Fußball | Regionalliga Trikotprobleme statt Tore: Chemie Leipzig spielt nur remis in Fürstenwalde

34. Spieltag

Die BSG Chemie Leipzig hat sich bei Union Fürstenwalde in einem kuriosen Spiel einen Punkt geschnappt. Weil beide Teams in Schwarz-Grün aufliefen und kaum zu unterscheiden waren, mussten sich die Leutzscher weiße Leibchen überstreifen. Am Ende kamen die Jagatic-Schützlinge nicht über ein 0:0 hinaus, behielten aber ihre weiße Weste mit sechs ungeschlagenen Partien in Folge.

Spio_Union-F-Chemie 3 min
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Fürstenwalde - Chemie
Kaum zu unterscheiden für Schiedsrichter Patrick Kluge: Union Fürstenwalde und Chemie Leipzig. Wegen des Referees mussten die Leutzscher ihr Outfit ändern. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Chemie-Kicker mit weißer Weste

Chemie Leipzig begann von der Ausrichtung her eher defensiv, in dieser Formation hatten die Leutzscher noch nie zusammengespielt. Die Stürmer Denis Jäpel und Timo Mauer saßen zunächst auf der Bank, wo auch Dennis Mast Platz genommen hatte. Den ersten Aufreger gab es dann nach fünf Minuten, als Schiedsrichter Patrick Kluge etwas klären musste. Da beide Teams von den Trikots und Hosen her für ihn kaum zu unterscheiden waren, musste sich die Chemiker weiße Leibchen überstreifen.

Dann ging‘s richtig los, doch so rechter Spielfluss wollte bei beiden Mannschaften nicht aufkommen. Gute Chancen blieben Mangelware. Anton Kanther hatte nach gut einer Viertelstunde eine, köpfte jedoch ans Außennetz. Und in der 35. Minute schoss Manuel Wajer über den Querbalken. So ging es torlos in die Halbzeit.

Fürstenwalde - Chemie
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Leutzscher schnuppern am Siegtreffer

Nach der Pause kam Chemie mit drei frischen Kräften zurück. Florian Brügmann, Kanther und Anes Osmanowski waren in der Kabine geblieben, dafür spielten nun Mast, Jäpel und Tarik Reinhard. Und gleich kam frischer Wind ins Spiel der Gäste. Die Leutzscher drückten und setzten sich immer mehr in der Hälfte der Fürstenwalder fest. Nach einer Stunde roch es nach dem 1:0, doch Timo Mauer brachte freistehend vor Union-Keeper Marcin Staniszewski den Ball nicht unter. Sekunden später nutzte Reinhard in aussichtsreicher Position seine Chance nicht.

Fürstenwalde - Chemie
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Sekunden vor dem Abpfiff verschenkten die Chemiker glatt noch den möglichen Sieg. Jäpel brauchte nach Mast-Zuspiel nur einschieben, scheiterte allerdings an Schlussmann Staniszewski, der noch den Fuß dazwischen brachte. Am Ende fielen keine Tore. Durch den Zähler hat Chemie nun 50 Punkte auf dem Konto, für Fürstenwalde dürfte ein Pünktchen zu wenig sein (26).

jmd

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. April 2022 | 16:00 Uhr

10 Kommentare

Thueringer Original vor 33 Wochen

Für den Zuschauer und den Moderator sind diese Leibchen eine absolute Zumutung. Hätte Chemie nicht ganz in schwarz spielen können und Fürstenwalde in grün? Chemie hat aber im Gegensatz zu Jena nur zwei Trikot Varianten. Armes Leipzig.

Buridans Hannchen vor 33 Wochen

Mich düngt, am Ende hat die BSG Chemie Leipzig trotz 17 Punkte weniger in der Liga durch das Pokal Halbfinale unterm Strich mehr erreicht, wie die „Größten der Welt“.
Für‘s Halbfinale gibt es Bares für Rares, für 17 Punkte mehr nicht mal ne Bierschinkensemmel. Klingt doof, ist aber so.

fossizweifor1903 vor 33 Wochen

Schon komisch. Kann man das nicht vorher absprechen ? Die Farben der Vereine sind doch bekannt, aber warum muss der Gast die Trikots tauschen ? Ist doch für die Gastgeber viel einfacher.

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