Eiskalte Auerbacher fertigen Rathenow ab

3. Spieltag

Der VfB Auerbach setzt seinen Aufwärtstrend fort. In einer kampfbetonten Partie bezwangen die Vogtländer den FSV Optik Rathenow letztlich souverän mit 4:1 (2:0). Verlass war wieder einmal auf Torjäger Marc-Philipp Zimmermann.

Das Team von Auerbach im Torjubel. 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten Sa 29.08.2020 16:30Uhr 02:02 min

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Nach dem Überraschungserfolg gegen den Chemnitzer FC (2:1) reisten die Auerbacher mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen zum Gastspiel nach Rathenow. Die Optiker waren mit zwei Niederlagen denkbar schlecht in die Saison gestartet und standen unter Zugzwang.

Rathenower Chancenwucher – Zimmermann knipst erneut

Marc-Philipp Zimmermann vor Lukas Aigner
Marc-Philipp Zimmermann erzielte bereits sein drittes Saisontor. Bildrechte: imago images/Picture Point

Dementsprechend hitzig begann die Anfangsphase, in der die Auerbacher durch Thomas Stock (2.) und Marc-Philipp Zimmermann (4.) die ersten beiden Duftmarken setzen. Nach fünf Minuten waren es jedoch die Rathenower, die die große Chance zur Führung hatten. Jonathan Muiomo wurde im Strafraum verdient, vergab aber freistehend vor VfB-Keeper Stefan Schmidt kläglich per Kopf. Knapp zehn Minuten später stand der 21-Jährige erneut im Mittelpunkt, scheiterte aber erneut an den eigenen Nerven. Der Rathenower Chancenwucher sollte sich rächen.

Auerbach kam immer besser in die Partie und erzielte in der 18. Minute die Führung. Michael Schlicht tankte sich auf dem linken Flügel durch und brachte die Kugel hoch auf den zweiten Pfosten. Dort lief Zimmermann ein und versenkte das Leder per Flugkopfball in den Maschen. Während die Führung den Gästen Auftrieb gab, leisteten sich die Rathenower immer wieder individuelle Fehler. Auch die Abstimmung in der Hintermannschaft passte nicht zusammen: In der 34. Minute nutzte Stock die sich ihm bietenden Freiräume und netzte ohne große Probleme zum 2:0 ein.

Özcin macht es spannend – Schlosser den Sack zu

Mannschaft von VfB Auerbach
Bildrechte: Marcus Schädlich

Nach dem Pausentee gab es die nächste kalte Dusche für die Hausherren. Yannic Voigt behauptete sich an der Strafraumkante stark gegen zwei Gegenspieler und schlenzte den Ball mit viel Gefühl ins linke untere Eck (49.). Es roch alles nach Vorentscheidung, doch Rathenow machte es noch einmal spannend. In der 55. Minute tänzelte sich der eingewechselte Caner Özcin durch den Sechzehner, spielte dort zwei Auerbacher aus und zirkelte das Spielgerät ins lange Eck.

Die Partie wurde hektischer und nach einer knappen Stunde zappelte der Ball erneut im Gehäuse der Vogtländer. Der Treffer wurde nach einem Rathenower Foul aber zurückgenommen. Das Team von Trainer Ingo Kahlisch rannte weiter an, biss sich in der Folge aber ein ums andere Mal die Zähne an der gut gestaffelten Hintermannschaft des VfB aus. Knapp zehn Minuten vor Schluss traf Marcel Schlosser per Freistoß ansehnlich ins rechte untere Eck und machte den Sack zu Gunsten der Auerbacher endgültig zu (82.).

Zweiter Sieg für Auerbach

Mit sechs Zählern aus drei Partien klopfen die Auerbacher an den oberen Plätzen an. Am Dienstag (1. September) empfängt die Mannschaft von Sven Köhler den FC Energie Cottbus. Die Rathenower verlieren dagegen auch ihr drittes Spiel in der noch jungen Regionalliga-Saison und stehen am nächsten Spieltag gegen Germania Halberstadt einmal mehr unter Druck.

