Fußball | Regionalliga Chemie Leipzig "prüft" juristische Schritte gegen Flutlicht-Urteil

Chemie Leipzig muss bis 20. Juli ein für die Regionalliga taugliches Stadion vorweisen – dafür fehlt der BSG jedoch das Flutlicht. Nun kündigte der Verein an, rechtliche Schritte gegen das NOFV-Urteil zu prüfen und kritisierte den Verband scharf.

ine Eckfahne von Chemie mit Chemie-Logo, dahinter zwei Flutlichtmasten
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Nachdem der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) der BSG Chemie Leipzig die Regionalliga-Ausnahmegenehmigung für den Alfred-Kunze-Sportpark entzogen hat, wollen die Grün-Weißen nun "juristisch prüfen" lassen, "ob und wie dieses Urteil angefochten werden kann." Das kündigte der Verein am Sonntag (27. Juni) an.

Chemie attackiert NOFV: "Es ist ein absolutes Unding"

Frank Kühne (Vorstandsvoritzender BSG Chemie Leipzig)
Chemie-Präsident Frank Kühne. Bildrechte: Picture Point/S. Sonntag

In einem über die Vereinskanäle veröffentlichtem Statement kritisierte der BSG-Vorstand in Richtung NOFV: "Es ist aus unserer Sicht und aus Sicht aller Beteiligten auf städtischer Seite ein absolutes Unding, dass in diesen pandemiebedingten Krisenzeiten keinerlei Verständnis für die Belange der Vereine und deren grenzwertigen Kampf ums finanzielle Überleben gezeigt wird, sondern stattdessen auf einem ominösen Gleichbehandlungsgrundsatz beharrt wird, ja sogar der Entzug der Lizenz für Chemie verlangt wurde."

Hintergrund des Konfliktes ist, dass Chemie Leipzig bis zum 20. Juli ein für die Regionalliga taugliches Stadion vorweisen muss – dafür fehlt der BSG jedoch das Flutlicht. Die Leutzscher stellten jedoch klar, sich unter keinen Umständen eine mögliche Ausweichstätte zu suchen.

Zur Saison 2022/23 soll das feste Flutlicht stehen

Vor den angekündigten juristischen Schritten hatte Präsident Frank Kühne bereits am Freitagabend auf MDR-Nachfrage betont: "Wir müssen jetzt mit der Situation leben und Geld in die Hand nehmen. Eine andere Chance haben wir ja nicht." Chemie wird nun zunächst eine mobile Flutlichtanlage installieren, die Kosten von bis zu 100.000 Euro verursachen wird und laut "Leipziger Volkszeitung" auch schon auf einem Trainingsplatz des englischen Traditionsklubs FC Liverpool zum Einsatz kam.

Abseits der kostspieligen Interimslösung halten die Verantwortlichen an ihrem "dem NOFV vorgelegten Zeitplan 'Fertigstellung Flutlicht bis zur Saison 2022/23' fest. Nach dem sich fast eineinhalb Jahre hinziehenden Genehmigungsverfahren des Bauvorantrages bei der Stadt Leipzig soll in Kürze der endgültige Bauantrag gestellt werden.

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red

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 27. Juni 2021 | 21:45 Uhr

39 Kommentare

eigentlich egal vor 13 Wochen

Eigentlich gilt ja: dont feed the trolls. Aber was Du von Dir gibst, ist so abstrus, da muss man aktiv werden. Ein guter Teil der Dokumente wurden offen gelegt, das Geld ist da und die Verzögerung liegt nicht in der Schuld der BSG.
Ich finde, so mit Unwissenheit um sich zu schmeißen, spricht nicht für Dich. Ernst nehmen wird Deine auf falschen Ansichten basierende Meinung so niemand.

Gustav vor 13 Wochen

Als NOFV wäre es von Vorteil gewesen, sämtliche vorgelegten Unterlagen seitens der BSG Chemie zu prüfen und unter den aktuellen Umständen einen Kompromiss zu finden. Mit einem Spielausschussvorsitzenden Herr Dietrich ist so etwas wohl nicht möglich. Da wird lieber verleumdet („in Beine statt in Steine investieren“), statt wirklich nach Lösungen zu suchen. Chemie hat auf seiner Homepage alle an den NOFV vorgelegten Unterlagen transparent zur Verfügung gestellt. Da kann sich jeder sein Urteil bilden.
GWG Gustav

AufmerksamerBeobachter vor 13 Wochen

Als NOFV würde ich angesichts der in Aussicht gestellten Prozeßhanselei jetzt sagen: OK, wir geben Chemie jetzt die Chance innerhalb eines Jahres die Anlage nachzuweisen und fuer naechste Saison wieder eine Lizens zu beantragen; Bis dahin , gutes Gelingen und schönes Training.