Fußball | Regionalliga NOFV präsentiert Lok Leipzig und der BSG Chemie saftige Rechnung

Der 1. FC Lok Leipzig und die BSG Chemie Leipzig müssen noch einmal tief in die Tasche greifen. Sozusagen als Derby-Nachwehen hat der NOFV beide Klubs zu saftigen Geldstrafen verurteilt. Der FCL muss sich zudem in den kommenden Heimspielen "bewähren".

Philipp Wendt von Chemie Leipzig im Duell gegen Mike Eglseder von Lok Leipzig
Umkämpftes Duell: Philipp Wendt von Chemie Leipzig gegen Mike Eglseder von Lok Leipzig Bildrechte: imago images/Beautiful Sports

Das Stadtderby zwischen Lok Leipzig und der BSG Chemie am 21. November ist weiter ein Thema. Der FCL gewann mit 1:0 und heimste drei Punkte ein, jetzt hat der Nordostdeutsche Fußballverband bezüglich der Begleitumstände die Rechnung präsentiert.

Am Mittwoch (12. Januar) teilte der NOFV mit, dass das Sportgericht beide Vereine zu insgesamt 10.800 Euro Strafe verurteilte. Der Grund: "Bei dem Spiel hatten Anhänger beider Vereine u. a. mehrfach Rauchbomben gezündet und Raketen abgeschossen. Anhänger des 1. FC Lokomotive Leipzig skandierten zudem rassistische und diskriminierende Parolen."

Geldstrafe für Lok plus "Heimspiele auf Bewährung"

Lok Leipzig muss 6.300 Euro berappen, hiervon können 2.000 Euro für Maßnahmen gegen Rassismus, Rechtsextremismus oder Antisemitismus verwendet werden. Zudem muss der Klub ein Meisterschafts-Heimspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Die Vollstreckung wird jedoch zur Bewährung bis zum Saisonende ausgesetzt. Der NOFV ahndete damit laut Mitteilung das "fortgesetzte unsportliche Verhalten" der Lok-Fans "in Tateinheit mit einem nicht ausreichenden Ordnungsdienst und wegen eines diskriminierenden Verhaltens seiner Anhänger".

Chemie muss 4.500 Euro zahlen

Die Geldstrafe von 4.500 Euro für Chemie Leipzig wurde vom NOFV mit dem "fortgesetzten unsportlichen Verhalten ihrer Anhänger" begründet.

red/pm

Videos aus der Regionalliga

Alle anzeigen (138)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sachsenspiegel | 12. Januar 2022 | 19:00 Uhr

10 Kommentare

Les Wochos vor 17 Wochen

Jule N. ist empört über die Strafe gegen Chemie. Die wenigen Reketen waren als eine Aktion gegen das Bienensterben geplant und mit Greenpace abgesprochen. Es ist skandalös, das zu sanktionieren. Bei LOK ist es gerechtfertigt und sollte eigentlich höher angesetzt sein. Wehret den Anfängen.

Matze91 vor 17 Wochen

Da gebe ich dir schon Recht.
Allerdings haben die meisten Stadien bereits Überwachungssysteme.
Bei den Amateurklubs handhabt sich das natürlich anders.
Da stellt sich einerseits die Frage der Finanzierung und andererseits die Stadioneigentums...denn häufig ist dort die Gemeinde oder der Landkreis der Eigentümer.
Aber auch dort gibt es Möglichkeiten wenn man weiß das man solche Vollidioten unter den Fans hat die häufiger negativ aufgefallen sind.
Und zur Not kann man auch auf die TV Bilder zugreifen die geben häufig auch was her zumindest manchmal.
Aber dennoch muss der Verein als erstes den entscheidenden Schritt gehen.
Auch wenn es schwierig ist, gibt es Möglichkeiten.
Ich weiß das jetzt einfacher klingt als gesagt aber wenn eine Vereinsführung willig ist dann bekommt diese mit Sicherheit auch die Unterstützung der großen Mehrheit unter den Fans...

Lok vor 17 Wochen

@Matze91
Im Gegensatz zu "Kollektivstrafen", welche der Verband einfach gegen die Vereine verhängen kann, muss im Falle eines Strafverfahrens oder Verfahrens wegen Schadensersatz gegen einzelne Personen exakt belegt und dokumentiert sein, welche Person genau wann/ was/ wie gemacht hat. Da scheitert es eben meist. Möge in der Bundesliga vielleicht einfacher sein, wo jeder Platz mittels Kamera überwacht wird.

Aktuelle Meldungen aus der Regionalliga