Fußball | Regionalliga Rot-Weiß Erfurt lässt bei Viktoria Berlin Punkte liegen

2. Spieltag

02. August 2024, 22:16 Uhr

Rot-Weiß Erfurt ist am Freitagabend bei Viktoria Berlin nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus gekommen. Vor 864 Fans konnten die Thüringer ihre spielerische Überlegenheit im Stadion Lichterfelde gegen kaltschnäuzige Berliner nicht ausnutzen. Nach zwei Spieltagen hat die Mannschaft von Fabian Gerber bereits vier Zähler auf dem Punktekonto.

Mehrere Staus auf den deutschen Autobahnen sorgten für einen verspäteten Start der Partie. Als es dann mit einer halben Stunde Verzögerung losging, setzte RWE-Trainer Fabian Gerber auf die gleiche Startelf wie gegen den FC Eilenburg. Auch sein Gegenüber Dirk Kutrieb nahm keine Veränderungen vor.

Die Gäste aus Erfurt legten los wie die Feuerwehr. Im Vorwärtstrieb boten sich den Thüringern direkt zwei Freistoßgelegenheiten. Dennis Lerche konnte beide gefährlich auf den Kasten von Niklas Petzsch bringen, der bestand die ersten Härtetests jedoch (4./6.). Erfurt übernahm daraufhin die Spielkontrolle.

Erfurt lässt Chancen ungenutzt

Die junge Mannschaft von Kutrieb gewann in der Anfangsphase keinen Boden, auch weil die Erfurter Defensive die entscheidenden Pässe unterband. In der 32. Minute hatte Neuzugang Hinata Gonda für RWE die Führung auf dem Fuß. Der Mittelfeldmann fing einen Fehlpass von Keeper Petzsch ab, legte die Kugel gekonnt am letzten Abwehrmann vorbei, verfehlte das Tor jedoch um wenige Zentimeter.

Kaltschnäuzige Berliner führen

In der 37. Minute stellte Metehan Yildirim die Partie auf den Kopf. Nach einem Doppelpass mit Kapitän Nicolas Hebisch bediente Julien Damelang Yildirim im Zentrum. Sein platzierter Schuss in die untere Ecke ließ Lorenz Otto im Erfurter Tor keine Chance. Das 1:0 nahmen beide Mannschaften mit in die Kabine.

Ball geht in die untere lonke Ecke des Tors
Der Ball von Yildirim landet im Erfurter Tor. Bildrechte: Matze Koch

RWE ist einen Ticken besser

Nach Wiederanpfiff legte die Viktoria einen Zahn zu, trotzdem sicherten sich die Erfurter mehr Spielanteile. Besonders Neuzugang Lerche drängte auf den Ausgleich. Der Thüringer verpasste es, sich im Eins-gegen-Eins zu belohnen. Rot-Weiß gelang erst kurz vor Schluss der Ausgleich.

Eigentor zum Ausgleich

Aus gut 18 Metern schlug erneut Lerche einen Freistoß von halbrechts. Der Ball flog an zwei Erfurter Köpfen vorbei, wurde jedoch von Viktoria-Kapitän Aidan Liu in eine andere Richtung gelenkt. So schlug der Ball, unhaltbar für Petzsch, im Kasten ein (78.). Unglücksrabe Liu stellte auf 1:1. In einer aufgeregten Schlussphase gelang es keiner Mannschaft mehr, einen Nadelstich zu setzen.

Erfurter spieler springt jubelnd in die Luft
Großer Jubel nach dem 1:1. Bildrechte: Matze Koch

Stimme zum Spiel

RWE-Trainer Fabian Gerber: "Wenn man das gesamte Spiel sieht, waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben drei Topchancen gehabt und wir hätten das Spiel gewinnen können, bevor wir das 0:1 kriegen. Wie die Jungs aber an sich geglaubt haben, auch nach fünfeinhalb Stunden Busfahrt über 90 Minuten Vollgas gegeben haben und das 1:1 gemacht haben - das ist aller Ehren wert. Es ist immer noch Viktoria Berlin, die sehr spielstark sind. Deswegen können wir insgesamt zufrieden sein, auch wenn heute mehr drin war."


twe

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SPORT IM OSTEN | 04. August 2024 | 13:15 Uhr

7 Kommentare

RWEFAN95 vor 5 Wochen

Seit Monaten bzw. JAHREN seit es dieses Forum gibt, kommt von Ihnen nur Halbgas als Aussagen. Und das ist gelinde gesagt, denn man muss sich dann doch immer mal wieder sammeln und sich an die Netiquette halten.
Ich weiß definitiv, dass sie für den RWE nichts übrig haben, also würden wir uns doch alle freuen, wenn sie das kommentieren einfach sein lassen. Lieber MDR, wieso werden solche Aussagen überhaupt geduldet?
Dieser User versucht immer wieder Unmut zu stiften, dad kann es doch wohl nicht sein??

AufmerksamerBeobachter vor 5 Wochen

stimmt, ich musste dem Ticker nach urteilen.. vmtl in Italien sowieso geoblocking, aber nach dem Umbruch und den leichten Querelen sehe ich EF nicht in der oberen Tabellenhälfte, es scheint aber drunter&drüber zugehen in der Liga, Zwickau hatte ich unter den ersten6 gesehen.

NeuerHeip vor 5 Wochen

"In der 37. Minute stellte Metehan Yildirim die Partie auf den Kopf. Nach einem Doppelpass mit Kapitän Nicolas Hebisch bediente Julien Damelang Yildirim im Zentrum. Sein platzierter Schuss in die untere Ecke ließ Lorenz Otto im Erfurter Tor keine Chance."

Widerspruch:
Der hat nicht das Spiel auf den Kopf gestellt, sondern das getan, womit man im Fußball gewinnt: Tore schießen (und Tore verhindern).

Fußball ist kein Dauerlauf- und Anrenn-Sport, sondern ein Ergebnissport. Wir sind hier schließlich nicht beim Marathon.

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