Fußball | Regionalliga Nordost Lok Leipzig fährt drei überzeugende Punkte gegen Luckenwalde ein

4. Spieltag

Der 1. FC Lok Leipzig hat den zweiten Sieg in der noch jungen Regionalliga-Saison gefeiert. Das Team von Almedin Civa setzte sich am Mittwoch hochverdient mit 3:0 (1:0) gegen den FSV Luckenwalde durch. Lok überzeugte dabei fast über die komplette Spielzeit mit ansehnlichem Offensivfußball und ließ die Gäste zu keiner Zeit wirklich ins Spiel kommen.

Nach dem 1:1 am vergangenen Spieltag gegen Carl Zeiss Jena veränderte Almedin Civa seine Mannschaft auf einer Position: Für Tom Nattermann rückte der zuletzt gelbgesperrte Djamal Ziane wieder ins Sturmzentrum. Beim FSV Luckenwalde vertraute Jubilar Jan Kistenmacher auf die beiden ehemaligen Lok-Akteure Daniel Becker und Peter Misch in der Startelf.

Lok überzeugt mit spielerischen Mitteln

Trainer Almedin Civa (Lok) ,
Lok-Coach Almedin Civa konnte sich über viele gute Offensivaktionen freuen. Bildrechte: Picture Point

Die Leipziger, in acht Duellen ungeschlagen gegen Luckenwalde, agierten von Beginn an druckvoll. Maik Salewski hatte bereits in der vierten Minute das 1:0 auf dem Fuß, verzog nach schöner Vorarbeit von Paul Schinke und Sascha Pfeffer aber knapp. Die Gäste zeigten sich in den ersten Minuten beeindruckt von dem aggressiven Pressing der Leipziger und hatten Mühe, ins Spiel zu finden. Erst in der 16. Minute wurde es für Lok-Keeper Jannes Tasche brenzlig, als Christian Flath seinen Bewachern entwischte, jedoch nicht genügend Druck hinter seinen Kopfball bekam. Die Blau-Gelben waren aber weiterhin die bessere, weil aktivere Mannschaft und belohnten sich nach einer halben Stunde mit dem Führungstreffer. Nach einem weiten Ball in die Spitze nutzte Salewski eine Unstimmigkeit in der Luckenwalder Hintermannschaft aus und schob ins leere Tor ein. Nur wenig später hätte der 30-Jährige sogar nachlegen können, scheiterte mit seinem Kopfball aber am stark reagierenden Andre Thoms (38.).

Boakye macht den Deckel drauf - Berger fliegt

Gabriel Boakye (19, Lok) und Tobias Francisco (31, Luckenwalde)
Neuzugang Gabriel Boakye erzielte sein erstes Saisontor. Bildrechte: Picture Point

Kaum kamen die beiden Mannschaften aus den Kabinen, klingelte es erneut im Kasten der Luckenwalder. Zak Paulo Piplica setzte zu einem unwiderstehlichen Lauf von der Mittellinie an, tankte sich in den Strafraum und bewies das Auge für Sascha Pfeffer. Der musste nur noch den Fuß hinhalten (46.). Der zweite Treffer gab den Leipziger noch mehr Selbstvertrauen, doch sowohl Abderrahmane als auch Mehmedovic vergaben aus aussichtsreicher Position (53./55.). Die Gäste aus Luckenwalde verzeichneten weiterhin kaum nennenswerte Offensivaktionen. Vielmehr waren es die Probstheidaer, die eine Viertelstunde vor Schluss für die Vorentscheidung sorgten. Nach einer Ecke kam der eingewechselte Gabriel Boakye quasi unbedrängt im Strafraum zum Kopfball und netzte zum 3:0 ein (74.). Im Anschluss war das Spiel gelaufen. Daran änderte auch der Platzverweis von Loks Robert Berger nichts, der nach einem Trikot-Zupfer mit gelb-rot vom Platz musste.

Lok klettert und reist nach Bischofswerda

Durch den zweiten Saisonsieg klettern die Leipziger in der Tabelle auf Platz fünf. Am kommenden Sonntag steht bereits das nächste Spiel gegen den Bischofswerdaer FV für die "Loksche" auf dem Programm. Luckenwalde rutscht durch die zweite Saisonniederlage auf Rang elf ab und empfängt am Wochenende den BFC Dynamo.

Stimmen zum Spiel

Sascha Pfeffer (Lok Leipzig): "Ich denke, dass wir über 90 Minuten gesehen der verdiente Sieger sind. Wir hatten mal eine Phase dabei, wo wir ein paar Minuten ein bisschen konfus waren. Dann haben wir uns auch wieder gesammelt und im Endeffekt hochverdient gewonnen. Wir finden uns so langsam immer besser und setzen die Spielidee vom Trainer um. Phasenweise sah das schon richtig gut aus. Ich glaube, Robert Berger weiß, dass das Foul absolut unnötig zu dem Zeitpunkt war. Jetzt fehlt er uns, das ist extrem bitter. Aber auch das werden wir als Mannschaft kompensieren und uns ordentlich auf das nächste Spiel vorbereiten."

Maik Salewski (Lok Leipzig): "Man merkt, dass die Mannschaft langsam zusammenwächst. Es war eine sehr kurze Vorbereitungszeit, daher lief es in den ersten Spielen noch nicht so rund. Wir nehmen die Aggressivität und den Mut zum Spielen mit ins nächste Spiel am Sonntag. Den Ausfall können wir kompensieren, alle Spieler sind fit, das kriegen wir auch im nächsten Spiel hin."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 02. September 2020 | 21:45 Uhr

8 Kommentare

Elles vor 7 Wochen

Schöner Fußballabend , leider nur für 1000 Fan's. Lok spielt jetzt besser , ständig lange Bälle und den zweiten Ball erkämpfen wie in der letzten Saison ist einem gepflegten Passpiel gewischen. Der neue Trainer hat sehr gute Arbeit geleistet. Im Sturmzentrum könnte es noch etwas gefährlicher werden , aber vielleicht kommt ja Nattermann doch wieder zu alter Form. Weiter so Lok'sche ,ich freue mich auf die nächsten Spiele. FCL für immer !!!

Lok vor 7 Wochen

Hannchen, Respekt, soviel Anerkennung von einem eingefleischten Chemiker wie Dir, das läuft runter wie Öl. Aber Du überschätzt die Loksche. Und Deine Grünweißen machen Dir doch derzeit auch viel Freude.

Hannchen vor 7 Wochen

Das war natürlich ein gigantisches Oxymoron gestern Abend. Wir sind wahnsinnig stark auf und neben dem Platz. Dekubitus war zumindest im Bruno nicht zu spüren. Chemnitz, Jena und die ganzen Berliner Amateurtruppen werden nicht den Hauch einer Chance gegen die Sensation93 haben.