Fußball | Regionalliga Topspiel gegen Cottbus: Ballert sich Carl Zeiss Jena an die Spitze?

Carl Zeiss Jena ist super in die Saison gestartet, Energie Cottbus kommt so langsam auf Touren. Die Zutaten für einen rauschenden Fußballabend am Mittwoch sind also gegeben. Für den FCC könnte bei einem Sieg die zwischenzeitliche Tabellenführung winken.

Trainer Andreas Patz (Jena)
Bildrechte: IMAGO / Bild13

Ungewöhnlicher Termin für das Topspiel des siebten Spieltages der Regionalliga Nordost: Der FC Carl Zeiss Jena empfängt Energie Cottbus zum Flutlicht-Hit bereits am Mittwoch (19 Uhr im Liveticker in der SpiO-App). Und das hat einen Grund, den Tag der Deutschen Einheit. Die offiziellen Feierlichkeiten finden am ersten Oktoberwochenende in Erfurt statt, da sind alle verfügbaren Polizeikräfte in der Landeshauptstadt gebunden.

Carl Zeiss Jena noch ungeschlagen

Jena schaut nach sechs absolvierten Punktspielen entspannt auf die Tabelle. 14 Punkte, vier Siege und noch keine Niederlage, der Start in die neue Spielzeit kann als gelungen bezeichnet werden. Auch, weil das große Thüringenduell beim FC Rot-Weiß Erfurt nach 0:1-Rückstand noch auf 1:1 gestellt werden konnte.

Am vergangenen Wochenende im Pokal durfte sich die zweite Reihe empfehlen, gelang nicht jedem hundertprozentig. Das 7:0 in Apolda hatte aber wieder einen Vater, Jan Dahlke traf nach seiner Einwechslung gleich vier Mal. Gegen Cottbus dürfen es ruhig die nächsten Treffer sein. Der Neuzugang von Preußen Münster ist bisher neben Rückkehrer Pascal Verkamp (4 Tore) der Gewinner der Startphase der neuen Saison beim FC Carl Zeiss. Vor dem Knaller gegen Energie bangen die Ostthüringer noch um Kapitän Bastian Strietzel, der sich vergangene Woche einen Infekt eingefangen hatte.

Takero Itoi und Jan Dahlke (Jena)
Jan Dahlke (re.) knipste im Pokal vier Mal. Bildrechte: IMAGO / Bild13

Oesterhelweg und Slamar zurück

Die Partie am Mittwoch birgt auch deswegen Brisanz, weil auf Cottbusser Seite zwei Akteure stehen, die letzte Saison noch für die Thüringer gespielt hatten. Maximilian Oesterhelweg ist fester Bestandteil bei den Lausitzern, erzielte ein Tor und bereitete zwei vor. Innenverteidiger Dennis Slamar stand in allen sechs Spielen auf dem Platz, wenn auch meist als Einwechselspieler. Die Cottbusser sind mit zehn Punkten nicht ganz stolperfrei in die Saison. Auswärts gab es nur einen Zähler aus drei Spielen. Da tat der Sieg gegen den Chemnitzer FC richtig gut, zumal das Cottbusser Umfeld schnell zu Unruhe neigt. Was auch Trainer Claus-Dieter Wollitz weiß: "Wenn ein Farmer heute etwas ansät, dann wächst nicht morgen direkt der Mais. Das ist dann nicht immer leicht, stetig damit umzugehen."

Maximilian Oesterhelweg und Trainer Claus-Dieter Wollitz
Maximilian Oesterhelweg und Trainer Claus-Dieter Wollitz Bildrechte: IMAGO / Fotostand

Cottbus-Coach Wollitz: "Haben alle Chancen"

Die Cottbusser setzten sich im Landespokal ebenfalls durch, hatten bei Oberligist RSV Eintracht 1949 Stahnsdorf beim 4:2 aber mehr Mühe als gedacht. Coach Wollitz: "Wichtig im Pokal ist, dass du irgendwie eine Runde weiterkommst." Gefreut hat sich der Trainer, dass Tim Heike nach seiner Einwechslung erneut ein tolles Tor erzielte. Auf den Ex-Halberstädter muss Jena aufpassen. Wollitz selbst gab sich vor dem Spiel in Jena optimistisch: "Wenn wir wie gegen Chemnitz spielen, haben wir alle Chancen. Da hatten wir keinen Ausfall, die volle Konzentration." Fehlen wird den Lausitzern allerdings Niclas Erlbeck, der sich in der vergangenen Woche im Training einen Innenbandriss im rechten Knie zugezogen hatte.

v.l. Tobias Hasse (Energie Cottbus), Trainer Claus-Dieter Wollitz (Energie Cottbus) und Tobias Eisenhuth (Energie Cottbus)
Gute Laune bei Energie nach dem 3:1-Sieg gegen den Chemnitzer FC Bildrechte: IMAGO / Fotostand

Letzte zwei Heimspiele verloren

So oft, wie man denkt, standen sich beide Teams noch gar nicht gegenüber. Zu DDR-Zeiten ging man sich meist aus dem Weg, da Cottbus erst ab Mitte der 80er Jahre zum Stammpersonal der Oberliga gehörte. Am Mittwoch gibt es das 26. Duell, bisher gewann Jena zwölf, Cottbus acht. Die letzten beiden Heimspiele verlor der FCC allerdings. 2020 gab es ein 1:2, in der Vorsaison ein 0:1.

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Nach dem 1:1 gegen den BFC Dynamo wollte Miroslav Jagatic, der Trainer von Fußball-Regionalligist Chemie Leipzig, zunächst einmal nicht über das Gegentor, sondern die Anfangsphase sprechen.

Di 29.11.2022 21:37Uhr 02:16 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-miroslav-jagatic-nach-bsg-chemie-leipzig-bfc-dynamo-100.html

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Enttäuschung im Kunze-Sportpark: Die BSG Chemie Leipzig stand im Duell mit Fußball-Regionalliga-Meister BFC Dynamo kurz vor dem Sieg.

MDR aktuell 21:45 Uhr Di 29.11.2022 21:45Uhr 01:20 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 28. September 2022 | 21:45 Uhr

13 Kommentare

Wildeber vor 9 Wochen

Wenn Regionalligafußball anhebt, zumal mit den Mannschaften aus der größten DDR der Welt, dann wird mir....

ALLE VIER
Endlich scheint die Hoffnungssonne
Hell durchs trübe Firmament!
Voll' Entzücken, Freud' und Wonne,
Sehn wir unsrer Leiden End!

Entführung aus dem Serail: Mozarrt/ Stephanie

Der alleswissende Besserwisser vor 10 Wochen

"Ballert"?! Oh man... Die Überschrift geht aber vollkommen am Thema vorbei!

Ein 1:0 würde mir vollkommen reichen.

Der Herr Bethke im Tor scheint ein Guter zu sein, so dass da wohl ein "Schützenfest" wo "geballert" wird, nicht zu erwarten ist. Ganz zu schweigen von Abwehrspielern wie einem Herrn Eisenhuth, Borgmann oder Hildebrand...

Der Herr Slamar und der vermeintliche Führungsspieler Oesterhelweg werden sicherlich überschätzt, gerade der Maxi, aber insgesamt hat CB einen starken Kader, der gegen ein Schützenfest spricht. Erst recht in Anbetracht der letztjährigen Spiele!

Schade vor allem, dass der Herr Erlbeck verletzt ist.

Blumenfreund vor 9 Wochen

Genau Loko, und gegen Erfurt alle ins Stadion !!

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