Fußball | Regionalliga Später BFV-K.o. gegen Babelsberg

29. Spieltag

Der Bischofswerdaer FV hat gegen den SV Babelsberg eine 0:1 (0:0)-Niederlage einstecken müssen. Die Mannschaft von Coach Erik Schmidt ließ einige gute Gelegenheiten aus und kassierte in der Schlussphase das entscheidende Gegentor.

Bischofswerdaer FV gegen SV Babelsberg - Vor etwa 350 Zuschauern schaffte der SV Babelsberg 03 mit einem Last Minute Tor den Auswärtssieg beim Bischofswerdaer FV. In der 88. Minute kam Leonard Koch frei und schob den Ball an Schlussmann Birnbaum ins Netz. Nach den Remis von Neugersdorf und Bautzen konnte sich der BFV also keine wichtigen Punkte im Abstiegskampf sichern.
Beide Teams taten sich lange schwer und lieferten sich im Mittelfeld endlose Zweikämpfe. Bildrechte: RocciPix / Rocci Klein

Passive Gäste - BFV nur bei Standards gefährlich

Die Gäste aus Potsdam sicherten sich in den Anfangsminuten zwar größtenteils den Ballbesitz aber die erste Chance der Partie hatte Bischofswerda: Tim Cellarius fand mit seinem Eckstoß den Frank Zille. Der Stürmer traf per Kopf aus 8 Metern jedoch nicht das Tor (5.). Nach einigen ereignislosen Minuten wurden die Sachsen wieder bei einer Standardsituation gefährlich: Tom Hagemann brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld auf den Kopf von Tobias Heppner. Der 25-Jährige setzte die Kugel aber deutlich am rechten Pfosten vorbei (24.) Kurz vor der Halbzeit wurde dann der SV Babelsberg nochmal gefährlich: Nach einer BFV-Ecke landete ein langer Ball auf Bogdan Rangelov. Der Rechtsaußen nahm den Ball gut an und sprintete Richtung BFV-Tor, wurde aber im letzten Moment vom mitgeeilten Max Rülicke gestellt und die Situation war geklärt (44.). Mit einem leistungsgerechten Unentschieden ging es in die Kabinen.

"Schiebock"-Chancenplus - Koch eiskalt

Beide Trainer wechselten zum Wiederanpfiff, einen positiven Effekt konnten die 294 Zuschauer aber zunächst nur bei den Gastgebern feststellen. In der 54. Minute kam Cellarius aus 20 Metern zum Abschluss, den SVB-Keeper Marvin Gladrow stark zur Seite parierte. Über Umwege landete das Spielgerät dann bei Kapitän Dominic Meinel. Dessen Abschluss wurde ebenfalls geklärt (54.) Nur zwei Minuten später zog der eingewechselte Tomas Petracek in den Babelsberger Strafraum und scheiterte aus fünf Metern an Gladrow (56.). Die Oberlausitzer waren nun deutlich überlegen und hatten durch den ebenfalls eingewechselten Philipp Kötzsch, nach einem Abwehrfehler der Babelsberger, die nächste gute Gelegenheit (64.), ließen aber auch diese ungenutzt. In der Schlussphase wurden die Brandenburger immer stärker und nutzten in der 88. Minute einen Fehler der Hausherren eiskalt aus: Die BFV-Defensive brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Leonard Koch eroberte die Kugel und setzte den Ball unter Bedrängnis und aus kurzer Distanz in die Maschen (88.).

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Das sagten die Trainer

Almedin Civa (Babelsberg): "Wenn man hierher kommt, weiß man dass der Gegner um jeden Punkt kämpft. Die erste Halbzeit war sehr zäh. Wir haben die Standards gut verteidigt. Ab der 55. Minute haben wir es dann sehr gut gemacht. Am Ende, wenn man in der 88. Minute das Tor macht ist man überglücklich und nimmt die drei Punkte mit."

Erik Schmidt (Bischofswerda): "Erste Halbzeit haben wir gut mitgespielt und hätten unsere Möglichkeiten nutzen müssen. Das haben wir nicht getan. Das entscheidende war, dass wir heute nicht die entscheidende Zweikämpfe gewonnen haben. Wenn man kein Tor schießt und in der letzten Minute eines bekommt, verliert man. Sehr bitter heute, sehr bitter."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 13. April 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. April 2019, 17:38 Uhr

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1 Kommentar

13.04.2019 21:28 Nappel 1

Der Bericht suggeriert ja, dass der BFV einen Sieg verdient gehabt hätte. Mitnichten war dem so. Es war für mich Neutralen eines der schlechtesten chancenarmen Spielen die ich ja gesehen habe. Der Sieg der Babelsberger war daher genauso glücklich, wie ein Sieg des BFV unverdient gewesen wäre.