Fußball | Regionalliga Rot-Weiß Erfurt kann vorerst weiterspielen

Rot-Weiß Erfurt wird den Spielbetrieb in der Regionalliga vorerst nicht einstellen. RWE-Insolvenzverwalter Volker Reinhardt verhandelt mit einem möglichen Investor. Das Spiel gegen Cottbus soll auf jeden Fall stattfinden.

Volker Reinhardt (Insolvenzverwalter FC Rot-Weiß Erfurt)
Kann er bald wieder lächeln? Erfurts Insolvenzverwalter Volker Reinhardt. Bildrechte: imago images / Karina Hessland

Rot-Weiß Erfurt wird den Spielbetrieb in der Regionalliga vorerst nicht einstellen. Wie die Kanzlei Reinhardt & Kollegen am Sonntagabend in einer Pressemitteilung bekanntgab, verhandelt RWE-Insolvenzverwalter Volker Reinhardt mit einem möglichen Investor. "Die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen, es könnte sich hier aber eine positive Lösung abzeichnen", wird Reinhardt in der Mitteilung zitiert. Eine Absichtserklärung liege ihm bereits vor. Das Regionalliga-Spiel am Samstag gegen den FC Energie Cottbus (16 Uhr, live im MDR-Fernsehen und auf sport-im-osten.de) soll demnach auf jeden Fall stattfinden.

Noch am Freitag hatte Reinhardt mitgeteilt, dass Erfurt den Spielbetrieb voraussichtlich einstellen müsse, da der Verein zunächst keinen Investor gefunden hatte. Der vorherige Hauptinvestor, die A.S.G.V. Grundbesitz & Verwaltung GmbH, war seinen Zahlungsverpflichtungen nicht vertragsgemäß nachgekommen. Seitdem steht der Fußball-Regionalligist, der aufgrund großer finanzieller Schwierigkeiten seit fast zwei Jahren im Insolvenzverfahren steckt, vor einem Scherbenhaufen. Ein neuer Investor wäre sprichwörtlich der letzte Strohhalm für den Traditionsverein.

mze/pm

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 26. Januar 2020 | 21:40 Uhr

42 Kommentare

rejo vor 51 Wochen

Hm so langsam empfinde ich das Alles so wie in einer Seifenoper. Heute hü morgen Hot. Die Spieler tun mir leid. Trotzdem drück ich die Daumenfür RWE. BGW Grüsse

AufmerksamerBeobachter vor 51 Wochen

" Hier sollen noch die Einnahmen aus dem Ostderby mitgenommen werden "

Das denke ich auch, die letzten potentiellen 'Investoren' waren sicher eingeladen und haben Anbahnungskosten verursacht. Das Derby bringt nochmal ein Handgeld in die Kasse.

Praktisch für Gladrow, er läuft nochmal im Steigerwald auf - und bekommt Geld dafür... Die restlichen Spieler bei RWE sind echt gestraft, wer kann, wird zu einem beherzten Sprung durch das sich bereits laut quietschend schließende Transferfenster ansetzen.

Norbert B. vor 51 Wochen

So sehr ich Fans wie wicky 67 uncut diese Wendung zum Guten in letzter Minute gönnen würde, beschleicht mich ein ungutes Gefühl: Hier sollen noch die Einnahmen aus dem Ostderby mitgenommen werden und anschließend wird der Spielbetrieb dann doch eingestellt.
Das Grundübel besteht ja weiter: Der Verein ist weiter insolvent (und welcher Investor steckt Geld in einen Verein der sich in einem Insolvenzverfahren befindet, ohne Möglichkeit der Einflußnahme auf die Verwendung der Gelder) und die Spielbetriebs-GmbH, von der ein Investor Anteile erwerben könnte existiert nicht, da das für die Gründung der GmbH notwendige Kapital nicht vorhanden war (siehe MDR-Artikel "Rot-Weiß Erfurt: Streit zwischen Insolvenzverwalter und Hauptinvestor eskaliert").