Fussball | Regionalliga Wechselspiele: Becken, Surek und Scholl finden neue Klubs

Nach der Abmeldung vom Spielbetrieb mussten die Spieler von RW Erfurt auf Vereinssuche gehen. Einige sind fündig geworden, manche noch immer vereinslos. Auch bei (Ex)-Spielern von Nordhausen gibt es Neues.

Nach dem Regionalliga-Ende von Rot-Weiß Erfurt haben vier Akteure noch einen neuen Verein gefunden. Verteidiger Pierre Becken bleibt in der Regionalliga, wechselt allerdings in die Nordstaffel. Dort schnürt er für den Tabellenachten BSV Rehden die Schuhe.

Pierre Becken im Interview
Pierre Becken bleibt in der Regionalliga. Wechselt allerdings in die Nordstaffel. Bildrechte: imago images / Bild13

Surek zu Ernst und Dentz

Lucas Surek folgt Teamkollege Alexander Schmitt zum dänischen Zweitligisten Naestved Boldklub. Dort ist der deutsche Ex-Nationalspieler Fabian Ernst der Besitzer. Trainiert werden die Dänen seit Anfang des Jahres vom ehemaligen Halberstadt-Coach Maximilian Dentz.

Auch ein Germania-Angreifer und Ex-Hallenser nach Dänemark

Auch Angreifer Dennis Blaser (Halberstadt), der frühere Dresdner und Hallenser Hendrik Starostzik (Pacific FC/Kanada) und Markus Mlynikowski (Berliner AK) heuerten im Winter im Ort in der beliebten Urlaubsregion Seeland an und verdienen ihr Geld jetzt in Dänemark.

Fabian Ernst und Jacob Faxe Gregersen
Ex-Nationalspieler Fabian Ernst (2. v. li.) ist Teambesitzer eines dänischen Zweitligisten. Bildrechte: imago images / Ritzau Scanpix

RWE-Quintett vereinslos

Von Erfurt zu deutschen Vereinen wechselten Manuel Konate-Lueken und Sinisa Veselinovic. Konate-Lueken ging zum Südwest-Viertligisten FC Gießen, übrigens der Verein, wo einer der drei RWE-Investoren, Franz Gerber, bis vor kurzem als Berater tätig war. Veselinovic versucht sein Glück beim Hamburger Oberligisten Teutonia Ottensen. Der bisherige RWE-Kapitän Lukas Novy ist ebenso vereinslos wie Marcel Kaffenberger, Francis Adomah, Danilo Dittrich und Torwart Lukas Cichos.

Wacker: Scholl zurück nach München

Beim insolventen Wacker Nordhausen hat Daniel Haritonov einen neuen Klub gefunden, es ist Bayern Alzenau, der Klub, dessen Wappen dem von Bayern München ähnelt, und der für den Abstiegskampf in der Regionalliga Südwest aufrüstete. Einer der prominentesten, Lucas Scholl, kam auch noch unter. Der Sohn von Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl wechselt zurück in die Nähe von München und will dem bayrischen Viertliga-Schlusslicht VfR Garching helfen. Beim FC Bayern München hatte er unter Trainer Pep Guardiola häufiger mittrainiert, durchsetzen konnte er sich im Starensemble aber nicht. Ohne neuen Verein sind die Routiniers Sebastian Heidinger und Mounir Chaftar.

Lucas Scholl (Wacker Nordhausen) am Ball
Lucas Scholl zieht es zurück nach München. Bildrechte: imago images / Köhn

cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. Februar 2020 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Februar 2020, 12:20 Uhr

3 Kommentare

cuauthemoc vor 9 Wochen

Es wäre echt hilfreich, wenn sich manche Kommentatoren vor der Abgabe von Kommentaren in der Materie belesen. Beim Thema NLZ zb , welche Kriterien der DFB dabei anlegt, ab wann man sich NLZ nennen darf. Hat nullkommanix mit der eigentlichen Insolvenz zu tun. @sekilos - dann würden Sie auch wissen, das die Stuttgarter Kickers als Oberligist ein NLZ unterhalten. Und zwar deswegen, weil deren A- und B-Junioren kriteriengerecht Bundesliga spielen. Und der Name/Status "NLZ " nützt den Vereinen, deren A- und B-Junioren keine Bundesliga spielen, ab Sommer 2020 garnichts mehr. Weil der ach so amateurliebende DFB den Vereinen glatt die Jugendförderung gestrichen hat und dafür lieber teure Akademien in Frankfurt baut. Jugendförderung bekommen nur noch Bundesligisten der A- und B- Junioren. Wenn man sich die Teilnehmer anschaut - der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen. Was für ein erbärmlicher Verband namens DFB...

AufmerksamerBeobachter vor 9 Wochen

Die Aberkennung des NLZ-Status hängt vmtl. mit der derzeitigen Situation zusammen, daß es keine Männermannschaft gibt, in die delegiert werden kann. Wenn das so ist, könnte der Status zurückkehren, wenn eine Oberligamannschaft 20/21 antritt und dann könnte die Stadt die paar Monate überbrücken - es gibt aber lt. Wikipedia derzeit nur einen Oberligisten mit NLZ, scheint eine Ausnahme zu sein.

Keine gute Nachricht.

karl RWE vor 9 Wochen

Langsam glaube ich nicht mehr das unser RWE das alles überlebt. 😔 jetzt wo auch noch der Status des nlz aberkannt wurde.