Fußball | Regionalliga Nordost Remis in Babelsberg: Chemnitz verspielt zweimalige Führung

4. Spieltag

Der Chemnitzer FC ist vom SV Babelsberg mit einem Punkt zurückgekehrt. Zweimal ging der CFC in Führung, abschütteln ließen sich die Potsdamer aber nicht. Dabei hatte jedes Team einen Doppel-Torschützen in seinen Reihen.

Im Bild - Tor für den Chemnitzer FC.  Christian Bickel (7, Chemnitz) trifft per Freistoß zum 1:2.
Da ist die Kugel drin: Christian Bickel hat mit einem Super-Freistoß zum 2:1 getroffen. Bildrechte: PICTURE POINT / S. Sonntag

Blitzstart der "Himmelblauen"

Die Partie im Karl-Liebknecht-Stadion versprach ein heißes Tänzchen zu werden, trafen die Chemnitzer doch auf ihren Ex-Kollegen Daniel Frahn. Die "Himmelblauen" waren sofort hellwach. Kaum waren zwei Minuten gespielt, zappelte der Ball im Babelsberger Kasten. Die Gastgeber brachten das Spielgerät nicht aus der Gefahrenzone, Christian Bickel rauschte heran und traf zur CFC-Führung. Nach dem Bickel-Express-Tor hatte Kevin Freiberger nur wenig später die Chance zum 2:0, scheiterte aber am 17 Jahre alten Babelsberger Keeper Justin Borchardt.

Schimmel verletzt

In der 25. Minute musste CFC-Trainer Daniel Berlinski zum ersten Mal wechseln, da sich Felix Schimmel böse verletzt hatte. Er musste später ins Krankenhaus mit Verdacht auf Gehirnerschütterung gebracht werden. Für ihn kam Lukas Knechtel. Die Gastgeber wurden nunmehr immer munterer und kamen eine Minute vor dem Pausenpfiff zum Ausgleich. Nach einem punktgenauen SVB-Freistoß war letztendlich Lukas Wilton zur Stelle und köpfte zum 1:1 ein.

Bickel trifft spektakulär - Nulldreier antworten

Die "Himmelblauen" kamen wie der Blitz aus der Kabine, diesmal konnten sie die Potsdamer aber nicht mit einem Treffer überraschen. Der fiel dann in der 58. Minute. Wieder war es der agile Bickel, der mit einem spektakulären Freistoß-Tor den jungen Borchardt im Babelsberger Kasten überwinden konnte. Die Freude der Berlinski-Schützlinge währte jedoch nicht allzu lange, denn die Nulldreier schlugen zurück. Erneut war es Lukas Wilton (67.), der nach einem Freistoß schließlich einnetzte.

Spielszene der Begegnung 3 min
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MDR aktuell 21:45 Uhr Mi 02.09.2020 21:45Uhr 02:31 min

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Gastgeber an den Pfosten

Jetzt wollten die Hausherren mehr. Chemnitz kam in Bedrängnis und hatte Glück, als Tino Schmidt (79.) mit einem fulminanten Schuss nur den linken Pfosten traf. Kurz danach nahm Frahn die Kugel volley und zwang den Chemnitzer Torwart Jakub Jakubov zu einer Glanzparade. Chancen im Minutentakt. Kurz vor Schluss bekamen die Chemnitzer plötzlich die zweite Luft und waren durch Tobias Müller nah dran am 3:2, allerdings wurde die Riesenmöglichkeit vereitelt. So blieb es beim 2:2.

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 02. September 2020 | 21:45 Uhr

4 Kommentare

Olinad vor 8 Wochen

Oh je! Soviel Herztropfen wie man aktuell für ein Spiel braucht, kann man ja gar nicht mehr nehmen! So frei, wie öfters die Babelsberger Stürmer vor unserem Tor standen. Da können wir über den Punkt froh sein. Respekt vor Babelsberg, aber sie sind kein Spitzenteam in der Liga. Ich weiß nicht, wie andere denken, aber ich kann keine Steigerungen in den Mannschaftsteilen erkennen. Die Ängstlichkeit im gestrigen Pressing der Babelsberger war den CFC-Spielern förmlich anzusehen. Dadurch resultierten wieder zahlreiche Ungenauigkeiten im Aufbauspiel. Wenn es dann mal schnell nach vorne gehen könnte, passieren einfache Zuspielfehler und/oder es gibt kaum Raumgewinn. Wir müssen uns damit abfinden, dass wir in vielen Spielen als Favorit angesehen werden und die Gegner gegen uns nichts zu verlieren haben. Ich hoffe nur, dass wir in naher Zukunft die Kurve bekommen und die Qualität im Kader dann ausreicht, um zumindest eine ordentliche und angemessene Regionalligasaison zu spielen!
Nur der CFC!

AufmerksamerBeobachter vor 8 Wochen

Der Punkt war glücklich mitgenommen. Die ersten zehn Minuten sahen sehr gut aus - da war 03 aber wohl noch nicht wach- Der Rest eigentlich grauenvoll. Man hatte immer das Gefühl, der CFC spielt in Unterzahl. Spielaufbau ohne Raumgewinn, die Kombinationen hinten am eigenen Strafraum wurden nur durch ein Wunder heute nicht bestraft. Der Sturm wirkungslos. Wenn man schon so hoch gepreßt wird, kann man das 4-1-4-1 auch so spielen und nicht 4-1-1-3 (ja, da fehlt einer, aber das ist diese Unterzahl).

Die Abwehr hat aber insgesamt gestanden, daran lag es nicht. Vidovic strahlt wesentlich mehr Sicherheit aus als Aigner. Breitfelder, Dartsch, Freiberger wirkungslos gegen die robuste Abwehr, zu selten die Bälle selbst geholt. Es fehlt definitiv ein Typ Slavov/Bonga, der die Bälle von der Mittellinie an den gegnerischen Strafraum mitnehmen kann.

Im Regen, bei 5Grad muessen hier zwei Kanten her, sonst bleibt man weit im hinteren Tabellendrittel - obwohl, Zickert ist dann hoffentlich wieder fit.

Chemieschwein vor 8 Wochen

Jeder so wie er es verdient....