Holger Fuchs, Rainer Milkoreit und Hubert Wolf
Holger Fuchs, Rainer Milkoreit und Hubert Wolf im MDR Bildrechte: MDR/Raiko Richter

Fußball | Regionalliga Viktorias Millionen-Deal: NOFV gegen Wettbewerbsverzerrung

Vertreter des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) haben sich am Dienstag (12. Juni) erstmals zur Kooperation von Regionalligist Viktoria Berlin und des milliardenschweren Investors Advantage Sports Union Ltd., Hongkong (ASU), geäußert. NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs sagte dem MDR, dass der Verband die Ambitionen des Investors auch nur aus der Berliner Presse kenne. Es geht um eine Millionenzahlung an den Viertligisten.

Holger Fuchs, Rainer Milkoreit und Hubert Wolf
Holger Fuchs, Rainer Milkoreit und Hubert Wolf im MDR Bildrechte: MDR/Raiko Richter

Seit Ende Mai wird in den Medien ein Zehn-Jahres-Vertrag in Höhe von 90 Millionen Euro kolportiert. Offizielle Zahlen gibt es allerdings immer noch nicht, Viktorias Geschäftsführer Felix Sommer war am Dienstag nicht erreichbar.

Klar ist, dass der Tabellen-13. der Vorsaison den Profibereich ausgliedern wird, um "höhere sportliche Ziele" zu verfolgen. Die Ausgliederung sichere die Zukunft des Klubs und ermögliche eine langfristige Planung, hieß es auf der Homepage. Der eingetragene Verein solle davon aber unberührt bleiben.

Wir begrüßen jede sportliche Aufwertung der Regionalliga. Wir wehren uns aber gegen Wettbewerbsverzerrung.

Hubert Wolf Vereinsvertreter beim NOFV

ASU-Chef Alex Zheng steht einem chinesischen Hotel-Imperium vor, ist milliardenschwer und will mehrere Millionen Euro in den Berliner Klub pumpen. Welche Auswirkungen die "intensive zukünftige Zusammenarbeit" mit der Advantage Sports Union auf die Nordost-Staffel haben wird, bleibt abzuwarten.

FC Viktoria 1889 Berlin gibt die Zusammenarbeit mit einem Investor aus Hongkong für eine angeblich hohe zweistellige Millionensumme bekannt
Bildrechte: IMAGO

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 12. Juni 2018 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2018, 16:16 Uhr

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45 Kommentare

14.06.2018 15:08 Butterbrot 45

@41 - Colditzer..

Ich kenne die Statistik!
Und ich sage Dir die ist geschönt (wird bei jedem Verein so gemacht)!
Als ich dort war (zweimal) diese Saison waren dort nicht mehr als 300 Zuschauer!!!

Und das bei Viktoria 469 Zuschauer waren kann ich mir auch nur durch "verschönern" der Zahlen erklären.
Wenn Du bei beiden Vereinen zu Punktspielen mal zugast warst , wirste mir recht geben!

13.06.2018 22:07 Berliner 44

Ich möchte nicht wissen, wer von den Schreibern hier sich jemals mit dem Verein "FC Viktoria 1889 Berlin Lichterfelde-Tempelhof e.V." befasst hat. Fakt ist, dass Viktoria neben einer großen Vergangenheit auch eine sehr große Fussballabteilung hat. Ob das alles den Investor interessiert? Keine Ahnung. Ein Investment von ca 9 Millionen im Jahr ist aber meiner Meinung nach nicht die Aufregung hier wert. Das sind Werte, die Heidenheim oder Sandhausen auch aufweisen. Und wenn von den insgesamt 90 Mio auch noch ein Stadion gebaut werden soll, dann wird es schon knapp mit Spielerkäufen und Megagehältern.
Es geht hier nur um die Nummer 3 in Berlin. Langfristig sind nicht mehr als 8.000-10.000 Zuschauer denkbar. Dafür ist in Berlin einfach zu viel Konkurrenz vorhanden.
Also alles keine große Sache.

13.06.2018 21:54 Ossi aus DD 43

Jena war glaube mal der erste Verein welcher einen Russischen Investor ins Gespräch brachte. Das wurde abgelehnt. Bei RB gab es komischer Weise keine Probleme. Und nun?
Was ist mit der 50+1 Klausel? Gilt die für alle oder nur für Vereine wo der DFB nicht mitverdient?

13.06.2018 20:13 Wo geht es hin? 42

Sehr schönes Eigentor des NOFV...Besser konnten die ihre Doppelmoral nicht offenbar machen!

13.06.2018 18:12 colditzer 41

@Butterbrot
Vor kurzem gab es auf dieser Seite eine Statistik bezüglich der Zuschauerzahlen.( Findet man auch im Netz)
Der BFC hatte da im Durchschnitt bei Heimspielen
2034 Zuschauer.
Viktoria 469 Zuschauer.

13.06.2018 17:12 Bernd 40

Ich verstehe nicht warum die Fußballer immer Geld brauchen um Fußball zu spielen- wir haben das früher immer mit einem Ball gemacht.

13.06.2018 17:01 Chemieschwein 39

Das iss unterm strich egal .. leidtragende werden BFC Union TeBe und die anderen Berliner Vereine und die aus dem Umland , die dann wie unsere Region für RB ausbluten werden , vor allem der Nachwuchs wird dann mit Kohle ausgeplündert . Diese Heuchler vom NOFV haben doch diese Praxis mit RB durchgewunken und Salonfähig gemacht , aber sich jetzt aufblasen ...

13.06.2018 16:31 Gerald 38

Der NOFV will keine Wettbewerbsverzerrung!
Komisch diesen Satz habe ich von diesen Verband wegen RB nie gehört!
Auf einmal diesen Sinneswandel? Bisschen komisch!
Kann es sein, daß es Chinesen sind? Darum dieser Aufschrei des NOFV?

13.06.2018 15:54 Roedertaler 37

Die gleichen Funktionäre die vor Jahren die Statuten des SFV so zurecht gebogen haben das RBL überhaupt erst möglich wurde ,heulen auf wenn sich was ähnliches in Berlin entwickelt.
Aber vielleicht haben ja die Chinesen noch nicht ihren Obulus abgeliefert.
Denn dann läuft es wie GESCHMIERT.

13.06.2018 15:15 Ein Hallenser 36

@30 Chemieschwein:
Wir meinen doch dasselbe. Meine Behauptung mit RB bezog sich doch auf den NOFV. Wegschauen und durchwinken, aber nun den Moralapostel spielen.