Fußball | Regionalliga Lok Leipzig feiert Arbeitssieg gegen Babelsberg

34. Spieltag

Lok Leipzig hat den SV Babelsberg 03 knapp mit 1:0 (0:0) geschlagen. Im Bruno-Plache-Stadion hatten die Leipziger große Mühen gegen gut aufspielende Babelsberger und feierten letztlich zwar einen verdienten, aber durchaus glücklichen Sieg.

Lok Leipzig - Babelsberg 8 min
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Babelsberg wird Elfmeter verweigert

Die ersten Minuten im Bruno-Plache-Stadion versprühten nicht gerade Torlaune. Sowohl Lok als auch Babelsberg brauchten etwas länger, um in Fahrt zu kommen. Exemplarisch für die Chancenverwertung zu Beginn war Bogdan Rangelovs Möglichkeit in der 20. Minute: Der Leipziger hatte den Ball zentral im Strafraum, traute sich aber keinen Lupfer zu und verdribbelte sich letztlich ohne einen Torschuss abgegeben zu haben.

Im späteren Abschnitt wurde Lok zwar aktiver, kam aber trotzdem nicht wirklich zu zwingenden Abschlüssen. Top-Stürmer Djamal Ziane vergab zwei Mal aus aussichtsreicher Position (26./41.). Babelsberg hatte nur selten Chancen, nutzte die aber besser und landete durch Frank Zille einen überraschenden Pfostenkracher (31.). Wenig später hätten die Nulldreier eigentlich einen Elfmeter verdient gehabt, da Moravec auf der Strafraumlinie gefoult wurde - der Referee gab hier jedoch nur Freistoß.

Joker Atilgan als Erlöser

Leipzigs Spieler jubeln (13. April 2022 gegen den Chemnitzer FC)
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Auch in Durchgang zwei mühte sich Lok trotz deutlich mehr Ballbesitz lange ab gegen kompakt verteidigende Babelsberger. Erneut war es Rangelov, der eine große Chance vergab: Nach einer Flanke stand er frei vor dem Tor, setzte das Leder aber knapp neben den linken Pfosten (59.). In Minute 70 erlöste dann der frisch eingewechselte Osman Atilgan die Hausherren. Aus kürzester Distanz hielt er den Fuß in eine Hereingabe und traf zum 1:0. Auf der Gegenseite musste Keeper Jan-Ole Sievers gegen Frank Zille aktiv werden (72.) und kurz darauf nach einer Ecke retten (78.). Der ansonsten blasse Daniel Frahn verpasste in der 84. Minute noch knapp das Tor mit einem Flachschuss, ansonsten liefen die Babelsberger Angriffe gegen eine gut organisierte Defensive oft ins Leere.

Lok belohnt sich spät

Am Ende steht ein Arbeitssieg, den sich die Blau-Gelben zwar verdient haben, aber der aufgrund eines glücklichen Pfiffs und guter Chancen der Babelsberger nicht besonders souverän war. In der Tabelle heißt es nun Rang drei für Lok, das kann sich aber am Sonntag wieder ändern. Für die Probstheidaer steht am kommenden Dienstag (19. April) das letzte noch offene Nachholspiel an. 19 Uhr muss man bei Energie Cottbus antreten. Babelsberg hat etwas länger Pause und trifft am 23. April (13 Uhr) ebenfalls auf den FC Energie.

Die Stimmen zum Spiel

Almedin Civa (Trainer Lok): "Mit der zweiten Halbzeit denke ich, dass wir es verdient haben, weil wir kontrolliert gespielt haben. Es freut mich wirklich für die Mannschaft, aber auch für die Zuschauer. Ich hoffe, die haben gemerkt, dass die Spieler alles aus sich rausholen."

Osman Atilgan (Torschütze Lok): "Wenn man reinkommt, mit dem ersten Ballkontakt ein Tor macht und der Mannschaft so helfen kann, ist das extrem geil. Als wir das 1:0 gemacht hatten hat man gemerkt, dass eine Last von den Schultern der Mannschaft fällt."

Björn Laars (Interimstrainer Babelsberg): "Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Ich habe vorher schon gesagt, wer das erste Tor macht, der gewinnt das Spiel und im Endeffekt war das so. Es lag auch nicht an der Elfmeter-Entscheidung, dass wir verloren haben, sondern an anderen Kleinigkeiten."

ori

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Claus-Dieter Wollitz, Trainer FC Energie Cottbus, während Interview.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 16. April 2022 | 16:00 Uhr

9 Kommentare

Elles vor 40 Wochen

Die erste Halbzeit war zäh und wir hatten auch Glück nicht in Rückstand zu geraten. Warum wurde soviel hinten rum gespielt ? Zweite Hälfte war dann besser nur die Chancenverwertung ist noch ausbaufähig. Mit dem nicht gegebenen Elfer hatten wir nochmals Glück aber insgesamt war der 1:0 Sieg verdient.

Buridans Esel vor 40 Wochen

Diese Saison ist in etwa gleichzusetzen mit der EC-Saison von 1987. Die Mannschaft spielt regelmäßig auf Höchstniveau und die Zuschauer taumeln von einem Sieg in den nächsten. Es ist schier unglaublich was Lok liefert. Schade das gestern nur 13000 Zuschauer da waren.

Hannchen vor 40 Wochen

Das war ein brutal aufregender Nachmittag, ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Wir bleiben nun bis zum Ende der Saison vor den Profis von Chemie Leipzig, alleine deshalb ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen.

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