Fußball | Regionalliga ZFC Meuselwitz krallt sich den nächsten Dreier

14. Spieltag

Der dritte Sieg in Folge sorgen für einen heiteren ersten Advent beim ZFC Meuselwitz. Trotz frühen Rückstandes ließen sich die Ostthüringer gegen Hertha BSC II nicht die Butter vom Brot nehmen.

ZFC 4 min
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Das November-Hoch des ZFC Meuselwitz hält an. Das Team von Trainer Heiko Weber feiert beim insgesamt verdienten 2:1-Erfolg gegen Hertha BSC U23 den dritten Sieg in Folge und kann mit 15 Zählern erstmal die Abstiegsregion verlassen. Die Art und Weise, wie die Ostthüringer auch nach frühem Rückstand weiter kämpften und spielten, macht mit Blick auf die weitere Saison optimistisch.

Früher Schock - El-Jindaoui trifft

Auf zwei Positionen hat Heiko Weber seine Elf umgestellt im Vergleich zum Landespokal in Greiz. Luis Fischer und Dominik Bock rückten für Johannes Pistol und Felix Rehder in die Startelf. Und der ZFC begann sehr stürmisch, hatte gleich zwei heiße Szenen. Dann schlug die Hertha in der 6. Minute eiskalt zu. Nach einem Grundlinienlauf spielte ei Berlin zurück auf Nader El-Jindaoui, der aus elf Metern flach ins rechte Eck einnetzte. Vorausgegangen war ein Ballverlust von Bock in der Vorwärtsbewegung. Die Gastgeber schüttelten sich und brauchten etwas Zeit. Dann nach einer Viertelstunde die große Ausgleichschance. Nach einer Linksflanke von Luis Fischer flog der freistehende Florian Hansch, sein Kopfball landete aber neben dem Tor. Danach gab es schöne Szenen und Chancen auf beiden Seiten, wobei die Berliner immer wieder über die Außen gefährlich vor das Meuselwitzer Tor kamen. Aber der ZFC hielt gegen, Amer Kadric setzte nach einem, schönen Angriff zu einem Sololauf an und zog aus 22 Metern flach ab. Der Ball zischte haarscharf am rechten Pfosten vorbei ins Aus. Ein Ausgleich wäre nicht unverdient, aber El-Jindaoui hätte in der 39. Minute nachlegen können, sein Schuss wurde von Keeper Justin Fietz mit einem Fuß geklärt, kullerte dann knapp am linken Pfosten vorbei ins Aus.

Meuselwitz gegen Hertha
Die Meuselwitzer waren mehrfach gefährlich vor dem Hertha-Tor - hier Luis Fischer. Bildrechte: Tanja Kaltofen / MDR

Der doppelte Hansch schlägt zu

Nach dem Wechsel und mit Fabian Stenzel wurde der Druck der Gastgeber noch größer. Allein der auffällige Kadric hatte den Ausgleich mehrfach auf dem Fuß. Dann wurde es richtig wild. Nach einer Hansch-Eingabe rettet zunächst Berlins Keeper Tjark Ernst bei einem Trübenbach-Schuss, danach ballerte Fischer die Kugel ans Lattenkreuz. Und auch Stenzel durfte noch ran, sein Kopfball wurde geblockt. In der 69. Minute lag dann endlich der Ball im Tor. Fischer flankte von links, Hansch köpfte aus Nahdistanz ein. Und der ZFC blieb dran, nach einer Ecke zehn Minuten später zog Hansch aus 16 Metern ab, der Ball flog ins linke Eck zum 2:1. Hertha wollte danach noch einmal und hatte die große Ausgleichschance in der 86. Minute. Zunächst konnte Justin Fietz einen Schuss stark parieren, dann warf sich Fabian Raithel in Rölkes Abschluss und rettete den Sieg.

Fußballspieler
Die Meuselwitzer Spieler und Trainer Heiko Weber haben nach dem dritten Sieg in Folge gut lachen. Bildrechte: Tanja Kaltofen

Das sagten die Trainer

Ante Covic (Trainer Hertha BSC II): "Glückwunsch zu einem verdienten Sieg, auch wenn wir heute das Spiel günstig eröffnet haben. Der Gegner war stets gefährlich, aber die erste Halbzeit war von beiden gefällig. Das war eine glückliche Führung, dann hörten wir auf Fußball zu spielen. Meuselwitz hat mit der Leistung in der zweiten Halbzeit verdient den Sieg nach Hause gebracht. Wir haben es wieder einmal nicht mehr richtig auf den Platz gebracht haben. Für die jungen Leute ist es aber wichtig, damit sie reifen können."

Heiko Weber (Trainer ZFC Meuselwitz): "Von der ersten bis zur letzten Minute - wir spielten gegen eine starke Mannschaft - haben wir als Mannschaft enorm gefightet. Nach dem Rückstand haben wir weiter gespielt, waren zu Halbzeit enttäuscht. Und wir haben eine Top-Bank, konnten zur Halbzeit wechseln. Wir wollten mindestens einen Punkt holen, aber was die Mannschaft da abgeliefert hat, das sieht klasse aus. Wir haben 15 Punkte, stehen da, wo wir hingehören. Der Gegner war stark, hat heute viel gelernt. Aber wir haben auch zwölf Leute, die 20 und jünger sind."

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | THÜRINGENJOURNAL | 27. November 2022 | 19:00 Uhr

3 Kommentare

zeitzer vor 8 Wochen

Wer hätte das gedacht ZFC super Leistung ..

Chemieschwein vor 8 Wochen

habsch doch gesagt ,das ihr euch da rauszieht .. gratulation nach zipse

Fan Achim vor 8 Wochen

Einfach super ZFC, mit so einen Willen und Kampfgeist ist noch viel zu erreichen. Spielt weiter so und der Klassenerhalt ist ein reales Ziel.

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