Fußball | Regionalliga & Oberliga Wacker Nordhausen und Brandenburger SC klagen gegen Oberliga-Abstieg

Der Abstieg aus der Oberliga wird ein Fall für das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes. Wacker Nordhausen und Brandenburg Süd wollen über den Klageweg den Gang in die Landesliga verhindern.

Eckfahne Fahne mit Logo von Wacker Nordhausen
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Nach dem Abbruch der NOFV-Oberligen wollen zwei Vereine gegen den Abstieg am grünen Tisch klagen. Der FSV Wacker Nordhausen und  der Brandenburger SC Süd werden dabei von der Kanzlei von Christoph Schickhardt vertreten. Wie FSV-Präsident Torsten Klaus der "Thüringer Allgemeinen" erklärte, wurde die Klage an das Sportgericht des NOFV am Donnerstag abgeschickt. Klaus bestätigte "Sport im Osten", dass die Unterlagen abschickt seien. "Ich denke, es gibt eine 50:50-Chance. Ich hoffe auf ein positives Signal."

Quotientenregelung entscheidet über Auf- und Abstieg

Die NOFV-Vereine hatten sich vergangene Woche auf einen Abbruch in den beiden Oberliga-Staffeln geeinigt.  Der FC Eilenburg im Süden und Tasmania Berlin im Norden wurden anhand der Quotienten-Regelung zu Aufsteigern erklärt. In die Landesligen absteigen müssen demnach Brandenburg Süd, der FC Carl Zeiss Jena II und Wacker Nordhausen. Jena wird nach Aussage von Pressesprecher Andreas Trautmann den Klageweg zunächst nicht mitgehen, befinde sich aber in engem Kontakt mit Wacker und Brandenburg. Lok Stendal entkam als Vorletzter der Nordstaffel dem Absturz, weil der FC Strausberg seine Mannschaft freiwillig aus der Oberliga abmeldete.

VfL Halle noch unsicher

Offen ist noch, ob auch der VfL Halle den Klageweg gehen wird. Präsident  Frank Sänger gab sich verhalten: "Wir sind noch nicht so weit. Es ist schwer zu sagen, ob wir Klage einreichen. Das entscheidet sich am Nachmittag." Halle hatte punktgleich mit dem FC Eilenburg hauchdünne den Aufstieg in die Regionalliga verpasst.

Einweihung der Flutlichtanlage im Poststadion, Hermann Winkler Präsident des NOFV bei seiner Rede, 19.03. 2021
NOFV-Präsident Hermann Winkler Bildrechte: imago images/Matthias Koch

NOFV-Boss Winkler: "Entsprechend der Satzung gehandelt"

Der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes, Hermann Winkler, kann den Frust der Vereine verstehen, gibt aber zu verstehen: "Es war immer klar, dass es in diesen Zeiten bei unseren Entscheidungen immer auch Verlierer geben wird. Wir mussten aber eine Entscheidung treffen und sind sicher, dass wir auch entsprechend der Satzung gehandelt haben."

NOFV Präseident Hermann Winkler spricht in die Kamera. 2 min
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. April 2021 | 16:00 Uhr

2 Kommentare

AufmerksamerBeobachter vor 3 Wochen

Krass für die OL Süd. Ein Spieltag eher abgebrochen und Krieschow hätte einen 16/7 Quotienten gehabt und wäre aufgestiegen - die Konkurenz bestenfalls 17/9 oder 17/8... wenn ich es recht überschlage.

Für NDH war das alles der Totalausfall. Stadionumbau eingetütet und jetzt Landesliga.

Gerald vor 3 Wochen

So schnell kann es gehen! NDH hat noch vor kurzem von der 3. Liga gesprochen und jetzt ist es die 5. Liga! Dumm gelaufen!