Fußball | Regionalliga Storchenalarm und Blitztor beim Eilenburger Sieg

36. Spieltag

Was für eine Leidenschaft! Der FC Eilenburg hat den SV Babelsberg um Topstürmer Daniel Frahn im heimischen Ilburg-Stadion besiegt und einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt gemacht.

Von null auf 100: Philipp Sauer hat den FC Eilenburg im ersten Spiel nach seiner Rotsperre zum wichtigen 1:0-Heimsieg gegen den SV Babelsberg 03 geschossen. Der Treffer aus der vierten Minute bescherte den Eilenburger den Dreier. Damit verteidigen die Nordsachsen den 16. Tabellenplatz. Die SVB-Fans waren nach dem zwölften Spiel ohne Sieg bedient, einzig zwei Störche, die mitten im Spiel auf dem Platz landeten, sorgten bei den Anhängern für Gelächter.

Hiobsbotschaft vorm Spiel

Eilenburg startete ohne Tasmania-Held Benjamin Luis und musste kurzfristig auch auf Raimison dos Santos verzichten. Der brasilianische Abwehrchef hatte sich im Abschlusstraining am Donnerstag eine Zerrung im Oberschenkel zugezogen. Die Saison ist für ihn gelaufen.

Philipp Sauer trifft früh

Der FCE zeigte sich unbeeindruckt und erwischte einen Traumstart. Philipp Sauer traf schon nach vier Minuten zur Führung. In seinem ersten Spiel nach einer Rotsperre hatte sich der dribbelstarke Abwehrspieler nach vorn gemogelt und wurde herrlich von Adam Fiedler in Szene gesetzt. Allein vor Keeper Jannick Theißen blieb Geschichtslehrer Sauer abgezockt. "So ein Tor dürfen wir nie kriegen", ärgerte sich SVB-Interimscoach Björn Laars.

Torjubel nach dem 1:0, v.l.: Anton Rücker (20, Eilenburg) und Philipp Sauer (2, Eilenburg) 1 min
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Philipp Sauer hat den FC Eilenburg in den siebten Fußballhimmel geschossen. Sehen Sie hier das Tor des Abends gegen den SV Babelsberg.

Fr 29.04.2022 22:15Uhr 00:25 min

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Im Gegenzug vergaben die seit elf Spielen sieglosen Babelsberger die Chance zum Ausgleich. Mateo Kastrati tauchte nach feinem Doppelpass frei vor Eilenburgs Schlussmann Andreas Naumann auf, schob den Ball aber am langen Pfosten vorbei. Im Strafraum schimpfte Topscorer Daniel Frahn, den Kastrati glatt übersehen hatte. Nach dem furiosen Beginn beruhigte sich das Geschehen. Für das Eilenburger Tor wurde es nur nach Standards gefährlich. Mit Wilton und Petar Lela stifteten zwei SVB-Riesen Unruhe, konnten Keeper Andreas Naumann aber nie ernsthaft in Gefahr bringen. Eilenburg hatte vor allem in den Minuten vor der Pause Übergewicht, kam aber nicht mehr entscheidend zum Abschluss.

Babelsberg nur bei Standards gefährlich

Nach dem Wechsel lebte das Spiel von der Spannung. Vor dem Tor passierte lange nichts. Den Gästen gelang aus dem Spiel kaum etwas Gefährliches, weil Eilenburg clever verteidigte und die entscheidenden Zweikämpfe gewann. Gefährlich wurde es nur nach Standards und selbst da räumten die Eilenburger rigoros ab.

Auch wenn Babelsberg jetzt mehr Ballbesitz hatte, die besseren Chancen verbuchte der FCE. Tim Bunge verpasste nach einem überfallartigen Angriff das 2:0 (68.) und auch in der Schlussphase wollte das vorentscheidende Tor nicht fallen. So musste der FCE bis zum Schluss zittern, warf sich aber mit allem was ging, in jeden Ball und wurde mit drei wichtigen Punkt belohnt. Der Traum von einem zweiten Regionalliga-Jahr lebt.

FC Eilenburg
Zwei Störche kreisten über den Stadion und nutzten jede Unterbrechung zur Landung mitten auf dem Rasen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Trainerstimmen

Björn Laars (Interimstrainer, SV Babelsberg): "Leidenschaft hat gegen stetiges Bemühen gewonnen. Wir waren optisch überlegen, aber das war es auch schon. Wenn man den Willen und die Leidenschaft der Eilenburger sieht, dann war das auch verdient. Mich ärgert das hier sehr, weil sich das nun schon über Wochen hinzieht und die Jungs deshalb offenbar nicht klar im Kopf sind."

Nico Knaubel (Trainer, FC Eilenburg): "Ich bin stolz auf das gesamte Team. Der Sieg gegen Tasmania hat uns viel Rückenwind gegeben. Es war sehr herzerfrischend von uns. 90 Minuten wahnsinniger Einsatz, fußballerisch wollten wir mir Spielkontrolle, das hat nicht geklappt. Im Fußball geht es darum, als Kollektiv auf den Platz zu stehen. Das haben wir geschafft."

Nico Knaubel 3 min
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Sanny Stephan

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 30. April 2022 | 16:00 Uhr

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