Fußball | Regionalliga Nordost Regionalliga Nordost abgebrochen - Lok Leipzig Quotienten-Meister

Der Nordostdeutsche Fußballverband hat über die Regionalliga-Saison 2019/20 entschieden. Nach Informationen von Sport im Osten wird der Meister per Quotienten-Regel gekürt.

1. FC Lok Leipzig
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Der 1.FC Lok Leipzig ist nach Informationen von Sport im Osten Meister der Regionalliga Nordost. Das entschied der Nordostdeutsche Fußball-Verband am Freitag (05.06.2020) auf einer Videokonferenz. Bei der Sitzung hatten sich 20 Präsidiumsmitglieder - davon 16 stimmberechtigt - zusammengefunden.

Einstimmige Entscheidung des NOFV

Die Abstimmenden, unter Ihnen die Präsidenten, der Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zogen die Tabelle vom 13.03.20 vor der Corona-Krise als Entscheidungsgrundlage heran. In dieser hatte der 1.FC Lok Leipzig ein Spiel weniger als Konkurrent  und Tabellenführer Altglienicke, deshalb wurde die von der UEFA eingeführte Quotientenregelung angewandt und die Messestädter einstimmig zum Meister gekürt.

Die Anträge von Altglienicke, den Meister in einem Finalspiel zu ermitteln, sowie vom Drittplatzierten Energie Cottbus, den Titelträger in einem Turnier auszuspielen, wurden nicht angenommen.

Zwei Aufstiegsspiele gegen West-Vertreter

Lok Leipzig steht nun vor zwei Aufstiegsspielen in die 3. Liga gegen den Vertreter der Regionalliga West. Im Westen ist noch keine Entscheidung über Wertung und/oder Abbruch der Saison getroffen. Allerdings gilt hier der SC Verl als Favorit. Die konkreten Termine für die Aufstiegsspiele stehen noch nicht genau fest. Die Spiele sollen aber noch im Juni stattfinden.

Lok-Tainer Wolf: Drittliga-Lizenz bei Aufstieg

In einer ersten Reaktion freute sich Lok-Trainer Wolfgang Wolf im "Sport im Osten"-Talk. "Es tut mir Leid für die Mannschaften, die hinten dran sind. Wir sind glücklich, dass man uns ernannt hat", sagte der frühere Bundesliga-Coach der mit den Stuttgarter Kickers bereits in die zweite und mit dem 1. FC Nürnberg in die 1. Bundesliga aufgestiegen war. "Jetzt gilt es, den nächsten Schritt zu machen", blickte Wolf auf die Aufstiegsspiele. Bisher war sein Team im Kleingruppentraining, ab kommender Woche Mittwoch hofft Wolf, dass er mit seinen Spielern ins Vollkontakttraining gehen kann. Bis dahin müsse aber das Hygienekonzept klar sein: „"Wir wollen das Hygienekonzept umsetzen. Dafür müssen wir es aber auch kennen. Wir hoffen, dass wir das Konzept am Wochenende bekommen."

Für den Fall eines Aufstiegs ist der Lok-Trainer und -Sportdirektor optimistisch, dass die Leipziger auch die Lizenz für den Profifußball bekommen: "Wenn wir sportlich aufsteigen, werden wir alle Auflagen erfüllen. Ein Ausweichstadion haben wir. Das werden wir benennen, wenn uns der DFB danach fragt. Da will ich hier noch nicht zu viel verraten."

Sport

SpiO Talk mit Wolfgang 12 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Kein Absteiger - Aber Erfurt fliegt raus

Der sich nach MDR-Informationen anbahnende Entscheid zum Abbruch der Saison bedeutet: Es gibt keinen sportlichen Absteiger. Der Rückzug des insolventen FC Rot-Weiß Erfurt bleibt aber bestehen. Die Thüringer werden voraussichtlich in der Oberliga starten.

Das heißt auch: Mit maximal vier Absteigern aus der 3. Liga, zwei Aufsteigern aus der Oberliga und beim Nicht-Aufstieg von Lok könnte die Regionalliga Nordost in der kommenden Saison auf 23 Teams anwachsen.

dh/mr

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 06. Juni 2020 | 16:30 Uhr

56 Kommentare

NDH-xx-999 vor 5 Wochen

LOL genau....vor ein paar Jahren noch hieß es SUPER die dritte Liga ist die Ostdeutsche Liga ....ich habe den Eindruck die ganzen großen EX Vereine bewegen sich kontinuierlich immer weiter nach unten .....

James Bond vor 5 Wochen

Glückwunsch abgelehnt, denn aufgestiegen ist LOK noch nicht , leider.
Die Tasache das es in Preussen , beim Herrn Mattuschke, Defizite In Mathe gibt,ist beängstigend. Ein Reionalligameister sollte wenigstens einfache Divisionsaufgaben beherrschen !
Und das mit der Lizenz ist total umspannend ! Lok wird alle Auflagen erfüllen und in seinem StaDion spielen können.
Altglienicke hingegen hat nicht mal ein Stadion , sondern spielt für ein Euro Miete in einem städtischen Stadion, welches abgerissen wird.
Wenn wir also über Ungerechtigkeiten reden wollen, sollten wir mit den unfairen
Bedingungen beginnen ! 1 Euro Miete pro Monat oder Jahr. Den Rest zahlt der Steuerzahler, aber nicht der Berliner ! Unverschämtheit ! Aber aufsteigen wollen !

Chili Palmer vor 5 Wochen

Hast recht, passte aber gerade so vortrefflich. Aber sag mal, wolltet ihr nicht freiwillig zurück in die OL oder ändern sich durch den Saisonabbruch die Vorzeichen für euch?