Ingo Kahlisch 1 min
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Sa 29.08.2020 17:03Uhr 00:52 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-interview-ingo-kahlisch-optik-rathenow-100.html

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Stimmen zum Spiel

Sven Köhler (Auerbach): "Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt. Es gab Chancen auf beiden Seiten, Da hatten wir in der Anzahl die Besseren. Wie schwierig Fußball ist, haben wir in der zweiten Halbzeit gesehen. Der eine oder andere glaubt, unser drittes Tor ist die Entscheidung. Rathenow hat dann mit dem Mut der Verzweiflung mit noch mehr Risiko nach vorne gespeilt. Das war dann ein enges Spiel. Das 4:1 durch Marcel Schlosser war wichtig, sonst wäre es noch einmal unruhig geworden. In der Summe bin ich auf jeden Fall zufrieden nach den letzten beiden Spielen."

Ingo Kahlisch (Rathenow): "Ich bin sehr unzufrieden. Die erste Halbzeit haben wir total verschlafen. Dadurch ist Auerbach verdient in Führung gegangen. Wir hatten zwei bis drei tausendprozentige Chancen. Wenn du die nicht machst, wird es eben schwer im Fußball. So wir am Anfang gespielt haben, haben wir keine Chance. Die Einstellung in der zweiten Halbzeit hat dann wieder gestimmt. Hätten wir das 3:2 gemacht, wären wir noch einmal dran gewesen. Das ist Unvermögen, da fehlt dann einfach die sportliche Klasse. Entweder die Qualität ist da oder eben nicht."

Marc-Philipp Zimmermann (Auerbach): "Ich hatte fünf Minuten vorher schon die Riesenchance, das 1:0 zu machen. Da habe ich mich schon geärgert. Es war wichtig, dass wir durch mein Tor und das von Thomas Stock noch vor der Halbzeit auf die Siegerstraße gebracht wurden. In den letzten 30 Minuten haben wir uns zu sehr den Schneid abkaufen lassen. Durch ein Tor wäre Rathenow noch einmal rangekommen. So konnten wir es aber noch einmal abwehren. Mal sehen, was am Mittwoch gegen Cottbus passiert. Das wird ein schöner Brocken. Wir sind froh, jetzt sechs Punkte gesammelt zu haben, dadurch können wir befreiter in die nächsten Spiele gehen."

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jsc

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 29. August 2020 | 16:30 Uhr

7 Kommentare

Ruowischer vor 8 Wochen

Ihr habt nicht wegen einer angeblichen roten Karte verloren, sondern weil ihr keine Tore schießen könnt. Das hat euer Trainer klar und deutlich kund getan.

HVL-RN vor 8 Wochen

Nun mach Dich mal nicht an dem zuviel geschriebenen "t" im Namen fest, Auerbacher. Nach der Attacke gehört er normalerweise mit glatt Rot vom Platz. Und über den Schiri sagen wir mal lieber nix.

HVL-RN vor 8 Wochen

Ich weiß ja nicht, was der Ticker-schreiber gesehen hat, als Siebert gegen Zingu die "...feine Klinge rausgeholt und fair (!!) geklärt hat", so "fair", das Zingu verletzt ausgewechselt werden musste. Ohne Chance auf den Ball karate-like auf den Knöchel, das nennt man also beim MDR die feine Klinge. Nicht auszudenken, wenn mal scharfe Geschütze aufgefahren werden. Davon sieht man natprluch auch vei der Berichterstatzung im TV nichts, auch nicht, warum das 2. Tor nicht gegeben wurde. Beides Schlüsselszen im Spiel. Nun liegt Rathenow naturgemäß nicht im Einzugsgebiet des MDR, aber etwas mehr "Neutralität" und weniger einseitige Berichterstattung wäre wünschenswert.