Fußball | Regionalliga Nordost Bittere Niederlage für zehn Meuselwitzer

10. Spieltag

Es soll einfach nicht sein! Der ZFC Meuselwitz kämpft in Unterzahl und schafft den Ausgleich. Doch in der Nachspielzeit verlässt die Thüringer erneut das Glück. Damit rutscht der ZFC immer weiter in den Keller.

Luca Bürger, ZFC Meuselwitz
Bildrechte: imago images/Jan Huebner

30 Minuten nach Spielende lief ein tief enttäuschter Meuselwitzer Trainer über den halbdunklen Platz des Karl-Liebknecht-Stadions. "Das ist bitter, aber es ist nicht nur Pech, es ist auch eine Frage der Klasse", so Koray Gökkurt. "Wir haben die Chancen, aber niemand, der auch mal richtig einnetzt." Die große Frage ist: Wieviel Niederlagen dürfen sich Trainer und Mannschaft noch leisten?

Chancen auf beiden Seiten

Der ZFC Meuselwitz musste in Babelsberg auf drei Stammkräfte verzichten. Neben Fabian Stenzel fielen auch Hendrik Ernst und Dennis Blaser verletzungsbedingt aus. Dafür erhielten Neuzugang Firat Tuncer sowie Fabian Raithel und Jegor Jakupov eine Chance von Beginn an. Und der Start war durchaus verheißungsvoll: Luca Bürger lief in der vierten Minute auf Keeper Justin Borchardt zu, der bekam aber noch ein Bein an den Ball und verhinderte so die Führung des ZFC. Dann aber legte Babelsberg los und hätte in der folgenden Druckphase die Führung auch verdient, allein Daniel Frahn scheiterte zwei Mal per Kopf, als er in der siebten Minute traf, stand der SVB-Knipser knapp im Abseits. Nach gut 20 Minuten wurde die Partie zerfahrener, viele Zweikämpfe und unsaubere Abspiele sorgten für wenig Spielfluss. Gegen Ende der ersten Halbzeit fing sich der ZFC, zeigte da einige sehr schöne Spielzüge, einzig das mögliche Führungstor wollte nicht fallen. Die beste Chance vergab Kapitän Tobias Becker, der in der 40. Minute nach einer scharfen Eingabe von Jegor Jakupov aus Nahdistanz am Fuß von Borchardt scheiterte.

Tobias Dombrowa, Daniel Frahn und Sven Reimann
Tobias Dombrowa, Daniel Frahn und Sven Reimann jubeln nach dem 1:0. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Todesstoß in der Nachspielzeit

Nach dem Wechsel wurde es bitter: Zunächst foulte Andreasson den Babelsberger Frahn im Strafraum, Elfmeter und Platzverweis für den ZFC-Verteidiger. Frahn traf in der 53. Minute ins rechte Eck zum 1:0. Der ZFC aber drängte in Unterzahl auf den Ausgleich. Als Timo Mauer links in den Strafraum spazierte, wurde er gefoult. Serhat Güler traf links unten zum verdienten Ausgleich. Danach passierte nicht viel, der ZFC hielt die Partie offen, blieb aber vor dem Babelsberger Tor zu unentschlossen.

SV Babelsberg 03 - ZFC Meuselwitz 3 min
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Und bekam in der Nachspielzeit die Quittung. Der eingewechselte Bogdan Rangelov traf aus Nahdistanz unter die Latte traf. In der Nachspielzeit.Tobias Dombrowa machte dann mit einem Treffer ins verwaiste Tor - Guderitz war bei der letzten Ecke des ZFC mit vorgegangen - alles klar.

Babelsbergs Bogdan Rangelov trifft zum 2:1
Babelsbergs Bogdan Rangelov trifft zum 2:1. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

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ein Stadion aus der Luft
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ein Mann im Gespräch
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sport im Osten | 17. Oktober 2020 | 16:30 Uhr

1 Kommentar

Fan Achim vor 6 Wochen

Im Bericht hier steht " und in der Nachspielzeit verlässt die Thüringer erneut das Glück" Man kann es auch Unvermögen nennen. Wie viel mal hat man in dieser Saison schon eine Führung verspielt, selbst ein Unentschieden bringt man nicht über die Zeit. Bin gespannt wie lange sich der Präsident sich das noch ansieht?