Fußball | Regionalliga Nordost Hertha-Bubi schockt Bischofswerda spät

7. Spieltag

Nach dem 1:1 gegen die Berliner U23 wartet der BFV auf den großen Befreiungsschlag. Dabei konnte "Schiebock" lange auf den dritten Sieg der Saison hoffen.

Bischofswerda - Hertha BSC II
Bildrechte: RocciPix.de/Rocci Klein

Bischofswerda hat sich beim 1:1 gegen Hertha BSC II den späten Ausgleich eingefangen. Die Oberlausitzer müssen nach dem fünften sieglosen Spiel auf den großen Befreiungsschlag warten.

Als Reaktion auf die klare 2:6-Pleite beim BFC Dynamo veränderte Erik Schmidt sein Team auf vier Positionen. Auffällig dabei der Torwarttausch: Ex-Lok-Leipzig-Keeper Lukas Kycek stand für Mika Schneider im Kasten. Vorne durften Oliver Genausch, Deniss Stradins und Nicholas Prasad von Beginn an ran.

Hertha nutzt Überlegenheit nicht - B'werda trifft aus dem Nichts

In der ersten Hälfte gab es keine Höhepunkte. Zunächst war Hertha feldüberlegen, dann schaffte es Bischofswerda immer besser in die Ordnung zu finden und das Spiel mit viel Kampf etwas in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Torgefährlich wurde es am ehesten, wenn "Schiebock" bei Kontern mit viel Tempo versuchte, Nadelstiche zu setzen.

Nach der Pause drückte Hertha und verpasste durch Ruwen Werthmüllers Schuss (49.) und Pal Dardais Kopfball (50.) die Führung. Aus dem Nichts kam ein Ball zu Genausch. Bischofswerdas neuer Stürmer sprintete 40 Meter auf Torwart Marcel Lotka zu, wollte vorbeigehen und fiel dabei zu Boden. Referee Henry Müller zeigte auf den Strafstoßpunkt. Kapitän Robin Fluß verwandelte den Elfer sicher zum 1:0 in die linke untere Ecke (61.).

Bischofswerda - Hertha BSC II
Jubel bei "Schiebock" nach der überraschenden Führung. Bildrechte: RocciPix.de/Rocci Klein

Abstauber zum späten Ausgleich

Zwischendurch entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ehe die Berliner in der Schlussphase den Druck wieder verstärkten. Obwohl Schiebock gut gestaffelt stand, fanden die Bubis noch eine Lücke. Pal Dardai wurde durch die Mitte freigespielt, sein Abschluss wurde von Keeper Lukas Kycek geblockt, aber Ruwen Werthmüller schockte die Gastgeber beim Abstauber mit dem späten Ausgleich (88.) – ärgerlich für die Sachsen.

Durch das Remis verpassten beide Teams nach vier sieglosen Partien die wichtige Trendwende. Bischofswerda muss am Sonntag schon wieder beim Berliner AK ran, Hertha BSC II bekommt es parallel zuhause mit dem Chemnitzer FC zu tun.

Stimmen zum Spiel:

Andreas "Zecke" Neuendorf (Berlin): "Wir hatten am Ende ein Team mit einem Altersschnitt von 19,01 Jahren auf dem Feld. Diese Jungs müssen sich erst an Männersport gewöhnen. Ab Januar oder Februar wollen wir dann Spiele erfolgreicher gestalten. Bischofswerda hat sich den Punkt redlich verdient. Natürlich ist man außen nicht ruhig, wenn ein Elfer zweifelhaft ist. Am Ende war Bischofswerda körperlich auch an die Grenzen gekommen, das hätte uns noch mehr gebracht, wenn wir oft schneller gespielt hätten."

Erik Schmidt (Bischofswerda): "Nach der klaren Niederlage beim BFC wollten wir erstmal gegnerische Chancen verhindern. Leider haben wir unsere Kontermöglichkeiten aber nicht gut genug ausgespielt. Trotzdem haben wir gegen so einen spielerisch starken Gegner mit Mann und Maus verteidigt. Das bei so einer Dominanz ein Tor kurz vor Ende fällt, ist dann kein Wunder, sondern eher verdient. Für uns ist eine Ehre gegen Hertha zu spielen. Wir sind stolz auf den Punkt und meine Stimme ist jetzt weg."

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 24. September 2020 | 19:00 Uhr

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