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Fußball | Regionalliga NOFV: Keine Hinweise auf manipulierte Spiele

Über der Regionalliga Nordost liegt weiter der Vorwurf der Einflussnahme auf Punktspiele. Laut den Verantwortlichen beim Nordostdeutschen Fußball-Verband (NOFV) gibt es aber keine Hinweise auf manipulierte Spiele.

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Wie NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs "Sport im Osten" erklärte, hat der Verband keine Hinweise seitens des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf verdächtige Spiele erhalten. Weder in dieser noch in der vergangenen Saison. Der DFB arbeitet mit der Firma 'Sportradar' zusammen. Das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz bietet in diesem Zuge Dienstleistungen zur Aufklärung von Wettmanipulationen an.

Zur Zusammenarbeit mit Sportradar erklärte Fuchs: "Der NOFV ist in die Zusammenarbeit von DFB und Sportradar inkludiert. Sportradar meldet auffällige Spiele dem DFB, welcher die Informationen an die Regionalverbände weitergibt." Danach starten dann die Ermittlungen durch die Regionalverbände.

Holger Fuchs (NOFV)
Holger Fuchs Bildrechte: IMAGO

Dem NOFV sind keine Hinweise auf manipulierte Spiele bekannt.

Holger Fuchs, Geschäftsführer beim Nordostdeutschen Fußball-Verband

Kein hinreichender Tatverdacht bei weiteren Teams

Aktuell stehen Germania Halberstadt und der Chemnitzer FC im Fokus der Ermittlungen. Allerdings in völlig unterschiedlichen Rollen. In verschiedenen Medien wurde über weitere Vereine spekuliert. Diesen Verdacht konnte Fuchs aber nicht bestätigen: "Wir gehen immer allen Hinweisen nach. Es hat sich kein weiterer hinreichender Tatverdacht ergeben".

Zuletzt war bekannt geworden, dass der deutsch-chinesische Sportvermarkter "Star Movement" versucht hat, Einfluss in Chemnitz zu nehmen. Der Vermarkter wollte eine Loge im Chemnitzer Stadion mieten. Zusätzlich sollte der CFC für "sichere Siege" 60.000 Euro zusätzlich erhalten. Der Spitzenreiter der Regionalliga Nordost hatte dieses Gebaren an den NOFV und die Staatsanwaltschaft Chemnitz weitergegeben.

Zwei Verfahren wegen Vorwürfen um Babelsberg-Spiel

Der Vermarkter und Germania Halberstadt haben seit dem 30. November eine Kooperation laufen. Ausgerechnet an dem Tag, als der Vorwurf aufkam, dass vor dem Spiel der Germania beim SV Bablesberg eine Bestechungsversuch durch Halberstadt-Sportdirektor Andreas Petersen stattgefunden haben soll. Petersen bestreitet diese Vorwürfe.

In diesem Zusammenhang hatte der NOFV zwei Verfahren eingeleitet. Eins gegen Andreas Petersen selbst und eins gegen den Verein Germania Halberstadt. Das Verfahren gegen den Klub steht kurz vor dem Abschluss. Einen Freispruch - wie ihn der Halberstädter Bürgermeister dem MDR in einem Interview erklärte - konnte Fuchs nicht bestätigen. "Es fehlt noch das schriftliche Urteil mit den Entscheidungsgründen. Dies wird dann dem Verein, aber nicht dem Bürgermeister mitgeteilt."

Das Verfahren gegen Andreas Petersen läuft indes weiter. Allerdings gibt es aktuell keinen neuen Verhandlungstermin. Seitens des NOFV-Sportgerichtes wird aber an der Findung eines nächsten Termins gearbeitet.

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red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 16. Februar 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Februar 2019, 16:10 Uhr

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2 Kommentare

14.02.2019 11:44 Fußball/Motorrad-Fan 2

Immer diese Vorverurteilungen, wo noch nichts bewiesen ist!

13.02.2019 13:19 Eff Tse Tse Fliege 1

Na na na NOFV!! Richtig hinsehen und nachhaken. Besonders bei dem arroganten Halberstädter Würstchen!

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