Fußball | Regionalliga NOFV-Boss Winkler sieht Tausch des Heimrechts als Option

Wegen der Corona-Pandemie wird es in Sachsen ab Montag bis 12. Dezember im Sport keine Zuschauer mehr geben. Hermann Winkler, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes, sieht darin eine Wettbewerbsverzerrung, da in Sachsen-Anhalt, Thüringen und auch im Berliner Raum Fans erlaubt sind. Winkler bringt daher die Möglichkeit eines Heimrechttauschs ins Spiel.

Hermann Winkler, Präsident NOFV, im Interview. 5 min
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"Wir wissen, die Zuschauer sind der zwölfte Mann und das ist eine Basis mit der die Vereine rechnen. Es ist aber möglich, dass wir das Heimspielrecht tauschen. Das haben wir in der Spielordnung vorgesehen. Vielleicht können wir da als Verband ein bisschen helfen, um die Gleichheit herzustellen", sagte Winkler am Rande des Leipziger Derbys zwischen Lok und Chemie.

Frank Kühne, Präsident von Chemie Leipzig, würde diese Option begrüßen. Sein Team hat im Zeitraum des Lockdowns zwei Heimspiele (Cottbus und Eilenburg) vor der Brust. "Das ist für uns sehr unglücklich. Wir werden uns am Montag nochmals zusammensetzen und darüber diskutieren. Vielleicht kann man ja tauschen - in der Kürze der Zeit". Lok-Präsident Thomas Löwe sieht die Situation etwas gelassener. "Wir können mit der Entscheidung leben. Wir haben ein Heimspiel in der verbleibenden Halbserie. Wir werden das jetzt so hinnehmen und hoffen, dass die Saison zu Ende gespielt werden kann."

Mindestens 50 Prozent der Spiele austragen

Dies hofft auch NOFV-Boss Winkler, der den Sport nicht als Pandemietreiber sieht. "Da keiner weiß, wie lange die Pandemie noch geht, wollen wir natürlich so viele Spieltage wie möglich absolvieren, denn es kommt auch der Winter und da kann es auch noch Spielabsagen geben. Wir sind jetzt beim 18. Spieltag, also schon viel weiter als im letzten Jahr, aber wir wollen mindestens 50 Prozent der Partien austragen, um auch eine sportliche Wertung zu erreichen. Insofern haben wir als Verband Interesse, so lange wie nur irgendwie möglich weiterzuspielen."

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red

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 21. November 2021 | 14:00 Uhr

7 Kommentare

Quentin aus Mondragies vor 1 Wochen

Einfach da spielen, wo es noch geht und die Eintrittskarten 50/50 teilen, wie beim DFB-Pokalfinale. Sollten auch Echte Leipziger Jungz verstehen. Wo eine Restriktion da auch immer eine Lücke. Zur Not halt in Tschechien, Polen, Brandenburg...

Leutzscher84 vor 1 Wochen

Heimspiel tauschen? Herr Winkler kennt wohl seinen eigenen Spielplan nicht. Ab Dezember ist Rückrunde, da gibt es nichts zu tauschen. Aber was will man von seinem Funktionär schon erwarten

Thommi Tulpe vor 1 Wochen

"Explodieren" die Inzidenzen weiter so, wie sie nun mal "explodieren", wird man sicher bald nichts mehr zu tauschen haben!?