Fußball | Regionalliga "Support your local Team" – Regionalligisten kämpfen um ihre Fans

Spiele der umstrittenen Weltmeisterschaft in Katar schauen oder zum lokalen Team gehen? Denn in der Regionalliga Nordost wird in den kommenden Wochen trotz WM weitergespielt. Und die Vereine werben um ihre Fans, die ins Stadion sollen.

1. FC Lok Leipzig
Lok Leipzig wirbt mit dem Slogan "Djamal statt Jamal" für mehr Zuschauer im Stadion während der Fußball-WM. Bildrechte: 1. FC Lok Leipzig

Während bei der wohl umstrittensten Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten in Katar um den Titel gespielt wird, geht in Deutschland der Spielbetrieb ab der Regionalliga weiter. Und die Vereine kämpfen um ihre Fans, die sich an den nächsten Wochenenden entscheiden müssen: Auf dem Sofa WM schauen oder raus in die Stadien zum Fußball ihres Lieblingsvereins?

1. FC Lok Leipzig bietet WM-Kombiticket an

Einige Vereine in der Regionalliga Nordost sind selbst in die Offensive gegangen, werben auch mit Vergünstigungen um volle Häuser. Mit "Djamal statt Jamal" will der 1. FC Lok Leipzig seine Anhänger ins Stadion locken. Aber nicht nur so: Für die beiden Heimspiele während der WM gibt es ein Kombiticket gegen Chemnitzer FC und SV Babelsberg ab 14 Euro. Zudem wird allen bis 18 und Studierenden freier Eintritt gewährt. "Statt die kommenden Wochen seelenlosen Hochglanzfußball von der Mattscheibe zu konsumieren, wird dir bei der Loksche authentischer Fußball geboten", heißt es in einem Lok-Aufruf.

1. FC Lok Leipzig
Bildrechte: 1. FC Lok Leipzig

FC Carl Zeiss Jena ruft zur Unterstützung auf

Auch beim FC Carl Zeiss Jena appelliert man an die Fans, sich in Stadion zu bewegen. "Die Teams eures Vereins verdienen eure Unterstützung", heißt es in einem längeren Statement des Vereins. Unbezahlbar sei das Erlebnis in einem Stadion, der direkte Kontakt zu anderen Fans und zu den Spielern. "Ganz ehrlich: habt ihr alle das schon einmal bei einem WM-Spiel erlebt? (...) Geht raus, schaut Fußball und unterstützt euren Heimat- und Herzensverein. Er wird es euch danken."

Grafik FC Carl Zeiss Jena
Bildrechte: FC Carl Zeiss Jena

Chemnitzer FC: "Wir gehen lieber zum Klub"

Der Chemnitzer FC macht mit einem starken Video in den sozialen Medien "Bock auf die Himmelblauen". "Für den CFC geht es um wichtige Punkte in der Regionalliga Nordost. Deshalb: Kommt ins Stadion! Unterstützt unseren Club."

Vier Spieltage während der WM

In der Regionalliga Nordost stehen insgesamt noch vier Spieltage auf dem Programm, die allesamt mit den WM-Spielen kollidieren. Wenn in Doha am 18. Dezember das Finale steigt, treten zum Beispiel für den Chemnitzer FC und die BSG Chemie Leipzig zu den letzten Hinrundenspielen in Berlin und Cottbus an. Auch in den Oberligen werden noch vier Spieltage ausgetragen. Auch hier hoffen die Vereine, dass trotz oder gerade wegen der WM die Fans in die Stadien pilgern.

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Videos aus der Regionalliga

Miroslav Jagatic
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Nach dem 1:1 gegen den BFC Dynamo wollte Miroslav Jagatic, der Trainer von Fußball-Regionalligist Chemie Leipzig, zunächst einmal nicht über das Gegentor, sondern die Anfangsphase sprechen.

Di 29.11.2022 21:37Uhr 02:16 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-miroslav-jagatic-nach-bsg-chemie-leipzig-bfc-dynamo-100.html

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Spielszene aus Chemie Leipzig - BFC
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Enttäuschung im Kunze-Sportpark: Die BSG Chemie Leipzig stand im Duell mit Fußball-Regionalliga-Meister BFC Dynamo kurz vor dem Sieg.

MDR aktuell 21:45 Uhr Di 29.11.2022 21:45Uhr 01:20 min

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Dieses Thema im Programm: MDR+ | Sport im Osten | 26. November 2022 | 13:00 Uhr

6 Kommentare

Kyffhaeuser vor 1 Wochen

insbesondere so ein "Livestream" trägt unheimlich dazu bei, dass die Massen ins Stadion strömen. Geradezu absurd dämlich, wie der MDR auf der linken Bildschirmseite für seinen eigenen völlig unnötigen Livestream wirbt und auf der rechten Seite zum Besuch das Stadions aufruft ? So ein Livesteream schadet massiv den Vereinen ! und die paar "Körten" vom Fernsehen, falls es überhaupt etwas gibt, sind mit 2-300 Besuchern mehr, schnell aufgeholt.

Micha R vor 1 Wochen

@ Chlli Pallmer
Weiterer Zuschauerschwund in Propstheida?
Lok ist zuschauerschnittmäßig hinter RWE und Energie und aktuell noch knapp vor Chemie die Nr.3 in der Regionalliga Nordost!

Lok vor 1 Wochen

Den freien Eintritt U18 allerdings nur für die relativ unattraktiven Plätze in der Kurve, mit gefühlten vier Kilometern Abstand zum Spielfeld, und auch nicht zu allen Spitzenspielen, das sollte man nicht unerwähnt lassen, wenn es um die Erfolgsbilanz dieses speziellen Tickets geht.

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