Fußball | Regionalliga 1. FC Lok Leipzig verpatzt die Generalprobe vor dem Ortsderby

36. Spieltag

Der 1. FC Lok Leipzig hat die Generalprobe vor dem Ortsderby am nächsten Samstag bei der BSG Chemie verpatzt. Im ersten Durchgang sündigte Osman Atilgan, ehe Hertha BSC II den FCL nach der Pause per Doppelschlag schockte. Die Blau-Gelben verloren daheim mit 0:2 (0:0).

Spieler von Hertha am Ball vor dem Leipziger Tor. 4 min
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Dem 1. FC Lok Leipzig scheint auf den letzten Metern dieser langen Spielzeit die Luft auszugehen. Nach dem deutlichen 0:3 beim SV Lichtenberg in der Vorwoche musste sich das Team von Trainer Almedin Civa vor 2.227 Fans im heimischen Bruno-Plache-Stadion auch Hertha BSC II mit 0:2 (0:0) geschlagen geben – eine vor allem aufgrund von leichtfertig vergebenen Chancen bis zur 60. Minute unnötige achte Saisonniederlage.

Torchance für Osman Atilgan (9, Lok Leipzig).
Osman Atilgan zog immer wieder an den Ketten, aber verpasste allein vor dem Pausenpfiff drei klare Chancen auf die Lok-Führung. Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

Atilgan verpasst dreimal die Lok-Führung

Keine 45 Sekunden nach Anpfiff waren vergangen, als Osman Atilgan – der auf Rechtsaußen den Vorzug vor Theo Ogbidi bekommen hatte – die Gastgeber bereits hätte in Führung bringen müssen. Sascha Pfeffer und Tom Nattermann initiierten über links, doch am Fünfmeterraum zögerte Atilgan, statt direkt einzuschieben. In der Folge überließ Lok den Hauptstädtern die Ballbesitzhoheit – womit das Team von Ante Covic allerdings wenig anzufangen wusste.

Derweil setzten die Blau-Gelben mit schnörkellosen Umschaltaktionen Nadelstiche – wie in der 24. Minute, als der von Pfeffer steil geschickte Berger nach innen weiterleitete, wo Atilgan mit langem Bein verzog. Und auch ein drittes Mal verpasste der auffällige 22-Jährige die Führung, weil Hertha-Keeper Florian Palmowski nach Atilgans cleverem Pike-Abschluss stark parierte.

Wieder liegt der Ball im Leipziger Tor und Hertha jubelt.
Die Herthaner Timur Gayret und Jonas Dirkner jubeln nach Derry Scherhants vorentscheidendem Tor in Probstheida. Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

Doppelschlag schockt die Blau-Gelben

Auch nach Wiederanpfiff waren zunächst die Leipziger näher dran am Torerfolg. Einmal mehr im Mittelpunkt – Osman Atilgan. Der Flügelangreifer schnappte sich einen Hertha-Fehlpass, trieb den Ball bis in den gegnerischen Strafraum, zielte dann jedoch zu hoch – und übersah dabei seinen mitgelaufenen und besser postierten Kapitän Pfeffer (52.). Wenig später traute sich der nach vorn geeilte Berger über halbrechts nicht den freien Abschluss zu und fand zu allem Übel beim Querpass keinen Mitspieler (58.).

Es dauerte nicht mehr lang, bis der Bundesliga-Nachwuchs all das dann bestrafte. Bergers inkonsequenter Zweikampf gegen Jonas Michelbrink nahe des eigenen Fünfmeterraums ermöglichte Herthas Toptorschütze Timur Gayret (14 Saisontore) jene Direktabnahme mit links, die Keeper Jan-Ole Sievers nicht mehr entschärfen konnte (64.). Die vorzeitige Entscheidung fiel dann, als der FCL im Aufbauspiel katastrophal vertändelte, Dirkner für Derry Scherhant vorbereite, der sich aus Nahdistanz sein 13. Saisontor nicht mehr nehmen ließ (69.).

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mhe

Stimme zum Spiel

Almedin Civa 4 min
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Sa 30.04.2022 16:48Uhr 03:43 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-lok-leipzig-almedin-civa-nach-hertha-bsc-100.html

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Almedin Civa 4 min
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Sa 30.04.2022 16:48Uhr 03:43 min

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Sa 17.09.2022 17:10Uhr 07:52 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-bericht-energie-cottbus-chemnitzerfc100.html

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Chemie Leipzig - Berliner AK
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 30. April 2022 | 16:00 Uhr

19 Kommentare

P A T 1 9 6 4 vor 21 Wochen

Als allererstes muss ich loswerden, dass mich diese schriftliche Rivalität hier sehr amüsiert 😅
Bleibt doch einfach mal beim Thema, also beim Spiel. Dieses ewige Ball-hin ball-her gezehter muss doch furchtbar anstrengend sein. Zumal es keinerlei Mehrwert bringt.

Zum Spiel : schon wie bei der letzten Niederlage der lokschen, stelle ich die These auf, dass es eine bewusste Niederlage war um einen fiktiven leistungsstand zu suggerieren.
Egal wie, leutzsch und die BSG werden sich nicht vorführen und beirren lassen. Dafür stimmt unsere Mentalität viel zu sehr! Also liebe kommenden Gäste : auf ein ebenbürtiges und würdiges Derby, mit ordentlich Zunder, aber ohne Ärger auf den Rängen.

FORZA BSG!

Nichts_auf_der_Welt_bringt_uns_zu_Fall vor 21 Wochen

Zum Beispiel war 2 Tage vor den "lächerlichen 2800 Hanseln" ausverkauft. Und kommendes Wochenende ist wieder ausverkauft. Die Kapazität von 15000 Zuschauern wäre völlig ausreichend. Aktuell dürfen nur 4999 Leute rein, weil die Auflagen für die Sächsische Versammlungsstättenverordnung nicht erfüllt sind.

Chili Palmer vor 21 Wochen

In deinem „wir“ möchte ich nicht vorkommen. Ich hatte dir das bereits mehrfach mitgeteilt und nur, weil dein Mist hier ständig veröffentlicht wird, legitimiert sich nicht gleichermaßen eine andere Sachlage. Klar soweit? Fein.

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