Fußball | Regionalliga Nordost Aufstand der Underdogs zum Auftakt

1. Spieltag

Welch ein 1. Spieltag der Regionalliga-Saison 2020/21: Die großen Aufstiegsfavoriten Jena, Chemnitz und Cottbus lassen alle Punkte liegen. Dafür gewinnen Teams wie Chemie Leipzig, Meuselwitz und Bischofswerda und stehen nun in der Spitzengruppe der Tabelle.

Torjubel beim Team von ZFC Meuselwitz nach dem 0:1 von Timo Mauer (Rechtsaussen ZFC Meuselwitz, Rueckennummer 27) (Mitte verdeckt) beim Regionalliga-Spiel Optik Rathenow gegen Meuselwitz
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Erik Schmidt konnte sein Glück kaum fassen. "Das war ein Traumstart für uns", sagte der Trainer des Bischofswerdaer FV nach dem 2:0 gegen den VfB Auerbach. "Letztes Jahr wurde die Mannschaft gedemütigt, heute ist es eine andere Truppe, die sich auch selbst quälen kann."

Und tatsächlich hatte "Schiebock" die vergangene Saison als 17. mit nur zwei Siegen aus 20 Spielen abgeschlossen. Ohne den Corona-bedingten Abbruch - und die Rückzüge von Rot-Weiß Erfurt und Wacker Nordhausen - wäre der BFV wohl sang- und klanglos abgestiegen. So grüßt Bischofswerda von Platz drei der Regionalliga-Tabelle.

Chemie grüßt von der Spitze

Diesen Rang teilt sich der BFV mit dem ZFC Meuselwitz, der beim 2:0 in Rathenow ebenfalls überzeugen konnte. So glückte aus das Debüt von Coach Koray Gökkurt, der den langjährigen Zipsendorfer Trainer Heiko Weber beerbt hatte. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wir haben verdient gewonnen", meinte Gökkurt nach der Partie.

Noch weiter oben, nämlich auf dem geteilten Platz eins steht Chemie Leipzig. Die BSG bezwang den personell verstärkten BFC Dynamo mit 3:1 und hätte dabei noch locker zwei Tore mehr schießen können. "Trotz des guten Starts, wir bleiben auf dem Boden, wir bleiben geerdet", erklärte Chemie-Coach Miroslav Jagatic hinterher. Ein bisschen werden sie in Leipzig-Leutzsch nun aber vielleicht schon von Höherem träumen.

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Chemnitz und Cottbus enttäuschen

Den Stadtrivalen aus Probstheida haben sie jedenfalls schon hinter sich gelassen. Lok Leipzig musste sich zum Auftakt mit 1:3 Hertha BSC II geschlagen geben und grüßt vom 18. Platz. Ebenfalls in den hinteren Tabellenregionen befinden sich mit dem Chemnitzer FC und Energie Cottbus zwei Teams, die man dort eher nicht erwartet hatte. Die "Himmelblauen" verloren ihr Heimspiel gegen Viktoria Berlin mit 1:2 - genauso wie die Lausitzer gegen den SV Lichtenberg. "Wir haben in der zweiten Halbzeit genügend Torchancen, um das Spiel zu gewinnen", sagte der neue CFC-Coach Daniel Berlinski.

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Der Chemnitzer FC musste sich Auftakt Viktoria Berlin geschlagen geben. Kapitän Niklas Hoheneder äußerte sich hinterher am "SpiO"- Mikrofon.

So 16.08.2020 12:45Uhr 01:01 min

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Berlinski 1 min
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Der Chemnitzer FC musste sich Auftakt Viktoria Berlin geschlagen geben. Coach Daniel Berlinski äußerte sich hinterher am "SpiO"- Mikrofon.

So 16.08.2020 12:46Uhr 01:28 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-berlinski-haben-genuegend-torchancen-um-spiel-zu-gewinnen-100.html

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Etwas besser als die Sachsen schnitt der Mitabsteiger aus der 3. Liga, der FC Carl Zeiss Jena, ab - haderte aber nach dem 1:1 gegen den SV Babelsberg ebenfalls mit der Chancenverwertung. Aber letztlich wird die Saison mit ihren 38 Spieltagen noch sehr lang - und immerhin darf der Meister der Regionalliga Nordost am Ende auch wieder direkt aufsteigen

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cdi

Spielberichte vom 1. Spieltag

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ein Stadion aus der Luft
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ein Mann im Gespräch
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 15. August 2020 | 14:00 Uhr

9 Kommentare

Feldspieler vor 14 Wochen

Hallo Megaboss, wer hat bei Lok vom Aufstieg gesprochen? Das ist doch Unsinn und unrealistisch zugleich. Für Lok wird es eine Aufbausaison - sportlich wie wirtschaftlich! Vielleicht kann man in 1,2,... Jahren neu angreifen... Ich denke, den Aufstieg werden die Berliner Teams untereinander ausspielen...

Fan Achim vor 14 Wochen

Oldie68 Lass uns bitte teilhaben wenn du den MDR schon berechtigter Weise darauf hin weißt, das Altglienicke gewonnen hat wie so sie dan auf den 2,Platz gehören?





megaboss vor 14 Wochen

Oldi 68, lass einfach deine unqualifizierten Sprüche.
In Jena hat Niemand vom Aufstieg gesprochen, wäre zwar schön aber zur Zeit unrealistisch.
Wir sind Jena und nicht Lok Leipzig.