Fußball | Regionalliga NOFV stellt Spielbetrieb bis Jahresende ein

Der Spielbetrieb der Regionalliga Nordost wird bis zum 31. Dezember eingestellt. Die Entscheidung gilt auch für die Oberliga, die Frauen-Regionalliga, die Junioren-Regionalligen sowie der Futsal-Regionalliga bzw. für alle unteren Spielklassen. Das hat der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) auf seiner Präsidiumssitzung per Videokonferenz am Freitag beschlossen.

Ein Mundschutz,Mundschutzmaske bedeckt einen Ball.
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Über die Fortsetzung des Spielbetriebes im Jahr 2021 werden die verantwortlichen Ausschüsse unter Beachtung der politischen Entscheidungen und behördlichen Verfügungslagen befinden. Es werden Videokonferenzen stattfinden, um die Vereine in den Entscheidungsprozess einzubeziehen, hieß es in einer Erklärung des NOFV. Über weitere Entscheidungen bzw. Vorgehensweisen will der Verband zeitnah informieren. Mit Hinweis auf die Regionalliga als Spielklasse mit professionellen Strukturen und 88 Prozent Vertragsspielern hatte der NOFV zunächst eine Wiederaufnahme der Spiele angestrebt, was zahlreiche Vereine kritisiert hatten.

Arbeitsgruppe soll Alternativen entwickeln

Ein Termin zur Fortsetzung der Saison war bei der Konferenz noch kein Thema der Diskussion. Dies hänge mit der allgemeinen Pandemielage und deren Entwicklung zusammen, erklärte Uwe Dietrich, Leiter des NOFV-Spielausschusses, im MDR-Interview.

"Wir werden uns vor Weihnachten nochmals in einer Videokonferenz treffen, wo wir je nach aktueller Lage entscheiden werden. Das Treffen Ende Dezember wird von einer kleinen Arbeitsgruppe vorbereitet, die verschieden Modelle entwickeln soll und danach gemeinsam diskutiert werden, sagte Dietrich. Sollte im Januar noch eine Aufnahme des Spielbetriebs möglich sein, wäre die Abwicklung der kompletten Saison noch möglich. Falls dies nicht der Fall sei, könnte der Spielbetrieb nur über eine Runde gehen. Eine weitere Alternative wäre ein Spielbetrieb mit Playoffs und Playdowns sowie die Aktivierung der Quotientenregel, die im schlimmsten Fall greifen würde.

FCC-Geschäftsführer Förster begrüßt Entscheidung

Chris Förster, Geschäftsführer vom FC Carl Zeiss Jena, der im Vorfeld Zweifel über die Fortsetzung des Spielbetriebs geäußert hatte, begrüßte im MDR-Interview die Entscheidung des NOFV. "Es war die einzig richtige Entscheidung, die wir auch so erwartet haben. Es ist wichtig als Verein eine längere Planungssicherheit als nur eine Woche zu bekommen." Man habe bereits im November Kurzarbeit angemeldet, wobei der Anteil von 25 auf 50 Prozent erhöht werden soll, um Kosten zu senken.

red

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. November 2020 | 19:30 Uhr

11 Kommentare

Lothar Thomas vor 7 Wochen

Längst absehbar war es ja schon.

Nur, wenn es einen harten Schnitt gibt, dann Bitteschön für Alle ohne Ausnahme, dann nicht nur die 4. Liga, sondern auch bis hoch zur 1. BL.

Was soll das immer, wenn die großen Profis weiter machen, während die kleinen Clubs kaputt gehen.

Sollte es Unterstützungen geben, dann zuerst diejenigen, die es am Nötigsten brauchen und das sind nicht die ohnehin reichen Clubs.

Ein FC Bayern hat genügend Reserven, um auch ohne Hilfe nicht am Hungertuch nagen zu müssen.

Wollen wir hoffen, dass diese verfluchte Pandemie endlich bald ein Ende findet.

Ansonsten wünsche ich Allen viel Gesundheit und haltet Euch von den Beatmungsgeräten fern.

Es gibt Krankheiten, die braucht kein Mensch.


Feldspieler vor 7 Wochen

Die Frage ist, welcher Verein sich nach der Pandemie noch Profitum leisten können wird?
Es geht für viele um Überleben, denn mit Zuschauern, dass wird für lange nicht möglich oder eingeschränkt sein. Ich bin da nicht optimistisch, andererseits auch eine Chance...

Guter Schwabe vor 7 Wochen

Auf Ihre Frage gibt die Leistung der aktuellen Nationalmahnschaft die Antwort, wenn von unten nichts nachkommt, dann kann Oben nicht Mehr raus kommen.
Je länger der ganze Amateurbereich bis runter zu den Minis verboten wird (ich denke das wird noch sehr lange so sein), desto gravierender die Folgen. Das gilt für alle Sportarten.