Fußball | Regionalliga NOFV erwägt Livestreams mit Unterstützung des MDR und RBB

Bei einer Videokonferenz hat sich die Mehrheit der Vereine der Regionalliga Nordost für eine Fortsetzung der Saison unter bestimmten Voraussetzungen ausgesprochen. Sollte der Spielbetrieb weiter gehen, erwägt der NOFV mit Unterstützung des MDR und RBB den Klubs Liveübertragungen in Form von Livestreams auf ihrer Homepage zu ermöglichen.

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Auf einer Videokonferenz haben am Donnerstag unter Federführung des Nordostdeutschen Fußballverbandes die Vereine der Regionalliga Nordost ihre Meinungen ausgetauscht. Die Teilnehmer nutzten die gut zweistündige Konferenz zu einem Gespräch über die Situation, die bisherigen Aktivitäten des Verbandes sowie die Schilderung der Lage aus der Sicht der Vereine.   

So strebt die Mehrheit der Klubs eine Fortsetzung der Saison an. Voraussetzung: Die Spielzeit müsse am 30. Juni 2020 beendet sein, so die Forderung der Vereine. Alle Beteiligten verständigten sich zudem, weiter im konstruktiven Dialog zu bleiben und die Beratung zu wiederholen, teilte der NOFV mit.

MDR prüft Variante der Livestreams

Eine Entscheidung über eine mögliche Fortsetzung richtet sich nach den behördlichen Anordnungen, die aufgrund der Coronavirus-Krise weiterhin maßgeblich bleiben. Bei einer Fortsetzung ohne Zuschauer setzt der NOFV auf die Unterstützung von MDR und RBB, die den Vereinen Liveübertragungen in Form von Livestreams ermöglichen sollen. Damit könnten die Vereine die Spiele auf ihrer Homepage senden und Einnahmequellen generieren.

MDR-Sportchef Raiko Richter bestätigte, dass diese Variante derzeit geprüft werde. "Wir sehen uns in der Verantwortung für den Sport im Osten und glauben, dass über die Livestreams zumindest etwas die entgangenen Zuschauereinnahmen durch die Geisterspiele zu kompensieren sind. Falls die Fans einen kleinen Beitrag für ihren Verein spenden, um dessen Spiele doch noch live sehen zu können."

jmd/red/pm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 16. April 2020 | 19:30 Uhr

11 Kommentare

Dreissiger vor 16 Wochen

In der jetzigen Situation will doch kein Verein absteigen. Dann ist mal schnell ein Spieler krank und dann muss der ganze Verein in Quarantäne. Der 30.06.
ist Deadline und sie wissen nicht, was sie tun. In den unteren Ligen gibt es keine Alternative zum Abbruch, keine.

Thoralf vor 16 Wochen

Macht sich halt gut - so ein Foto von Politiker und Fussball- Überlebenden! Und bei den vielen Corona- Toten sind wenigstens ein paar Zuschauer dabei!

Danny vor 16 Wochen

Ja, ist okay. So machen wir das. Jetzt müssen wir nur noch irgendwie den Funktionären beibringen, wie Fußball in der vierten Liga eigentlich funktioniert...