Fußball | Regionalliga Zweiter Saisonsieg für Rot-Weiß Erfurt

8. Spieltag

Geschafft: Der FC Rot-Weiß Erfurt hat gegen den BFC Dynamo mit 2:1 den zweiten Saisonsieg eingefahren. Nach Rückstand drehten die Thüringer nach der Pause auf und erfüllten den Matchplan des Trainers.

FC Rot Weiss Erfurt vs BFC Dynamo - Torjubel Sinisa Veselinovic (Erfurt) nach dem Tor zum 1:1 Ausgleich
Sinisa Veselinovic besorgt den Ausgleich. Bildrechte: Karina Hessland-Wissel

RWE in Rückstand

Erfurts Trainer Thomas Brdaric hatte einen Matchplan ausgearbeitet, der aber zunächst ins Wanken geriet. Bereits nach fünf Minuten mussten die Thüringer einem Rückstand hinterherlaufen. Aus dem Gewühl heraus reagierte Berlins Lukas Krüger am schnellsten und schob den Ball über die Linie. Die Führung spielte dem BFC natürlich in die Karten, der sich nun mehr aufs Verteidigen verlegte. So langsam ergriffen die Erfurter die Initiative, allein es fehlte an den zündenden Ideen. Die beste Chance zum Ausgleich hatten die Thüringer nach einem ruhenden Ball in der 36. Minute, aber Rico Gladrow zirkelte das Leder um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Mit 0:1 ging es zum Pausentee.

FC Rot Weiss Erfurt vs BFC Dynamo  - Pierre Becken (Erfurt) gegen Lukas Krüger (BFC)
Hart umkämpfte Partie: Erfurts Pierre Becken im Fight gegen Berlins Lukas Krüger. Bildrechte: Karina Hessland-Wissel

Thüringer drehen Partie

Nach der Pause brachte RWE-Coach Brdaric mit Selim Aydemir einen frischen Offensivmann, David Vogt blieb in der Kabine. Und das trug Früchte, denn die Erfurter kamen richtig bissig zurück. Nach dem siebten Eckstoß, ausgeführt von Danilo Dittrich, stand Sinisa Veselinovic am langen Pfosten goldrichtig und grätschte die Kugel zum 1:1 (54.) über die Linie. Jetzt kamen die Thüringer ins Rollen und wurden in der 73. Minute erneut belohnt. Diesmal war es Einwechsler Velimir Jovanovic, der das 2:1 markierte. Das wollten sich die Erfurter nicht mehr nehmen lassen und gingen auf das nächste Tor. Jovanovic hatte die Möglichkeit (82.), brachte aber das Streitobjekt aus kurzer Distanz nicht an Berlins Schlussmann Michel Witte vorbei. Schließlich blieb es beim verdienten 2:1-Erfolg für das Brdaric-Team.

Das sagten die Trainer

Christian Benbennek (BFC Dynamo): "Wir haben das die erste Halbzeit richtig gut gemacht. Wir haben gut gepresst, sodass wir mehrere Chancen hintereinander hatten. Folglich gingen wir mit 1:0 in Führung. In der zweiten Hälfte lief es dann anders. Nach dem Gegentor verfielen wir in eine Phase, die uns nicht gut steht. Da waren wir viel zu passiv. Wenn man den Erfurtern die Räume lässt, sind sie richtig stark. Wir müssen mehr dran glauben, dass wir unseren Fußball durchziehen können."   

Thomas Brdaric (FC Rot-Weiß Erfurt): "Wir haben uns sehr gut auf das Spiel vorbereitet, weil wir wussten, was auf uns zukommt. Die ersten 15, 20 Minuten haben wir total verschlafen. Bevor das Gegentor fällt, muss man den einen oder anderen fragen, wo er war. Der BFC hätte durchaus das zweite Tor erzielen können. Dann sind wir aber besser ins Spiel gekommen. Nach der Pause hat man gesehen, dass die Mannschaft Moral hat und nach einem Rückstand zurückkommen kann. Hätten wir die Torchancen besser genutzt, wäre ein höherer Sieg möglich gewesen."   

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 15. September 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. September 2019, 17:05 Uhr

5 Kommentare

wicky 67 uncut vor 9 Wochen

Ups, da ist mir doch beim Verfassen meines letzten Beitrages versehentlich ein kleiner Fauxpas unterlaufen, welchen ich selbstverständlich umgehend berichtigen möchte! Es sollte natürlich so ziemlich am Anfang meines Artikels an den Sportfreund Schnibbler korrekterweise im Text lauten:

"Naja, vorgeführt hatte uns ja eigentlich in Halbzeit Eins eher der ehemalige DDR-Mielke-Meister aus Ost-Berlin.." !!!!!!....

Sorry also bitte für meinen kleinen Lapsus!!! 😏

wicky 67 uncut vor 9 Wochen

@Schnibbler:

Danke lieber Schnibbler für Deine sportsmännisch fairen Glückwünsche aus Deiner schönen Heimat Elbflorenz! 😆 Naja, vorgeführt hatte uns ja eigentlich in Halbzeit Zwei eher der ehemalige DDR-Mielke-Meister aus Ost-Berlin.. Denn wenn die ihre vielen dicken Torchancen da kaltschnäuziger verwertet hätten, hätten sie zum Pausentee durchaus auch schon mit 3:0 in Front liegen können. Da haben wir echt 'ne ganze Menge Dusel gehabt.. Trotzdem nehmen wir Deine freundschaftlich gemeinten Schmeicheleien wohlwollend sehr sehr gerne zur Kenntnis! 😏 Für unsere Rot-Weissen ist unterm Strich hauptsächlich wichtig, daß sie im Laufe des weiteren Saisonverlaufs an diese äußerst niveauvolle zweite Halbzeit künftig auch anknüpfen sollte! Auch sollte Brdaric seinem Team erklären, daß ein Fußballspiel nicht nur aus einer Halbzeit besteht, sondern regeltechnisch bekanntlich aus zwei Spielabschnitten.. 😇 Naja, Hauptsache wir haben uns ein wenig Luft im Keller verschafft! RWG nach Elbflorenz! 😆

Schnibbler vor 9 Wochen

glückwunsch und gruß in die blumenstadt.
den ddr-serienmeister derart vorzuführen!
vielleicht wollte die truppe auch mit aller macht für den trainer spielen nicht dass der doch noch nach karl-marx-stadt geht... ironie aus