Fußball | Regionalliga Rot-Weiß Erfurt verliert Status als Nachwuchsleistungszentrum

Nach dem Rückzug vom Spielbetrieb der Regionalliga verliert Rot-Weiß Erfurt zur kommenden Saison auch den Status als Nachwuchsleistungszentrum. Das ist jedoch keine neue Entwicklung, sondern nur die konsequente Anwendung der Jugendordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Denn durch den Start in der Oberliga erfüllt RWE die Vorgabekriterien nicht mehr.

Die Werbung von Rolf Rombach wird am Nachwuchsleistungszentrum NLZ überklebt.
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Entsprechende Berichte u.a. der "Thüringer Allgemeine" bestätigte der DFB am Dienstag (04.02.2020) der Deutschen Presse-Agentur. Der Verband verweist bei der Entscheidung auf seine Jugendordnung. Vereine unterhalb der Regionalliga können nur dann ein vom DFB anerkanntes Leistungszentrum unterhalten, wenn die U19- oder U17-Mannschaften des Clubs in den vergangenen drei Jahren ununterbrochen der Junioren-Bundesliga angehört haben und noch angehören. Das ist beim FC Rot-Weiß nicht der Fall.

NLZ-Leiter Fuchs will an Plan festhalten

"Das macht unsere Arbeit in Zukunft natürlich nicht leichter", kommentierte Henri Fuchs, Leiter des Erfurter Nachwuchsleistungszentrums, in der "Thüringer Allgemeine" die Aberkennung des Status als NLZ. Er verwies darauf, dass bei Vereinswechseln von in Erfurt ausgebildeten Talenten mögliche Ausbildungsentschädigungen nicht mehr gezahlt würden. "Unser Ziel hat sich durch den Verlust des DFB-Status nicht verändert. Wir wollen in der kommenden Saison mit jungen Spielern in der Oberliga antreten", sagte Fuchs.

Der in große finanzielle Schieflage geratenen zweimalige DDR-Meister hatte in der Vorwoche den Spielbetrieb in der Regionalliga Nordost einstellen müssen, nachdem sich kein neuer Investor gefunden hatte. Da zuvor bereits ein Versuch gescheitert war, das Profiteam auszugliedern, musste Insolvenzverwalter Volker Reinhardt am 29. Januar die Reißleine ziehen, um den Spielern die Chance auf einen möglichen Vereinswechsel innerhalb der Winterpause nicht zu verbauen.

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red/dpa

Zuletzt aktualisiert: 04. Februar 2020, 17:47 Uhr