Fußball | Regionalliga NOFV-Präsident Hermann Winkler kandidiert erneut - Appell an die Politik

Hermann Winkler, NOFV Präsident
Hermann Winkler steht seit Januar 2021 an der Spitze des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes. Bildrechte: IMAGO / Picture Point

Der vor einem Jahr kommissarisch gewählte Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), Hermann Winkler, wird sich um eine weitere Amtszeit bewerben. "Ja, ich werde kandidieren. Mir macht die Arbeit als NOFV-Präsident unheimlich Spaß und ich sehe sehr viel Potenzial, den Fußball weiterzuentwickeln", sagte der 59-Jährige dem "Kicker" (Donnerstagsausgabe).

Winkler war im Januar 2021 zum Nachfolger des verstorbenen Erwin Bugar gewählt worden, im November 2022 stehen auf dem NOFV-Verbandstag Neuwahlen an.

Winkler: "Es sind Fehler passiert"

Seine eineinhalb Jahre als kommissarischer Präsident bezeichnet der frühere Präsident des Landessportbundes Sachsen als "erfolgreiche Zeit". "Wir haben in der Krisenzeit rund um das Coronavirus zusammengehalten", sagte Winkler, "es war sicherlich keine einfache Zeit, und es sind Fehler passiert." So sieht Winkler in der Kommunikation noch Luft nach oben.

Nach wie vor bin ich mit der Aufstiegsregel nicht zufrieden

Hermann Winkler Präsident Nordostdeutscher Fußball-Verband

Zugleich setzt sich Winkler für eine Änderung der Aufstiegsregelung in den Regionalligen ein. In dieser Saison kämpft der Meister der Regionalliga Nordost gegen den bayrischen Titelträger um einen Platz in der dritten Liga. "Nach wie vor bin ich mit der Aufstiegsregel nicht zufrieden", sagte Winkler, "daher haben wir nun eine Arbeitsgruppe mit dem Titel Regionalliga-Aufstieg ins Leben gerufen, die noch im August tagen wird und sich weiter mit der Thematik beschäftigt."

Appell nach Spielabsage in Eilenburg

Am Mittwoch (03.08.2022) hatte sich Winkler angesichts der Energie-Krise bereits an die Politik gewandet. Hintergrund ist die Absage des Eröffnungsspiels der Oberliga Süd zwischen dem FC Eilenburg und Wacker Nordhausen. Es gebe leider nicht nur erste Anzeichen, sondern ganz konkrete Sparmaßnahmen von Städten, die den Spiel- und Sportbetrieb einschränken, sagte Winkler.

Das für Freitag, 20:00 Uhr, geplante Flutlichtspiel in Eilenburg wurde von der Stadt als Eigentümer des Stadions abgesagt, um Energie zu sparen. Die Partie gegen Nordhausen wird nun auf 19:00 Uhr vorverlegt.

Winkler warnt vor "Energie-Lockdown"

Winkler warnte vor einem erneuten Stillstand des Sports. "Der Vereinssport wäre wieder einmal Leidtragender der Versäumnisse der Politik. Nach dem Corona-Lockdown und dem faktischen Sportverbot darf es im Herbst keinen Energie-Lockdown geben", sagte Winkler.

Darüber hinaus erwarte der DFB-Vize "Rückendeckung und Mannschaftsspiel von allen politischen Verantwortungsträgern" mit Blick auf den Kinder- und Jugendsport sowie den Spielbetrieb in Regional- und Oberliga. "Sport dient der Gesunderhaltung des Körpers sowie dem gesellschaftlichen Zusammenhalt gerade in dieser Zeit. Damit ist er Daseinsvorsorge und Pflichtaufgabe für den Staat."

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red/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 04. August 2022 | 17:45 Uhr

9 Kommentare

Micha R vor 2 Wochen

@ Der allwissende Besserwisser
Was heißt hier "Wenn sich an der Aufstiegsregelung zu Liga drei was ändern soll, dann hau doch auf den Tisch. Der Koch ist weg."?
Zwar ist R. Koch weg. Aber der DFB sprach bereits letztes Jahr ein Machtwort hinsichtlich Aufstiegsregelung: " "Das Thema wird nicht neu beraten", siehe SpiO-Meldung "DFB will Drittliga-Aufstiegsregelung nicht mehr ändern" vom 22. Oktober letzten Jahres:
https://www.mdr.de/sport/fussball_rl/streit-aufstiegsregelung-regionalliga-100.html
Kein Wunder, die einzige von allen anderen Regionalverbänden akzeptierte Änderung hin zu "4 Meister = 4 Aufsteiger" würde doch in der Auflösung der RL Nordost bestehen (also Mitteldeutschland mit Bayern zu einer RL Südost, gemeinsame Regionalliga des Nordens mit Berlin-Brandenburg + Meck-Pomm).
Aber genau so eine Lösung wollen doch weder der NOFV (auch weil dadurch für ihn weniger Spiel- und Verbandsabgaben generiert würden) noch ein Großtei der nordostdeutschen Regionalligisten.

MikeS vor 2 Wochen

... das jetzt aufkommende kollektive Geheul ist auch nicht zielführend, zumal ich bei den Usern nirgendwo einen überdenkenswerten Vorschlag sehe ... aber man tut in die große Nörgeltrompete ... da hilft auch der Avatar "Besserwisser" nicht weiter - nichts weiß er besser!

Der alleswissende Besserwisser vor 2 Wochen

Bitte, bitte Herr Winkler, kandidieren sich nicht wieder.

Wie schon als MdEP und in der Staatsregierung bewirken sich auch im SFV leider gar nichts Gutes!!!

Die "kleinen" Vereine brauchen (ihre!) Hilfe, die Basis. Häppchen bei einem Bundesligisten zu verputzen mag zwar schön sein (für sie), hilft aber (den Vereinen vor Ort) nicht!!!

Es müssen mal Verbands-intern Regelungen gefunden werden, die für die Vereine sinnvoll sind. Da müssen keine Schiedsrichter für Gurkenspiele in der vorletzten Liga, wo 20 Zuschauer kommen, 50 Kilometer anreisen. Die Kosten erwirtschaften die Vereine über Zuschauer gar nicht mehr. Usw., usw.

Wenn sich an der Aufstiegsregelung zu Liga drei was ändern soll, dann hau doch auf den Tisch. Der Koch ist weg.

Aber wie in der Politik erzählt der Hermann viel, was man machen könnte und sollte. Aber Output ist null. Hauptsache er hat Häppchen verputzt und Brause getrunken....

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