Fußball | Regionalliga NOFV bestätigt Punktabzug für Wacker Nordhausen

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Regionalligist FSV Wacker Nordhausen werden sofort neun Punkte abgezogen. Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) teilte am Mittwoch mit, von der Spielbetriebsgesellschaft des FSV Wacker über den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens informiert worden zu sein. Damit werden dem Verein laut Spielordnung des NOFV der klassenhöchsten Mannschaft des Vereins "neun Gewinnpunkte in der Regionalliga mit sofortiger Wirkung aberkannt". Der Vorgang wurde dem Spielausschuss des NOFV übergeben. Dadurch rutscht Wacker in der Tabelle von Rang fünf auf zehn.

Am Montag hatte die Spielbetriebs GmbH des FSV Wacker Nordhausen beim Amtsgericht Mühlhausen einen Insolvenzantrag gestellt. Mittlerweile sollen sich mindestens neun Millionen Euro Schulden angehäuft haben.

Tabelle vor und nach dem Punktabzug für Wacker Nordhausen

Die Tabele vor dem Punktabzug von Wacker Nordhausen
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Die Tabele vor dem Punktabzug von Wacker Nordhausen
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Die Tabelle nach dem Punktabzug von Wacker Nordhausen
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Spielbetrieb soll aufrechterhalten werden

Den Spielbetrieb will der finanziell angeschlagene Regionalligist bis zum Ende der Saison fortführen. Insolvenzverwalter Peter Staufenbiel äußerte sich nach einem Treffen zwischen Interimstrainer Tino Berbig und den Spielern am Nachmittag optimistisch. Die bisher genannte Schuldensumme von neun Millionen Euro sei viel zu hoch angesetzt, so Staufenbiel. Eine genaue Summe wollte er aber nicht nennen. Zunächst müsse geprüft werden, ob überhaupt ein Insolvenzgrund vorliege. Die Hälfte der Spieler ist laut Insolvenzverwalter bereit, den Verein zu verlassen. So bestätigte zum Beispiel der Spieler Jan Löhmansröben MDR THÜRINGEN, dass er dazu bereit wäre. Das Insolvenzverfahren soll voraussichtlich im Januar eröffnet werden.

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red