Fußball | Regionalliga Nordost Chemie Leipzig gnadenlos effektiv in Meuselwitz

6. Spieltag

Die BSG Chemie Leipzig bleibt die Mannschaft der Stunde in der Regionalliga Nordost. Beim 4:1-Auswärtssieg beim ZFC Meuselwitz glänzte das Team von Trainer Miroslav Jagatic mit gnadenloser Effektivität. Während die Leutzscher mit zwölf Punkten weiter Höhenluft schnuppern, wartet der ZFC seit nunmehr vier Spielen auf einen Dreier.

Chemie Leipzig bejubelt ein Tor gegen Meuselwitz 2 min
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Fr 18.09.2020 20:55Uhr 01:55 min

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Beide Teams mussten auf Stammspieler verzichten. Beim ZFC Meuselwitz fehlten Kapitän Tobias Becker (Knie) und Andy Trübenbach, der nach einer Operation (Knorpel im Knie entfernt) vermutlich drei Monate pausieren muss. Der BSG Chemie Leipzig fehlten verletzungsbedingt Bejamin Boltze, Denny Krahl, Tomas Petracek und Morgan Fassbender.

Chemie schlägt nach Rückstand zurück

Das Spiel begann spektakulär: Bereits in der zweiten Minute führte der ZFC. Henrik Ernst zog flach aus zehn Metern ab, Stefan Karau verlängerte den Ball ins eigene Netz. Fünf Minuten später dann der Ausgleich: Nach einer Freistoßeingabe legte Stephane Mvibudulu per Hacke auf Alexander Bury, der per Kopf traf. Danach gab es viele Zweikämpfe, viel Tempo und wenige große Chancen. Die beste für Meuselwitz hatte Denis Blaser in der 35. Minute, der nach einem Güler-Querpass aus 14 Metern am Fuß von Benjamin Bellot scheiterte. Kurz vor der Pause jubelte dann der große Chemie-Anhang: Manuel Wajer brachte den Ball mit viel Gefühl auf links zu Björn Nikolajewski, der flach abzog. Der Ball sprang vom rechten Innenpfosten ins Tor.

Meuselwitz drängt, Chemie eiskalt

Nach dem Wechsel erhöhte der ZFC Meuselwitz deutlich den Druck. Denis Blaser brachte aber in der 53. Minute den Ball aus Nahdistanz nicht im Tor unter. Dann rettete Andy Wendschuch gegen Sebastian Albert auf der Linie (69.). Die Leipziger wankten, brachten kaum Entlastung und jubelten schließlich dennoch. Mit gnädiger Hilfe von ZFC-Keeper Fabian Guderitz, der einen harmlosen Lupfer von Bury durch die Hosenträger rutschen ließ. Allerdings wurde er von Stephane Mvibudulu noch gestört. Der Leipziger  Stürmer machte zwei Minuten später nach einem Konter alles klar.

Tor für Chemie, Spieler von Chemie jubeln nach dem 1:3
Tor für Chemie, Spieler von Chemie jubeln nach dem 1:3 Bildrechte: PICTURE POINT / Gabor Krieg

Stimmen zum Spiel:

Miroslav Jagatic (Leipzig): "In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht. Dann kam Meuselwitz raus, war kurz vor dem Ausgleich. Wir haben individuelle Fehler gemacht, die wären fast bestraft worden. Dann haben wir aber zugeschlagen."

Koray Gökkurt (Meuselwitz): "Das Ergebnis fiel zu hoch aus. Wir hatten viele Chancen, den Ausgleich zu erzielen. Im ersten Durchgang schafften wir es nicht, nach der Führung Ruhe reinzubringen. Wenn wir das 2:2 schießen, wäre noch mehr gegangen. Drei Mal wurde auf der Linie gerettet. Chemie hat effektiv gespielt. Wir vergeben zu viele Chancen. Da müssen wir lernen. Es ist ein Rückschlag, gehört aber dazu."

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Videos aus der Regionalliga

Pressekonferenz des Chemnitzer FC
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Sehen Sie hier die Pressekonferenz von Fußball-Drittligist Chemnitzer FC zum Insolvenzplan. Mit dabei waren Vorstandschefin Romy Polster und der Insolvenzanwalt Oliver Junghaenel.

Mo 26.10.2020 18:03Uhr 30:19 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sport im Osten | 19. September 2020 | 16:30 Uhr

15 Kommentare

Fan Achim vor 5 Wochen

Hallo Megaboss. Vorsicht, Chemie ist zwar keine Übermannschaft aber die spielen sehr klug und brauchen sehr wenig Chancen um Tore zu erzielen. Im Tor mit Bellot ein richtig guter und die Abwehr ein Bollwerk. Megaboss und dann noch die verrückten (positiv) Zuschauer in Leutzsch. Megaboss, das wird nicht einfach!

megaboss vor 5 Wochen

Hallo Fan Achim, schade das es nicht gereicht hat für den ZFC.
Diese Chemiker sind zur Zeit sehr euphorisch, am Mittwoch zeigen wir Ihnen wo der Hammer hängt.
Schönes Wochenende noch.

Wahlerfurter vor 5 Wochen

Ich weiss es selbst als Nichtmehr-Leipziger, wie schön es ist, Chemie in der jetzigen Zeit wenigstens im Livestream zu sehen. Ich hatte nur manchmal den Eindruck, dass der Reporter den Meuselwitzern die eine oder andere Torchance mehr gegönnt hat, als wie dann die Tore auf der anderen Seite gefallen sind. Doch ich gebe dir Recht, genießen wir einfach den Tabellenplatz und freuen uns auf das nächste Spiel, hoffentlich auch wieder im Livestream. Also MDR, ich entschuldige mich einfach mal für meinen ersten Beitrag.