Fußball | Regionalliga NOFV hält an Regionalliga-Verkleinerung fest

Das Präsidium des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes behält seine Pläne zur Reduzierung der Regionalliga Nordost fest. Das wurde am Freitag entschieden. In einer ersten Reaktion kritisierte Rathenow-Trainer Kahlisch den Verband scharf.

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"Für Änderung lagen keine Umstände vor"

NOFV-Präsident Hermann Winkler
NOFV-Präsident Winkler (re.) Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

Auf einer Präsidiumssitzung hat der NOFV am Freitag (18.03.2022) beschlossen, dass die Regionalliga nach dem Ende der laufenden Saison von 20 auf 18 Mannschaften reduziert wird. Das gab der Verband per Mitteilung bekannt. In dem kurzen von NOFV-Präsident Hermann Winkler und Geschäftsführer Holger Fuchs unterzeichneten Schreiben heißt es: "Das Präsidium des NOFV hat anlässlich seiner Tagung am 18.03.2022 die zu Beginn der Saison 2021/22 beschlossene Auf- und Abstiegsregelung für die Regionalliga Nordost bestätigt. Für eine Änderung der Auf- und Abstiegsregelung lagen keine Umstände vor, die nicht schon im Sommer 2021 vorhersehbar gewesen wären."

NOFV weist Auerbach- und Rathenow-Anträge ab

Der NOFV wies damit Anträge der abstiegsbedrohten Klubs VfB Auerbach und FSV Optik Rathenow ab, die für eine Beibehaltung der Staffelstärke von 20 Mannschaften in der künftigen Saison plädiert hatten.

Rathenow-Coach Kahlisch: "Der NOFV und seine Funktionäre sind Totengräber"

Optik Rathenow Trainer Ingo Kahlisch
Rathenow-Trainer Kahlisch: "Das ist eine Schande! Ich bin restlos bedient!" Bildrechte: MDR/Dirk Hofmeister

In einer ersten Reaktion kritisierte Rathenow-Trainer Ingo Kahlisch die Entscheidung des NOFV scharf: "Der NOFV und dessen Funktionäre sind ganz klar die Totengräber des leistungsorientierten Amateur-Fußballs", wird der 65-Jährige auf verschiedenen sozialen Medien des Vereins zitiert: "Andere Vereine, die ihre Auflagen über Jahre hinweg nicht erfüllt haben, wurden mit durchgefüttert. Von einer fairen Saison kann keine Rede sein. Das geht ganz klar gegen die kleinen Vereine, die keine große Medienwirksamkeit haben. Das war für Winkler die erste Misstat als Präsident des NOFV und als DFB-Vizepräsident. Das ist eine Schande! Ich bin restlos bedient!"

Uwe Dietrich 4 min
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dh/pm

Videos aus der Regionalliga

Miroslav Jagatic
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Nach dem 1:1 gegen den BFC Dynamo wollte Miroslav Jagatic, der Trainer von Fußball-Regionalligist Chemie Leipzig, zunächst einmal nicht über das Gegentor, sondern die Anfangsphase sprechen.

Di 29.11.2022 21:37Uhr 02:16 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-miroslav-jagatic-nach-bsg-chemie-leipzig-bfc-dynamo-100.html

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Alexander Bury
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Spielszene aus Chemie Leipzig - BFC
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Enttäuschung im Kunze-Sportpark: Die BSG Chemie Leipzig stand im Duell mit Fußball-Regionalliga-Meister BFC Dynamo kurz vor dem Sieg.

MDR aktuell 21:45 Uhr Di 29.11.2022 21:45Uhr 01:20 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 19. März 2022 | 16:00 Uhr

6 Kommentare

Lok-Fan vor 37 Wochen

Grundsätzlich nachvollziehbar. Was aber nicht geht ist, das eine Mannschaft oder an Ende bis Juni warten, wo sie nächstes Jahr spielt. Schuld ist sicherlich auch die hohe Aufstiegsproblematik der Relegation. Es muß definitiv vor der Saison feststehen wieviel absteigen. Sollten dann mehr von oben runterkommen wird die Mannschaftsstärke eben erhöht.
Aber grundsätzlich wären es im Idealfall diese Saison Absteiger, kann man nur die Daumen drücken das Victoria und Zwickau in der 3.Liga bleiben.

Gernot vor 37 Wochen

Ich bin ,perspektivisch!!!!!!, für eine RL mit 16 Mannschaften. Sollten die Aufsteiger in Liga 3 in den kommenden Jahren dort sportlich mithalten, dann gern wieder 18.
Im jetzigen Zustand findet eine Verwässerung der Qualität statt. Masse ist nun mal nicht gleich Klasse.
Was ich unmöglich finde, die Zahl der Mannschaften und damit der Absteiger im laufenden Wettbewerb festzulegen bzw zu verändern. Bevor der erste Ball getreten wird müssen Auf - und Abstieg klar definiert sein. Jetzt die Liga " gesund zu schrumpfen" ist sportlich unfair. 2022/23 Reduzierung auf 18 anstreben und im Folgejahr auf 16.

brblok vor 37 Wochen

So leid es mir für die absteiger tut, aber für mich absolut nachvollziehbar. 38 Spieltage sind für ne semi-profi-liga zu viel. Man hätte aber zu saisonbeginn klar sagen müssen 5-6 absteiger.
Diese hintertür (Strohhalm) daran klammern sich nun verständlicher weise die unten stehenden teams fest.
Aber so steigt die attraktivität der oberliga wieder mehr (plauen : auerbach/ rathenow: brandenburg). Und ich hoffe, ihr kommt wieder hoch!

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