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Fußball | RegionalligaCottbus stürzt CFC in Fankritik6. Spieltag

von Patrick Franz

Stand: 17. September 2022, 16:53 Uhr

Großer Rückschlag für den Chemnitzer FC! Eine schwache Vorstellung resultierte in einer völlig verdienten 1:3-Pleite in Cottbus. Die Himmelblauen ließen sich früh den Schneid abkaufen, liefen dann lange dem frühen Doppelschlag hinterher und kamen eher zufällig zurück in die Partie. Die Vorstellung sorgt für viele Fragezeichen. Mit dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg verabschiedet sich der CFC vorerst von den vorderen Rängen. Die Fans pfiffen ihr Team danach aus.

CFC-Coach Christian Tiffert hielt trotz dem 0:3 zuletzt gegen Erfurt an der Dreierkette fest. Personell wechselte er nur im Sturm, brachte Max Roscher für Michel Ulrich in der Startelf. Rückkehrer Chris Löwe, für den Chemnitz noch die optimale Position sucht, rückte in die linke Innenverteidigung. Dominik Pelivan tauschte also mit ihm die Rolle und ging ins defensive Mittelfeld vor.

112-Sekunden-Schock für Chemnitz

Dominik Pelivan konnte mit dem Chemnitzer FC Eric Hottmann und Energie Cottbus nicht stoppen. Bildrechte: IMAGO/Fotostand

Es waren nicht einmal zwei Minuten gespielt, da schlug es im Kasten der Himmelblauen bereits ein. Nicolas Wähling legte den Ball von rechts quer in die Mitte, wo Arnel Kujovic mühelos mit der Innenseite zum 1:0 (2.) einschob. Kurios: Die Energie-Fans hätten ihrer Mannschaft fast die Sicht genommen, weil sie vom Block hinter dem Tor aus, das Stadion der Freundschaft mit Pyro-Fackeln und Rauchbomben einnebelten. Das Team war aber so schnell mit dem Treffer, dass der Rauch noch nicht voll aufs Feld gezogen war.

Abgefälschter Schuss zum 2:0, enttäuschende Körpersprache

Der CFC nahm wohl ganz gefällig an der Veranstaltung teil, war jedoch keinesfalls so giftig und aggressiv wie die Gastgeber. Cottbus zog sich immer weit zurück und überließ den Sachsen das Feld, konterte dann stark. So hätte Malcolm Badu, nachdem er Löwe davon lief, fast auf 2:0 gestellt, Torwart Jakub Jakubov parierte stark (15.). Kurz darauf sah der CFC-Schlussmann dann höchst unglücklich aus. Einen Schuss von Tobias Hasse fälschte Pelivan in die Tormitte ab, Jakubov stand goldrichtig, war aber so überrascht, dass er sich das Ding selbst ins Netz faustete - 2:0 (17.)!

Die Körpersprache der Chemnitzer war danach eher enttäuschend, wenn man die Wichtigkeit der Partie in die Bewertung miteinbezieht. Es dauerte etwa 35 Minuten, ehe Felix Brügmann per Doppelchance die ersten Torschüsse abgab (34./37.). Cottbus dominierte ohne viel Aufwand die entscheidenden Momente und hatte bis zur Pause immer wieder gefährliche Distanzschüsse zu bieten. Der CFC hatte die Anfangsphase verschlafen, wirkte in der Offensive insgesamt harmlos.

Zufallsprodukt erweckt den CFC zum Leben

Cottbus war in den entscheidenden Momenten energischer als Chemnitz mit Robert Zickert Bildrechte: IMAGO / Fotostand

Im zweiten Durchgang passierte lang kaum etwas in den Strafräumen. Die Brandenburger schalteten in den Verwaltungsmodus. Erst als sie merkten, dass der CFC trotzdem nicht in die Gänge kam, trauten sie sich wieder mehr in die Offensive. Axel Borgmann (56.), Eric Hottmann (60.) und vor allem Maximilian Oesterhelweg (72.) mit einem Knaller am rechten Pfosten vorbei, hätten für die Vorentscheidung sorgen können.

Bei den Chemnitzern dauerte es wieder fast eine halbe Stunde, ehe Brügmann den ersten Torschuss des CFC in der zweiten Halbzeit zustande brachte (74.). Aus dem Nichts fiel Niclas Walther dann bei einer abgefälschten Flanke der Ball vor die Füße und der linke Mittelfeldmann grätschte das krumme Ding zum glücklichen 1:2-Anschluss rein (77.).

Joker Mensah verpasst den Ausgleich, die CFC-Fans pfeifen

Joker Niklas Geisler erzielte das entscheidende Tor zum 3:1 für Cottbus gegen Chemnitz Bildrechte: IMAGO / Fotostand

Obwohl Cottbus danach weiter für Entlastung sorgte, hatte der eingewechselte Stephan Mensah nach einem langen Ball urplötzlich die riesige Gelegenheit zum Ausgleich. Der Angriffsflitzer war frei durch, hob den Ball über Energie-Keeper Elias Bethke, der ihn aber über sich mit den Fingern gerade so abfing (86.). Dafür stach auf der Gegenseite bei einem Konter mit Niklas Geisler der Joker der Gastgeber zum hochverdienten 3:1-Endstand.

Die CFC-Fans waren aufgrund der Leistung jedenfalls völlig bedient, empfingen das Team mit Pfiffen, als die Mannschaft zum Fanblock gehen wollte. Die Profis mussten sich wohl einiges anhören, nachdem sie ein so wichtiges Spiel für die erhoffte Aufstiegschance verschliefen.

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Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. September 2022 | 16:00 Uhr

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