ganzen Materie. Anders ist ihrer Kommentar nicht zu erklären.
Und was ein Sponsor damit zu tun hat, wissen sie anscheinend selbst nicht.

04.12.2018 09:05 Rolf r 30

Tatsächlich stehen Trainer und Spieler und auch ehemalige Mitspieler untereinander in Verbindung. Wenn man sich auch nicht mehr so oft sieht wie in Zeiten der Zusammenarbeit, so bricht der Kontakt doch relativ selten ganz ab. Gerade vor direkten Duellen erwärmen sich dann die Verhältnisse wieder. Man versucht sich anzustacheln oder auch die ein oder andere Info zu entlocken. Ich glaube Herrn Petersen, dass er es halb im Spaß gesagt hat. Es war trotzdem richtig, dass die Spieler es sofort gemeldet haben. Ein so erfahrener Funktionär sollte sich solch einen Fehler nicht erlauben. Man kann allerdings auch mehr draus machen als es letztendlich ist: Dummlaber unter Ex-Kollegen. Insofern: Geldstrafe für Petersen mit dem Hinweis Anrufe vor den Spielen zu unterlassen.

Herrn Goslar übrigens zum heiligen zu erklären ist absurd. In dem Spiel als AP die Sicherungen durchgebrannt sind, forderte Goslar seine Spieler mehrfach auf „Ihn wegzuhauen“, damit meinte er häufig den Gegenspieler.

04.12.2018 03:56 Ost-Bürger 29

Ich glaube weder der einen noch der anderen Seite - auch wenn die Vorwürfe schon zu denken geben. Babelsberg ist mir nach früheren Spielen gegen Zwickau und Cottbus noch in komischer Opfer-Rollen-Erinnerung. Halberstadt und sein Peterson erinnern mich an den Rempler des Trainers gegen Nordhausen Ex-Trainer Goslar. Als Sponsor hätte ich beiden Vereinen längst die Unterstützung versagt und das Geld lieber für soziale Zwecke gegeben.

03.12.2018 21:47 Murmeltiertag 28

SVB 03 und BAK immer wieder das Gleiche. Wabelsberg sollte froh sein, dass sie noch in der Liga sind. (Weigerung von Strafzahlungen) Immer nach Aufmerksamkeit haschen und sich als Unschuldslamm darstellen. Geht zum Halma und lasst andere Fußball spielen. Ihr seid sowieso kein Fußballverein, sondern ein Politikum. Habe fertig!

03.12.2018 18:19 ••,- 27

Das ist indirekt schon eine Einfussnahme ,kommt natürlich drauf an ,was er gesagt hat ,kann mir nicht vorstellen das es Gang und Gebe ist vorm Spiel Exspieler anzurufen alles bischen komisch

03.12.2018 18:06 ••,- 26

Bei Ex Spielern vorm Spiel anrufen hat schon ein Geschmäckle viel Glück wird er nicht gewünscht haben

03.12.2018 17:38 Jogi 25

Einfach peinlich. Ich gehe an einen Bankschalter und rufer Geld her - Überfall. Klaptt es prima - klappt es nicht - es war nur Spaß.

03.12.2018 15:44 w.a. 24

Man kann den SV Babelsberg nur Respekt für ihre Handlungsweise entgegen bringen. Sofort nach bekannt werden des wahrscheinlichen Manipulatiosverdachts an die Öffentlichkeit gegangen und die oder der betroffene Spieler schießt noch 2Tore. So sieht Fair Play aus, danke an dem SV Babelsberg 03. Sollte sich der Verdacht bestätigen, muss es ganz harte Konsequenzen geben, denn sonst wird der Fussball zur Farce.

03.12.2018 14:09 NullDreier 23

@20

Wenn man keine Ahnung vom Geschehen hat, einfach mal den Mund halten.

03.12.2018 14:02 Nappel 22

Ich verstehe immernoch nicht, warum einige - die anscheinend die Babelsberger nicht leiden können - in diesem konkreten Fall auf die Nulldreier zeigen. Ich zitiere mal Rechts- und Verfahrensordnung des NOFV, Teil A, § 2, Abs. 3: "Spielmanipulationen von Fußballspielern, Schiedsrichtern, Trainern oder Funktionsträgern in Form von Einflussnahmen auf den Verlauf und/oder das Ergebnis eines Fußballspiels und/oder eines sportlichen Wettbewerbs mit wissentlich falschen Entscheidungen oder anderen unbefugten Einflussnahmen in der Absicht, sich oder einem anderen Vorteile zu verschaffen, sind verboten und als unsportliches Verhalten gemäß § 2 Nr. 1. a) und b) und § 1 Nr. 2. dieser Ordnung zu ahnden."
Dass er Einfluss nehmen wollte, hat er ja selbst zugegebn, auch wenn es angeblich nur ein Jux war.