Fußball | Regionalliga Schreiben an die Politik - Vereine hoffen auf Restart, Fans und Einheitlichkeit

Die Vereine der Regionalliga Nordost haben sich am Mittwoch getroffen und erste Schritte für einen Restart abgesprochen. Die Klubs werden sich zunächst einmal an die Politik wenden, um gleiche Bedingungen zu bekommen.

Amer Kadric und Luca Sirch
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Die 20 Vereine in der Fußball-Regionalliga Nordost hoffen auf eine Fortsetzung der Saison noch im November. Das erfuhr der MDR nach einer großen Videokonferenz des Nordostdeutschen Verbands NOFV mit allen Vereinen am Mittwoch. Bislang gibt es wegen der politischen Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine offizielle Pause bis Ende November.

Spiele ohne Zuschauer kaum zu stemmen

Der NOFV soll im Namen der Klubs einen Brief an die Ministerpräsidenten der Länder bzw. an den regierenden Bürgermeister von Berlin schreiben, bei dem die Klubs für einen Wiederbeginn im November werben - inklusive eines einheitlichen Trainingsbetriebs. Dort gibt es derzeit große Unterschiede.

Lok Leipzigs Geschäftsführer Martin Mieth sagte dem MDR: "Wir wollen Fußball spielen, aber wir sehen auch die Ungleichheit bei den Trainingsbedingungen. Einige Vereine können gar nicht trainieren. Dort müssen gleiche Wettbewerbsbedingungen herrschen." Zudem wünschen sich die Vereine eine möglichst schnelle Wiederzulassung von Zuschauern. Geisterspiele stellen im Prinzip keine Option dar. Man kann sich so Mieth nur "ein oder zwei Spiele ohne Fans" vorstellen, "auf keinen Fall aber vier, fünf oder sechs".

Tor für Energie Cottbus. Max Kremer (7, Cottbus) trifft per Foulelfmeter zum 1:1 Ausgleich.
Das Plache-Stadion in Leipzig Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Wolf: Einheitliche Trainingsbedingungen schaffen

Hubert Wolf, Präsident ZFC Meuselwitz.
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Hubert Wolf, Präsident des ZFC Meuselwitz, sagte "Sport im Osten", man habe am Mittwoch ein "Stimmungs- und Meinungsbild" eingeholt. Nun gelte es, sich an die Politik zu wenden. Um nicht in Terminprobleme zu gelangen, sprachen die Klubs auch über einen Spielplan mit einer verkürzten Winterpause. So könnte bis kurz vor Weihnachten und dann 2021 vor dem 24. Januar wieder gespielt werden. Zunächst aber sei wichtig, dass die Politik einheitliche Trainingsbedingungen schaffe. Bei einer längeren Pause wünschen sich die Klubs zehn Tage Training als Vorlauf.

Leere Sitzplätze 8 min
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Leere Sitzplätze 8 min
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Vier von fünf deutschen Regionalligen pausieren im November

Von den fünf deutschen Regionalligen hat sich nur die Regionalliga West zum Weitermachen entschieden. Der dafür zuständige Westdeutsche Fußballverband begründete dies mit "professionellen Strukturen". Die Spieler dort verdienten ihren Großteil ihres Lebensunterhalts mit Fußball. In der Regionalliga Südwest und in der RL Nord ist der Spielbetrieb ebenfalls bis Ende November ausgesetzt. In Bayern ist die Saison wegen der üblichen Winterausfälle sogar bis zum 31. Dezember unterbrochen.

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cke

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 07. November 2020 | 16:30 Uhr

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