Fußball | NOFV NOFV-Präsidium bestätigt Saisonabbruch - Viktoria Berlin steigt in 3. Liga auf

Das Präsidium des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) hat den Saisonabbruch in der Regionalliga Nordost und den beiden Oberligen wegen der Corona-Pandemie wie erwartet bestätigt. Viktoria Berlin steht somit als Aufsteiger fest.

Die Regionalliga Nordost ist aufgrund der Coronavirus-Pandemie zum zweiten Mal in Folge vorzeitig abgebrochen worden. Diese finale Entscheidung haben die Verantwortlichen des Nordostdeutschen Fußballverbandes am späten Freitagnachmittag (16. April) in einer Online-Präsidiumssitzung getroffen. Die aktuelle Spielzeit 2020/21 war bereits seit Anfang November ausgesetzt.

Bernd Schultz 17 min
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Winkler: "Waren keine leichte Entscheidungen"

NOFV-Präsident Hermann Winkler erklärte: "Das zweite Mal eine Saison abbrechen zu müssen, ist bitter, dennoch denke ich, dass es auf Grund der derzeitigen Lage in Deutschland, insbesondere für unsere Vereine wichtig war, als Verband Klarheit über das aktuelle Spieljahr zu schaffen. Wir mussten, gerade in Bezug auf unsere Herren-Spielklassen und deren Auf- und Abstiegsregelungen, schwere Entscheidungen treffen, bei denen es leider nicht nur Gewinner gibt. Auch für unsere Ehrenamtlichen waren dies keine leichten Entscheidungen und Wochen, ich möchte mich für das Engagement bei allen bedanken. Gemeinsam werden wir nun das neue Spieljahr vorbereiten und hoffen, dass sich das Infektionsgeschehen bis zum Saisonstart eindämmen lässt und politische Entscheidungen nicht gegen den Fußball getroffen werden."

NOFV Präseident Hermann Winkler spricht in die Kamera. 2 min
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Sport im Osten Sa 17.04.2021 16:00Uhr 02:25 min

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NOFV Präseident Hermann Winkler spricht in die Kamera. 2 min
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Sport im Osten Sa 17.04.2021 16:00Uhr 02:25 min

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Viktoria zum Meister gekürt – "Schiebock" steigt ab

Zum Nachfolger des 1. FC Lok Leipzig als Nordostmeister wird der nach bis dato elf Partien verlustpunktfreie Regionalliga-Tabellenführer Viktoria Berlin gekürt. Der Aufstieg in die 3. Liga ist der Viktoria jedoch noch nicht sicher. Da den Hauptstädern weiterhin keine drittligataugliche Spielstätte zur Verfügung steht, bleibt auch der VSG Altglienicke (Rang zwei) und durch die ähnliche Stadionproblematik der VSG sogar dem FC Carl Zeiss Jena (Rang vier) ein Hintertürchen offen. Beide hatten ebenfalls fristgemäß ihre Drittliga-Lizenzunterlagen eingereicht.

Absteiger ist Schlusslicht Bischofswerdaer FV, der neun seiner zwölf absolvierten Spiele verloren und insgesamt nur sieben Punkte geholt hat.

Oberligisten Eilenburg und Tasmania Berlin steigen auf

Über den Aufstieg in die Regionalliga können sich die Oberliga-Spitzenreiter FC Eilenburg und Tasmania Berlin freuen. Gleichzeitig soll es pro Staffel je zwei Absteiger geben. In der Oberliga Nord steigen der FC Strausberg und der Brandenburger SC ab - in der Südstaffel sind der FC Carl Zeiss Jena II und Wacker Nordhausen betroffen. Nordhausen will gegen die Entscheidung juristische Schritte prüfen.

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red

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 16. April 2021 | 21:45 Uhr

20 Kommentare

Gustav vor 8 Wochen

Ich denke, dass es den Fans anderer Vereine langweilt, wenn Lok und Chemie sich ständig hier belöffeln. Allerdings klarer Widerspruch zum letzten Satz. Wir arbeiten seit dem ersten Regionalliga-Aufstieg vor vier Jahren am Flutlicht. Da der Alfred-Kunze-Sportpark in einem Naturschutzgebiet, welches in einem Auenwald liegt, befindet, benötigt es jede Menge Gutachten bezüglich Lichtemissionen, Lärm, Baugrund und so weiter. Anwohner gibt es auch. Chemie wird wahrscheinlich der erste Verein in der Regionalliga sein, der sein Flutlicht komplett selber bezahlt. Die Flutlichtkasse wird bei uns nicht durch die Finanzierung des Spielbetriebes angerührt. Chemie hat aus den Fehlern der ersten zwei Nachwende-Jahrzehnte gelernt.
GWG Gustav

Chili Palmer vor 8 Wochen

Langsam, langsam. Beim FCL mussten auflagenbedingt ein paar Glühbirnen ausgetauscht werden und dabei sprechen wir von Anforderungen für die Dritte. Flutlicht in Leutzsch dagegen Fehlanzeige. Alles, was denen dort dazu einfällt, sind Zeitspiel und Schuldzuschreibungen in Richtung der Behörden, weil die Eigenmittel dem (bedeutungslosen) sportlichen Saisonhoch geopfert wurden.

Thommi Tulpe vor 8 Wochen

Ja, Gustav ... ich denke auch, dass die Regionalliga Nordost in den letzten Jahren genug an Absteigern hatte, welche zum Teil auch Ungerechtigkeiten in dieser Liga schufen und manchen Fan anderer Vereine die "Laune verhagelten". Ich denke: Man hätte es in der RL Nordost entweder so machen sollen, wie man in der RL Bayern ursprünglich verfahren wollte: Die "alte" Saison (19/ 20) unter "Opferung" der neuen Saison beenden. Oder man hätte es wegen der "Überblähung" durch Aufsteiger aus den Oberligen aber keinen Absteigern aus der 4. Liga mit dem "Gruppenmodell" der RL Nord versuchen sollen. Im Nachhinein muss man feststellen, dass auch diese beiden Modelle aufgrund der Pandemie nicht funktionierten. Zumindest hätte man aber von vornherein einer weiteren Aufblähung der Liga entgegengewirkt.