Fußball | Regionalliga Nach BFC vs. Chemie: NOFV beantragt Sportgerichtsverfahren - Leipzig legt nach

Montag hatte es der Verband bereits angekündigt. Nun ist es offiziell. Nach den unschönen Ereignissen beim Regionalliga-Spiel von Chemie Leipzig beim BFC Dynamo beantragt der NOFV ein Sportgerichtsverfahren. Inzwischen hat sich die BSG in einer schriftlichen Stellungnahme nochmals zu den Vorfällen geäußert.

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Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) wird nach den Ereignissen beim Regionalliga-Spiel zwischen dem BFC Dynamo und der BSG Chemie Leipzig am Sonntag einen Antrag auf ein Sportgerichtsverfahren stellen. Das sagte NOFV-Spielleiter Wilfried Riemer am Dienstagmorgen (14.09.2021) "Sport im Osten".

"Vorkommnisse" beim Spiel werden untersucht

Zuvor hatte er die Protokolle vom offiziellen NOFV-Spielbeobachter Lutz Mende und Referee Johannes Schipke (Loitsche/Zielitz) erhalten. Riemer spricht von "Vorkommnissen" beim Spiel. Ob und wann das Sportgericht unter dem Vorsitzenden Stephan Oberholz, der gerade mit dem "Fall Erdmann" beschäftigt war, dann ein Verfahren eröffnet - eine Entscheidung darüber würde nun "ein wenig dauern", so der Funktionär. Während der Partie soll es rassistische Entgleisungen gegeben, nach dem Spiel weitere Beleidigungen, versuchte Blockstürme und das Werfen von Gegenständen gegeben haben.

Chemie Leipzig konkretisiert Stellungnahme

Die Leipziger haben am Dienstag (14.09.2021) noch einmal mit einer Vereinsmitteilung nachgelegt - und dabei bereits am Vortag getätigte Äußerungen von Präsident Frank Kühne konkretisiert.

"Unerträgliche Täter-Opfer-Umkehr"

So verurteilen die Sachsen u.a. erneut das Verhalten gegen ihren Spieler Benjamin Luis. Er sei nicht nur von einem einzelnen BFC-Fan, sondern von mehreren Dynamo-Anhängern mit Affenlauten und rassistischen Schmährufen beleidigt worden. Damit sei eine Grenze überschritten worden. "Diese rassistischen, antisemitischen und menschenverachtenden Entgleisungen im gesprochenen Wort- und Liedgut, wie es im Sportforum lautstark zu hören waren, sowie Gestik einzelner lassen uns im Jahr 2021 entsetzt und fassungslos zurück", heißt es in der Mitteilung. Zudem verurteilt der Verein "die unerträgliche Täter-Opfer-Umkehrung seitens des BFC Dynamo in seiner Stellungnahme."

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cke/lta

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 14. September 2021 | 19:30 Uhr

27 Kommentare

Chili Palmer vor 1 Wochen

@w_w_s
Eins sollte freilich klar sein: So wie du und deinesgleichen, möchte ich (und sehr wahrscheinlich auch die, die es mit meinem Verein halten) niemals sein.

Ich 68 vor 1 Wochen

Schön für dich, spätestens zum nächsten Derby werde ich dich dran erinnern, dann hoffentlich ohne die Raketen schließenden Chaoten aus Connewitz im BPS.

Ich 68 vor 1 Wochen

Da geb ich dir recht, deshalb sollte jeder Verein seinen eigenen Weg finden, du hast es treffend beschrieben, der Hype der Anfangsjahre bei Lok ist weg und wenn bei Chemie nichts anderes kommt als nur Gejammere und ständig "Wir sind die Guten und uns gegenüber sind alle Rassisten", verpufft diese "Euphorie" im Sand. Meine Frage hat auch noch keiner Beantwortet, der BFC hat auch Ausländer im Kader, warum sollten die solche Laute von sich geben, im übrigen, jeder Regionalligigaverein hat Ausländische Spieler im Kader.